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10 (1830) Schw bis Sz
Entstehung
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918
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918 Syrien

Freiheit wurden die Eleutherie» (festliche Spiele und Opfer) eingesetzt. Doch kehrtebald die alte Verfassung, wie sie vor Gelon gewesen war, wieder zurück. Weilsich aber mehre Reiche der Oberherrschaft zu bemächtigen suchten, so ward der Pc-tasismus eingeführt, wodurch Bürger, die sich allzu sehr durch Ansehen und Neich-thum auszcichnetcn, verbannt wurden. Indes ward auch dieses Gesetz wegen derschlimmen Folgen wieder aufgehoben, und Syrakus erhob sich zu neuem Glanze.Nack) mehren Kriegen mit den Leontinern, den Egestern, den Athemcnsern, Spar-tanern und A., ward SprakuS auch von den Carthagern bedroht. Überdies wa-ren innere Unruhen über die Hinrichtung des Hcrmokrates entstanden, und dessenSchwiegersohn Dionysius (s. d.) erschlich sich die Feldherrnstelle, machte sicheinen Anhang, bemächtigte sich der Festung von Syrakus und erklärte sich (406)zum Könige. Sein Sohn, Dionys II., wurde von Timvleon (s. d.) vertrie-ben, und Syrakus erhielt jetzt seine alte Freiheit wieder. Timoleon gab dem«Staate neue Gesetze und setzte eine höchste Magistratsperson unter dem TitelAmphipslos (d. h. Diener oder Priester) des JupiterOlympius ein, welcheWürde erst unter AugustuS aufhvrte. Nun bekriegte er die Carthager auf Sici-lim, schlug l340) den Hamilkar und Hasdruba! gänzlich, und zwang sie zu einen«nachtheiligen Frieden. 20 Jahre nach seinem Tode aber entstanden neue Gährun-gen, und es.erhoben sich abermals Tyrannen, unter denen Agathokles (317 v. Ehr.)sich am meisten auszeichncte. Nach einem langen innerlichen Kriege und vielenverübten Grausamkeiten ward er von Mämon ermordet, der wieder von Jcetasvertrieben ward. In dem neunten Regicrungsjahre des Letztem empörten sich die ^«Syrakuser Thönion und Sosistratus wider ihn und erregten einen Bürgerkrieg.Dessen müde, ergab sich die Stadt dem epirüchen Pyrrhus, dem Schwiegersöhnedes Agathokles, der s. Sohn zum Könige cinsetzte, und nachdem er viele Grau-samkeiten verübt und die Liebe der Syrakuser verscherzt hatte, nach Italien zurück-giug. Hiero l l., welcher jetzt wegen s. vortrefflichen Betragens zum Könige ge-wählt wurde, schloß die goldene Zeit von Syrakus; denn sein Enkel Hieronymus,welcher ihm folgte, ward ein ausschweifender Tyrann, verband sich sehr unpoli- !lisch mit den Carthagern gegen die Römer und kam in einer Verschwörung um. ^Endlich 212 nahm der römische Feldherr Marcellus Syrakus ein, nachdem Ar-chimedes es 3 Jahre lang verkheidigt hatte. Zur Zeit ihrer Blüthe war Syrakusso mächtig, daß Dionys 10,000 M. Reiter, 100,000 M. Fußvolk und 400Kriegsschiffe von den Einkünften des Staates im Solde behalten konnte. Künste ,und Wissenschaften blühten hier. Archimedcs und der Dichter Theokrit warenSyrakuser, und die Römer brachten zahllose Kunstwerke aus Syrakus nach Ita-lien. Das jetzige Siragosa, der Sitz einer Intendantur und eines Erzbi-schofs , hat 4261 H. und 13,800 (vor 2000 Jahren 300,000) E. Die Kathe-drale war ehemals ein Tempel der Minerva. Das sogen. Ohr des Dionys ist eineFelsengrotte in Gestalt eines Ohrs, mit einem starken Echo. In der Nahe derStadt wächst die Papyrusstaude (karoova), aus der man Papier macht. Auchentdeckte man bei Syrakus im Jan. 1827 eine alte, durch Baukunst und Malere!merkwürdige Badestnbe.

Sy rien, ein zum türkischen Reiche gehöriges Land, an der Westseite Asiensam mittelländischen Meere, in der h. Schrift Aram, von den Arabern Al-Schamoder Barrel Eham, von den Türken und Persern Sur und Suristan genannt. Es 'grenzt gegen N. an Kleinasien, gegen O. an den Euphrat und die große Wüste,gegen S. an das peträische Arabien und gegen W. an das mittelländische Meer.

Der Libanon (s- d.), eine zum Taurus gehörige Gebirgßreihe, erstreckt sich vonN- nach S., bis Suez und in Arabien. Es ist ein Kalksteingebirge, welches aus 2gleichlaufenden Kette», dem eigentlichen Libanon gegen W. und dem Antilibanvngegen O, besteht. Der Berg Karmel gehört zu den Vordergen des Libanon.