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Symbolische Bücher
einer Synode zu Konstantinope! gebilligt, mehrmals bestätigt und zum Symbo-lum der griechischen Kirche (s. d.) erhoben ward. Die evangel. Kirchehatte nicht sogleich bei ihrem Entstehen das Bedürfnis besondere neue Bekennt-nißschriften bekanntzumachen, sondern hielt sich fest an die ältesten kath.Symbole,um auch dadurch zu beweisen, daß sie mit der alten, wahrhaft kath. Kirche völligübereinstimme. Sie behielt daher anfangs allein und bis auf die neuesten Zeitendas sogen, apostolische, das nicaisch-konstantinopolitanische und das AthanasischeSymbolum bei, und verwarf nur diejenigen spärern symbolischcnBüchcrderkath.Kirche, die eigenmächtige, in der Schrift selbst nicht begründete, oder doch durch einerichtige Erklärung der Schrift nichtzu erhärtende Erweiterungen und Abänderun-gen jener ältesten aufstellten. Bald aber, als sie sich gcnölhigt sah, von Nomunddem Papste ganz und völlig sich abzusondcrn , alles bloß menschliche Ansehen inGlaubenssachen zu verwerfen und den Grundsatz geltend zu machen, daß dieh. Schrift die höchste und einzige Quelle der christlichen Lehre sei, mußte sie auchihreUnterschcidungslehrcn bestimmter zusammcnfasscn, weniger, um positiv einenGlauben auszusprechen, der durchaus nicht als neu erscheinen sollte und in den al-tern von ihr angenommenen Bekenntnissen schon enthalten war, sondern um dievon ihr als echte Bibellehre ausgestellten Glaubenssätzezu vertheidigen und negativjene Lehren zu bezeichnen, die als bloß römische Kirchenlehrer! von ihr nicht langergebilligt werden konnten. In dieser Absicht verfaßte Mclanchth on das evangel.Bc-kcnntniß, welches in deutscher und lat. Sprache am 25. Juni 1530, Namens derevangel.Fürsten, Theologen undGcmeinden dem Kaiser und versammelten Reichs-tage zu Augsburg übergeben, daher die augsburger Confession genannt und spaterals das erste symbol. Buch der evangel. Kirche angenommen ward. Gegen einevon denKathclischen verfaßte,demKaiscr ebenfalls übergebcneWi'derlegungsschriftdieser Eonfession vcrtheidigte sie Mclanchthon in der berühmten „Apologie", dieebenfalls den symbol. Büchern einverleibt, doch nur als eine nöthige Erklarungs-schrift der Confession selbst, mit dieser als Eins, nicht als ein besonderes Buch ge-zählt worden ist. Gleich nach dem Reichstage, noch 1530, erschien die Confessiongedruckt; in spatem Drucken von 1531—40 hat Mclanchthon Manches geän-dert, und besonders in der'Ausg von 1540 im Artikel vom Abendmahl, um einenFrieden mit den Reformirtcn möglich zu machen, eine bedeutende, von der evangel.Gemeinde aber nie gebilligte Abänderung gemacht, woraufsich der Unterschied dergeänderten und ungcanderten augsburger Confession gründet, welcheletztere, alsdie echte und von Allen gebilligte, allein symbolisches Ansehen in der Kirche hat.Luther verfaßte in deutscher Sprache die sogen, schmalkaldner Artikel ss.S ch mal-kaldischerBund), in denen er zugleich s. eigne, letzte, gleichsam als s. Glau-benstestament (denn erfühlte sich dem Tode nahe) anzusehendc und der ganzenevangel. Gemeinschaft Überzeugung, hinsichtlich aller streitigen wie der unbestrit-tenen Lehren entwickelte. Nachdem er sic im Dcc. 1536 vollendet hatte, übersandteer sie den sachs. Rathen und Theologen zur Prüfung, und im Febr. 1537 wurdensic auf dem Convent der evangel. Fürsten und Theologen zu Schmalkalden einmü-thig angenommen und unterzeichnet. Als Luther die Versammlung wegen seinerKrankheit schon verlassen hatte, ward von Mclanchthon, auf Antrieb und unterMitwirkung von a. Theologen, diesen Artikeln noch ein Anhang, betreffend desPapstes Gewalt, beigefügt. Schon früher halte Luther 2 Schriften bekannt-gemacht, die zunächst nur Lehrbücher der Religion, nach dem dringenden Bedürf-niß der Zeit, sein sollten, bald aber auch zu den symbolischen Büchern der evangel.Kirche gerechnet wurden, in deren Reihe sie, beide als Eins gezählt, den drittenPlatz einnchmen. Es ist der große und der kleine Katechismus Luther's, beide 1529erschienen, in deutscher Sprache, und ein wahres Meisterwerk, wie cs noch war.Die letzten Hauptstücke, von der Beichte und dem Amt der Schlüssel, sind später