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Schweden und Norwegen, Geschichte
Heringsfischerei vor Kurzem nicht unbedeutend. Außerdem fängt man Robbe»,Delphine u. a. Fische mehr. Wichtig ist der Bergbau. Gold wird wenig gefunden;etwas mehr Silber (das seit 1400 bearbeitete Silbcrbcrgwcrk zu Sala hat in denletzten 300 I. 1,640,000 Mark löthiges Silber gegeben; im I. 1817 2081Mark); vorzüglich Kupfer (dieKupferminen zu Fahlun sBcrgstadt m. 4200 Esgeben jetzt 4 — 6000 Schiffspfund, und alle schwedische Kupfergruben 30,000Ctnr. jährlich), treffliches Eisen (400,000 Schiffspfund gegossenes jährlich, oder 7Achtel aller Bergbauproducte; die ergiebigsten Eisengruben sind die von Danemora inUpland); etwas Blei, Kobalt, Vitriol, Schwefel, Alaun, wenig Salz, Marmor,Porphyr, Granit, Schleif-, Mühl- und Sandsteine, Asbest, Marienglas, Krystalle,Granaten, Schiefer, Talkstein, Kalk u. s. w. Schweden hat viele mineralischeQuellen; Norwegen nur eine. Vgl. Hausmann's „Reise durch Skandinavien ind. 1.1806 fg.", 5. Thl. (Gotting. 1818, mitK.). — Der Schwede und derNormann sind mittelgroß und gedrungen; die reine kalte Luft und die Nothwen-digkeit, der Erde Alles abzutrotzcn, geben Beiden einen Sinn, fest wie das Eisen ih-res Landes; daher ihr Streben nach Unabhängigkeit und ihr Freiheilssinn. Inden Wissenschaften zeigt der Schwede einen festen, eindringenden Geist. Auch dieDichtkunst, selbst die bildende Kunst hat in diesem rauhen Lande einige schone Blü-then getrieben. Die Sprache ist germanischen Ursprungs. Die schwedische unddie norwegische Mundart sind wenig verschieden. Die lappische Sprache ist einefinnische Mundart. — Beide Königreiche, Schweden und Norwegen, hatten1825 nach amtlichen Angaben eine Bevölkerung von 3,819,714 E., also etwa277 auf 1 HW. Doch kommen in Schwedens südl. Prov. an 3000 Menschenauf l mM. Der bevölkertste Theil, die LandhauptmannschastMalmoe, zahlt auf40 lIM. 135,300 Menschen. Schweden allein zahlte !m 1.1829 auf 7936mM. 2,860,000 E. (30,000 mehr als Schweden und Finnland zusammen im1.1786; nach dem Census von 1823 hatte Schweden 2,697,457 E.). Norwe-gen auf 5800 mM. 1,051,000 E. Diese bewohnen in Schweden: 88 Städte,
11 Mktfl. und 65,300 Höfe in Dörfern und einzeln; in Norwegen: 24 Städte,
30 Flecken, 332Kirchspiele und 41,500Höfe. In sämmtlichen Städten zahlt mangegen 330,000 E. Die Hauptst. Stockholm hat 79,500, Gothenburg, die wich-tigste Handelsst. Schwedens, 21,000, Ehristiania, die Hauptst. von Norwegen,19,700, und Bergen, die wichtigste Handelsst. in Norwegen, 20,600 Einw- Nurwenige Städte noch zahlen über 4000; viele haben kaum 300 Einw. Außer Eu-ropa besitzt die Krone Schweden (seit 1784) die Antille St.-Barthclemy, 2^ mM,,mit 8000 Einw. — 4i. Schweden begreift 4 Landschaften: 1) Schwede» ansich mit 5 Provinzen, darunter Upland, Südermannland, Dalarne oder Dalekar-lien — ein armes Bergland, in welchem 40,000 Menschen ohne Unterhalt im I.1819 sich befanden — und7Landeshauptmannschaftcn; 2) Göthaland, der frucht-barste Theil Schwedens, 1900 mM. groß, mit 1,505,000 Einw., enthält 13Landeshauptmannschaften, darunter: Wermeland (148 mM, 147,000 E., vor-züglich reich an Natur- und Kunsterzeugnifsen) mit Karlstadt, Schonen mit denSeestädten Helsingborg am Sunde, dem Überfahrtsorte nach Dänemark, und Pstadt,dem Überfahrtsorte nach Stralsund; 3) Norrland mit 7 Landschaften (Herjeda-len, Jemtland, Westerbvttn u. f w.); 4) Lappland, das schwedische, etwa 16 —1800 mM. groß. Die Zahl aller schwedischen Lappen betrug 1818 nur noch ,3000 Personen, unter'denen 669 Rennthiere besaßen. Dazu kommen noch etwa2000 Colonisten. Mehre dieser Ansiedelungen in Lappland hat Baron Hermelinauf eigne Kosten gegründet. Das Land bringt dem Könige fast gar nichts ein.
13. Norwegen (s. d.). Das südliche begreift die Stifter Ehristiania und Ehri-stiansand, das nördliche die Stifter Bergen, Drontheim und Nordland; zu letztermgehört Finnmarken oder das norwegische Lappland.
Schwedens Urbewohner waren vom finnischen Stamme, Finnen lind Lappen.