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Syllogismus
Sylbe also Ist an dieser Stelle ganz genau bestimmt, nicht, wie man meinte, willkür-lich u. unbestimmt. Hier ist cs nun spaßhaft anzusehcn, wie Recensenten ».Kritikerin so ganz klarem Falle mit der unverzeihlichsten Unkunde selbst derAnfangsgründed. Metrik häufig dergleichen ganz richtige, und dadies überhaupt der Schönheit desVerses angehört, schön gemessene Verse tadeln, ja wol gar verschlimmbessern, ummitLichtcnberg zu reden. Diese reprasentircnde Lange findet freilich nur da statt,wo dcclamator. Antithese und Übergreifen einer Reihe in die andre, also ungleicherSchritt der metrischen und rhythmischen Reihe, obwaltet. Denn in der lyrischenAntithese ruht und hallt sie gleichsam aus. Prosodisch bestimmte Wörter heißenWortfüße, die man wohl von den metrisch bestimmten, die Wortrhythmen genanntwerden, zu unterscheiden hat. Daß übrigens die Prosodie die Sylbcn entweder nachQuantität, oder nach Accent, und wie sie dieselben bestimme, ist hier nicht zu erör-tern. Das Weitere s. unterProsodie und Vers. VV».
Sylla, s. Sulla.
Syllogismus heißt in der Logik jeder mittelbare, aus 2 vorausgeschick-ten Sätzen gegründete Schluß (s. d.). Diese beiden Sätze heißen die Prämissen(praomissaopropositioaos) oder die Materie des Schlusses; dasausihncnherge-leitcte Urtheil wird in Beziehung auf sie dic Conclusion (Schlußsatz) genannt. DieArt und Weise, oder die Regel, wie durch eine richtige Consequenz die Conclusionaus den Prämissen gefolgert wird, heißt die Form des Schlusses. In einem kate-gorischen Vernunftschlusse wird die Wahrheit des Schlußsatzes aus einem drittenBegriffe eingesehen. Dieser dritte Begriff muß ein Merkmal des Subjects sein,das von dem in dem Schlußsätze angegebenen Prädicate des Subjects noch verschie-den ist, und wird der Mittelbegriff (torm!nu8 merlins) genannt, eben weil durch ihndas richtige Vcrhältniß der beiden andern erkannt werden soll, und weil erjedcm vonbeiden verwandter ist, als sie sich selbst. Daher gehören zur Möglichkeit eines kate-gorischen Vernunftschlusses 3 Hauptbegriffe (tormim): 1) das Subject, das miteinem Prädicate zu einem Urtheile verbunden werden soll, oder der Unterbegriff,weil er im Verhältniß zu den übrigen den geringsten Umfang hat (terminus minor);2) das Prädicat, dessen Begriff der Oberbegriff (terminus mszur) genannt wird;und 3) ein Merkmaldes Subjects, dessen BegriffderMittelbegriff (terminusmo-äius) ist. Der Satz, in welchem der Oberbegriff vorkommt, heißt dcrObersatzoderdie Regel (propositio mrssor); der Satz, in welchem der Unterbegriff vorkommt,Untersatz (propusitio minor), und der dritte, in welchem der Untcrbegriff mit demOberbegriff verbunden wird, die Conclusion. Daraus erhellt, daß in einem ordent-lichen Schluffe nicht mehr als 3 Hauptbegriffe (tormini) enthalten sein können,jeder aber 2 Mal in demselben vorkommt. Um die Wahrheit aller kategorischenSchlüsse beurtheilcn zu können, hat man aus der Entstehungsart derselben eine all-gemeine Schlußregcl hcrgcleitet, welche wesentlich also lautet: Zwei Begriffe (ter-minus minor und maznr), die in den Prämissen mit einem dritten (terminus mo-ilius) als ein Prädicat verbunden sind, können und müssen in der Conclusion ebensomit einander verbunden werden, wie sie in den Prämissen verbunden waren. DieseRegel läßt zugleich beurthcilen, ob die Conclusion allgemein, part- ulair, affirmativoder negativ auszud mcken sei, indem man nur untersuchen darf, wie in den Prämis-sen derOber- und Unterbegriffmit dem Mittelbegriff verknüpft waren. Wenn nunin 2 verknüpften Sätzen nicht mehr als 3 Begriffe Vorkommen, weil der Mittel-begriff 2 Mal vorkommt, jeder Satz aber nur 2 Stellen hat, nämlich die vomSubject und die vom Prädicat: so kann der Mittelbegriff auch nur auf vierfacheArt seine Stelle in den Prämissen verändern. Durch diese besondere bestimmteStellung des Mittelbegriffs entstehen ebenso viele besondere syllogistischc Figurenlkormav «MoAistioao), d. i. die bei verschiedener Stellung des Mittclbegriffsmo^liehen Arten des kategorischen Schlusses. Es sei der torm. m-ssor bezeichnet durch