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10 (1830) Schw bis Sz
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Syenit Sylbe

bat, ihm eln Werk zu empfehlen, wodurch er sich für die Ausübung dieser Wissen»schüft bilden könne, S. demselben antwortete:Lesen Sie den Don Quixote;es ist ein sehr gutes Buch, ich lese cs täglich".

Syenit oder Sienit ist eine aus Fcldspath und Hornblende bestehendeFelsart von körniger Textur und von rother und grauer Farbe, welche in Sachsen,Ungarn, an der Bergstraße, in Schottland :c. vorkommt. Aus demselben sindviele Denkmale der alten Zeit gefertigt, und schon die Ägypter benutzten das Ge-stein zu Bildsäulen, Obelisken rc.

Sykophant wurde bei den Athenienscrn Derjenige genannt, welcher ei-nen Andern wegen schlechter Handlungen angab oder verklagte, oder dsise auchnur ausspähte, um sie zu verdrehen und eine Anklage darauf zu gründen. Manleitete den Namen von gewissen Menschen her, welche denjenigen auspaften undsie anklagtcn, die, gegen die athem'ens. Gesetze, Feigen (Syka) aus d>r Stadtführten. In der Folge belegte man jeden falschen Ankläger, Betrüge oder an-dern nichtswürdigcn Menschen, der in gerichtlichen und außergerichtlichen Ge-schäften Andre zu hintcrgehen und ihnen zu schaden suchte, mit diesen, Namen.

Sylbe, Sylbenma ß. Die Sylbe muß einmal nach ihrem prosodi-schen, dann »ach ihrem metrischen Gehalt betrachtet werden; eine Unterscheidung,die bis auf Apel's Wissenschaft!. Metrik nur zu sehr vernachlässigt wurde, und dieMetrik zu recht widersinniger Sylbenstkcherei und Zählerei, den Bers zu einem Ag-gregat von Sylben machte. Der prosodische Gehalt näm lich bestimmt nur die Längeund Kürze der Sylbe im Allgemeinen, außer ihrem Werhältniß zum Rhythmus undMetrum, worin sie sich vovsinden, und dies kann man das allgemeine oder prosaischeSylbenmaß nennen. Wie lang odcrkurz eine Sylbe sei, bestimmt erst das Metrum«der der Takt,und so entsteht das rhythmischeSylbenmaß. Die alten Grammatikerhatten ein sehr geübtes, feines Ohr, und mochten die Verse wol richtiger hören alsmanche neuere, gepriesene Metriker. Wie jedoch überall die Praxis der Theorie vor-ausgeht, so begegnete auch ihnen, daß sie dem Verstände über ihr Hören und Ge-hörtes nicht genau Rechenschaft geben konnten, und ihre Metrik auf berechenbareSylbencombinationen bauten, wodurch sie denn eine mechanische, und zwar alssolche sehr folgerechte, aber unzulängliche und mancher Nothbehelfe bedürftige An-sicht der Verse gewannen, wie dies ihre Brachykaralcktikcr und Hyperkatalckliker,ihre widersinnig gemischten Metra und Mehres dieser Art beurkunden. Wie sichhiervon eine wahrhaft wissenschaftl.Mctrik unterscheide, ist in mehren Artikeln hof-smtlich klar geworden. Hinsichtlich des Sylbenmaßes hat sie außer der zweizeitigenüange, welche bisher alsHeraklessäule galt,aus dcrNatur der Sprache, des Rhyth-mus und Metrums, ja aus unverkennbaren Andeutungen aller Grammatiker, noch,3Langenarten und zweierlei Kürzen nachgcwiesen. (S. Strophe.) Um hicr-«m nur ein Moment hervorzuheben, so bildet die Scklußsylbe einer rhythmischenReihe (s. Rhythmus und Strophe), wenn sie auf eine Versarsis fällt, dieKürze statt der Länge, und wenn sie zugleich Schlußsylbe einer metrischen Reihe ist,die Länge statt der Kürze. Verbindet das Metrum 2 rhythmische Reihen mit ein-«ndcr, oder erzeugt sich eine zweite rhythmische Reihe aus einer ersten, wodurchchichsam das Verhältniß von Arsis zu Thesis unter ihnen eintritt, so muß die,!hesis der erstem gegen die zwcite als Kraft auslreten. Dies geschieht in der Musikdirch ein ckomamlo auf dem schlechten Takttheil, oder auch durch Dissonanz, im8crs durch die statt der metrischen und als solche genau bestimmten Kürze prosa-ische, mithin bloß reprnsentirende Länge. Dies ist der Fall z. V. in Jamben

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Ar - bei - tc muth-voll, Lra-ge flieht Glück-se-lig-keit,

's die mit v bezeichnetcn Noten eben die rcpräscntircnden Langen bedeuten. Die

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