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10 (1830) Schw bis Sz
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Symphonie

einen Theil ausmacht. Man hat als Verbindungs- und Mittelglieder zwischendem Organe, von dem die Thätigkeit ausgeht, und dem andern, auf welches siesich verbreitet, bald das Nervensystem und die Verbindung der einzelnen Nerven,bald das Gefäßsystem, bald das Zellgewebe, bald die Säfte angesehen; und es istnicht zu laugnen, daß diese, besonders das Nerven-und Gefäßsystem, in manchensymvathischen Erscheinungen als die Verbindungsglieder erscheinen; wenn sie aberdarum als die Ursache der Sympathie überhaupt angesehen werden sollen, so hatdie Erfahrung dagegen Manches einzuwendcn, die da lehrt, daß eine Sympathieauch zwischen solchen Organen statthabe, bei denen man weder eine Nerven- nochGefaßverbindung Nachweisen kann, und wenn man diesen Grund dennoch darinfinden will, daß das Nerven-und Gefäßsystem ein Ganzes bilden, so behauptetman zu viel; denn es wird dann kein Grund beigebracht, warum gerade in diesem,und nicht in irgend einem andern Organe die sympathische Wirkung sich äußere. DieErscheinungen der Sympathie zeigen sich schon im gesunden Zustande nicht selten:ein Organ bildet sich z. B. zu gleicher Zeit mit dem andern aus, die Stimme ver-ändert sich mit cintretender Mannbarkeit, die Leber, die Speicheldrüsen, das Pan-kreas, die Haute des Magens sondern zur Zeit der Verdauung eine größere MengeFlüssigkeit ab; der Reiz des Lichtes auf das Auge erregt Niesen, das Kitzeln Lachenu. a. m. Noch häufiger aber werden sie in Krankheiten beobachtet, und da ist kaumeine einzige namhaft zu machen, in der nicht Manches aus Sympathie zu erklärenwäre. Ferner wurde der Begriff der Sympathie auch auf das Verhältnis; zwischenmehren Individuen übertragen, und erzeigt sich im Psychischen gar bestimmt in derKraft, mit der uns der Anblick mancher Menschen fesselt, in der Macht des Mit-leids und in der unwillkürlichen Nachahmung. Daß sie auch im Physischen statt-habe, und die Einwirkung des einen Individuums auf das andre, wie sie beim thie-rischen Magnetismus statlfindet, hierher zu rechnen und aus der Sympathie zu er-klären sei, ist von Hufeland u. A. als entschieden angenommen. Sonst verstandman unter Sympathie noch allgemein vorzüglich eine dunkle Wechselbeziehung derDinge in der Natur, welche man bei den sogen, sympathetischen Cure» voraus-sehte. S. den vor. Art.

Symphonie sgriech. rruztgoema«, ital. 8intonia, wörtlich Zusammenklang,Harmonie) ist in unserer heutigen Musik ein ausgeführtes Jnstrumentaltonstück,für das Zusammenwirken des ganzen Orchesters berechnet und aus mehren Haupt-sätzen bestehend. Sonst vertrat ihre Stelle die Ouvertüre.Die Schwierigkeit,eine Ouvertüre gut vorzutragen", heißt es in Sulzer'sAllgemeiner Theorie derschönen Künste",und die noch größere Schwierigkeit, eine gute Ouvertüre zumachen, hat zu der leichtern Form der Symphonie, die anfangs aus ein oder eini-gen fugirtcn Stücken, die mit Tanzstücken von verschiedener Art abwechseltcn, be-stand und insgemein Partie genannt wurde, Anlaß gegeben. Die Ouvertüre er-hielt sich zwar noch vor großen Kirchenstücken und Opern, und man bediente sichder Partien bloß in der Kammermusik; allein man wurde der Tanzstücke, die ohneTanz waren, auch bald müde, und ließ cs endlich bei 2 fugicten oder unfugirtenAllegco's, die mit einem langsamern Satze abwechseltcn, bewenden. Diese Gat-tung wurde Symphonie genannt und sowol in der Kammermusik als vor Opernund Kirchenmusiken cingeführt. Die Instrumente, die zur Symphonie gehören,sind Violine, Bratsche und Baßinstrumente; jede Stimme wird stark besetzt.Zum Ausfüllen können noch Hörner, Hobocn und Flöten dazukommen". DieseStelle ist zugleich für die Geschichte der Symphonie merkwürdig; dabei bemerkenwir noch, daß dis Franzosen Symphonie und Ouvertüre häufig verwechseln. Heut-zutage würde es im Grgcnlheil lauten: die Symphonie ist ein vielstimmiges Jn-strumcntalstück, welches von der Ouvertüre immer mehr verdrängt wird. DieSchwierigkeit, eine Symphonie,, das Höchste der Instrumentalmusik, zu liefern,