Schweden und Norwegen, natürl. Beschaffenheit 17
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13,890 (nach A. 13,737) L)M, große, durch Lappland mit dem Festlande von Eu-ropa verbundene Ostscehalbinsel (20—49° 5l/Ö. L. und 55° 22^— 70° 11/30"N. Br.) mit 3,910,000 Bew. Dieses in der kalten Zone und weit über die Polarliniehinausliegende Land wird von der Nordsee mit dem Kattegat westlich und südwest-lich, und von der Ostsee mit dem Kochnischen Meerbusen östlich und südöstlich, imhohen Norden aber von dem Eismeere umschlossen, außer da, wo das norwegischeLappland südöstlich, und das schwedische östlich an das russische Lappland stößt.Dort macht der Fluß Paes, hier machen (seit 1809) der Tomen- und der Muonio-stuß die Grenze. Ein Bergrücken, dessen höchste Gipfel in Schweden, unter dem02°, der Syltop von 5000 Fuß; in Norwegen der Söndrc Skagestöltind von7,600, der Gousta von 5800, der Schneehattan von 7100 F. und der 5000 F.hohe Folgetond sind, scheidet diese Halbinsel in die Länder Schweden und Noiwe-gen. Er heißt nördlich das Kjöl- (Kiel-), südlich das Sevegcbirge. Dort endigtcs im Nordhorn (Nordcap), dem nördlichsten Vorgebirge von Europa; hier theiltes sich, näher der West- als der Ostküste — daher die Hauptströme am Ostabhangetheils in den Kochnischen Busen, theils in das Kattegat sich ausmündrn — in 3Arme: die lange Fjällen (Langsield und Dofresield) ziehen sich bis zum VorgebirgeLindenäs nach der Nordsee hin; ein zweiter Arm scheidet das norwegische Strom-i gebiet des Glommen von dem schwedischen der Gätha-Elf und verflacht sich nach^ dem Kattegat; der dritte Höhenzug scheidet die Quellen der Clara, welche in Schwe-den durch den Wenersee (48 fffM.) geht und dann Götha-Elf heißt, von denen desDal - Elf, und streicht in Schweden zwischen dem Wener- und dem Wcttersee hin,bis er sich am Öcesunde zur Ostsee hin verflacht. Die Gipfel der skandinavischenAlpen sind wilde, vom 67° und 70° an in der Höhe von 3900 und 2700 F. mit ewi-gem Schnee bedeckte Felsenmassen (Fjällen), wo man überall schwindlichsteile Ab-hänge, schauerliche Klüfte, Seen und reißende Bcrgströme erblickt. Nach der Nord-see ist.der Fall dieses Gebirges äußerst jäh, schroff und voll fürchterlicher Abgründe.Naher der Ostküste liegt noch der 12 Meilen lange und 5—6 Meilen breite Malar-see, mit 1300 Inseln, welcher zwischen unzähligen kleinen Skären (Klippen) in dieOstsee ausströmt. Mit ihm ist der Hielmarsee verbunden. Der Wcttersee nimmt40 Flüsse auf und ergießt sich durch den McUalastrom in die Ostsee. Zu Schwedengehören noch die fruchtbaren Ostsceinseln Öland und Gothland. Die Alandsinsel-gruppe am Ausgange des Kochnischen Busens wurde 1809 an Rußland abgetreten,j Das durch viele Einschnitte (Fiorde) zerrissene Ufer bildet eine Menge Holme oderj kleine felsige Inseln, z. B. Stockholm, und sichere Häfen, vorzüglich an NorwegensI Küste; an der letzter» sind auch der Saltström, eine gefährliche Meerenge, und derMaelström, ein Strudel, zu bemerken. — Das Klimaist der Beschaffenheit undHöhe des Landes wegen, mit Ausnahme der West- und Südküsten, trocken undkalt; Rörans bei Drontheim hatte 1830 im Febr. 32° R. Kälte. Obst und Ge-treide (jährl. nur 5 Mill. Tonnen; daher mischt man in mehren Gegenden unterl das Brotmehl zerriebene Fichtenrinde oder auch gepulvertes Rennthiermoos; doch! ist der Kornbau im südl. Schweden mit jedem Jahre gestiegen, sodaß 1829 sogarI die Ausfuhr des Getreides erlaubt ward. Kartoffeln, Flachs, Hanf, Hopfenund Taback gedeihen nur in den Südgegenden, nördlich ist das Land ein fast unun-terbrochener Wald von Nadelholz und Zwergbirken, mit vielem Wild, als Hirsche,Rehe, Hasen, Elennthiere, auch Bären und Wölfe. Hier findet man nur Beerenund Rennthiermoos. Noch gibt cs Vielfraße, Luchse, Füchse, Lemminge, zahmesund wildes Geflügel. Wegen des nicht üppigen Wiesenwachses bleibt das Rindvieh,sowie die Schafe (die seit 1715 durch englische und spanische Widder veredelt sind),Ziegen und Schweine, klein; doch sind die Pferde schnell und dauerhaft. ImNorden ist das Rennthi'er einheimisch. (Vgl. Lappland.) Im Ganzen istSchweden warmer als Norwegen. An den Küsten, vorzüglich am Kattegat, war die