IV
Viele hatten auch gewünscht, näher zu erfahren, in welcher Weiseund Ordnung die vorbereitenden Anstalten getroffen seien, weil Solches fürdie Folge, vornemlich in dem Fall, dafs etwa die Versammlung einmal wie-der an einem grofsen und volkreichen Ort Statt finde, von Nutzen seinkönnte. Es gestaltete sich aus dem Allem eine authentische Geschichte die-ser Versammlung, die also auch nur die Thatsachen, (soviel nöthig undthunlich, actenmäfsig) angeben und jede Beurtheilung anderweitigen Be-richten überlassen soll.
Endlich war schon bei den letzten Versammlungen in Gebrauch ge-kommen, die eigenhändigen Namens-Züge der Theilnehmer durch Stein-druck vervielfältigt auszugeben. Auch bei uns ward dies eingeleitet undgröfsere Vollständigkeit durch Hinzufügung der Titel und Wohnorte be-wirkt. Die Absicht, ein solches eigenhändiges Namen-Verzeichnifs diesemBerichte beizufügen, ist Ursache seiner längeren Verzögerung geworden, in-dem eine sehr bedeutende Zahl der Theilnehmer der wiederholten Auffor-derung zur Aufzeichnung ihrer Namen während ihres hiesigen Aufenthaltsnicht nachgekommen war und in beschwerlichem Briefwechsel erst dazuaufgefordert werden mufste. Selbst jetzt noch ist die äufserste Vollstän-digkeit nicht erreicht (s. S. 17.), doch haben wir diese den Gründen, dieuns zum endlichen Schlufs des Berichts drängten, aufopfern müssen.
Die Überzeugung endlich, dafs dieser Bericht ein ganz öffentlichersein müsse, hat uns bewogen, statt der unentgeltlichen Versendung an dieTheilnehmer der Berliner Versammlung, den Weg des Buchhändler-Verlagszu wählen und ihn Allen, die sich aus irgend einem Grunde für die Sacheinteressiren, käuflich zu machen.
Berlin im März 1829.
A. v. Humboldt. H. Lichtenstein.