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Symplegadeir Symptome ^
trage» werden können". Die Symphonie besteht aus mehren Hauptsätzen und un-terscheidet sich auch dadurch von der Ouvertüre, welche meist nur einen Hauptsatzhat. Die Zahl der Sätze in der Symphonie aber ist nicht zu bestimmen. Nur imAllgemeinen kann man annehmcn, daß dieselbe nicht unter 2 sein, und nicht leichtüber 4 oder 5 hinausgeben dürfe, weil ein volles Jnstrumcntalstück, welches fürdie höchsten Effecte der Musik bestimmt ist, durch eine zu lange Dauer ermüdenmuß. Ihre Form scheint die Symphonie in dieser Hinsicht von der ihr in der Aus-bildung vocausgehendcn Sonate empfangen zu haben. Nach der jetzigen Einrich- ^tung besteht die Symphonie gewöhnlich aus einem Allegro, einem Andante oderAdagio, worauf oft, nach altem Herkommen, eine (für den Tanz nicht bestimmte)Menuet (s. d.) oder statt dessen ein Scherzo folgt, und einem Finale, Allegro.Beethoven und andre Neuere haben sich nicht immer an diese Zahl gebunden. Beieinem solchen Umfange und bei den großen Tonmitteln, welche ein ganzes Orchesterdarbielet, ist die Symphonie das größte selbständige Tongemäldc und daher zumAusdrucke des Großen, Erhabenen und Feierlichen vorzüglich geeignet, weßhalbleichtere, melodische Sätze und tanzmäßige Partien, aus welchen sonst die Sym-phonien bestanden, wenn sie nicht in kräftige und erhabene Partien verflochten sind,oder in kunstmäßigem Gegensätze zwischen diesen stehen, die Symphonie kleinlichmachen und zum Zwerg erniedrigen; denn nach den vorhandenen Mitteln schließtman auch auf den größer» oder geringem Zweck. Doch kann dies die Grenzen derSymphonie nur im Allgemeinen bestimmen. Ein glänzender, feuriger und vollerStyl, große breite Themen, kräftige Melodien und Bässe, energische Movula- ttion, die kühnste Verschlingung und Nachahmung der Melodien und Rhythmen,der größte Wechsel und das mannigfaltigste Zusammenwirken der Instrumente,welche bald abwechselnd, bald zusammenlönend, bald herrschend, bald ausfüllendund begleitend die Melodie bilden, sind derSyniphonie (besonders in dem ersten undletzten Satze) vorzugsweise eigen; doch darf auch der langsamere und sanfte Mittel-satz, um zu dem Ganzen zu paffen, nicht unkräftig sein. Symphonien setzen daherdie größte Meisterschaft in der Harmonie, Kenntniß der Instrumente n. s. w. vor-aus. Unter den ältern Symphoniencomponisten waren Benda, Vocherini, Dit-tersdorf, Hofmeister, Pleyl sehr beliebt, deren Werke jetzt zum Thcil vergessensind; die größten neuern Meister sind Haydn, Mozart, Beethoven. Haydn'sSymphonien haben einen idyllischen, fröhlichen, oft humoristischen Charakter,Mozart ist mehr schwungvoll, lyrisch. Bei Beethoven, dem musikalischen Riesen, >tritt der Jnstrumentcnchvr in ein dramatisches Verhältniß, um die Natur undmenschliche Zustande in den mannigfaltigsten Weisen und Charakteren zu schildern.
An Haydn und Mozart schließen sich an die Remberg, Spohr, Eberl, Ries, Ncu-komm, Feska u. s. w. 1'.
Symplegaden, furchtbare, die Ausfahrt verengende Felsen im thrazi-schcnBosporus, welche zusammenzuftoßen drohen, und durch welche Juno dicAr-gonautcn (s. d.) glücklich hindurchführle. Orpheus machte sie durch sein Sai-tcnspiel unbeweglich.
Symptome werden in der Medicin die Erscheinungen der Krankheiten ge-nannt ; sie sind Das, was von den Krankheiten in die Sinne fallt, und woraus aufdas Dasein und die Art der Krankheit geschlossen werden kann. Werden diejenigen ^Symptome, die in irgend einer Krankheit mit einander Vorkommen, sämmtlich zu-sammengefaßt, so erhält man die äußere Seite oder das Bild der Krankheit, daSals ein treuer Abdruck des Innern oder des Wesens derselben angesehen werdenmuß. Sie haben ihren Grund und ihren Sitz in den Functionen, als welche durchdie Krankheit verändert werden, und daher bald zu lebhaft, bald zu schwach, baldauch in der Art verändert von statten gehen. Dadurch werden oft auch die Organeselbst in ihren, Ansehen, ihrer Textur, Structur, Größe u. s. w. verändert. Di?