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der. 1808 unternahm S. in Gesellschaft mchrer Gelehrten eine Reise nachDeutschland, von welcher er bei der Rückkehr eine sehr interessante Beschreibunggab (2. Anfl. 1810). 1809 ernannte ihn König Ludwig zum Jnspectoc der Pri-mairschulen, und 1810 ward er auf Vorschlag des Grafen Fontanes Rector derUniversität Groningen. 1814 crthcilte ihm der König Wilhelm die Professurender Philosophie und Naturgeschichte, womit 1816 die Oberaufsicht des von ihmgegründeten öffentl.Naturaliencabinets verbunden wurde. Zu s. Schülern gehörtHeinrich Kuhl von Hanau, der im Aufträge der Regierung einenaturwisscnschaftl.Reise nach den Holland. Colonicn unternommen hat. Von s. Schriften sind zubemerken: „Über die Strafgesetze in den Niederlanden", und „Über die Verdienste,welche die Fürsten aus dem Hause Nassau sich um Holland erwarben'7 Auch gibter seit 1812 Jahrbücher der Universität Gröningen heraus. S. ist Mitglied meh-rer gelehrten Gesellschaften in Holland und Deutschland.
Sybaris, eine in der alten Geschichte berühmte Stadt, lag in Untcritalien,in Lucanien am tarentinischen Meerbusen. Sic soll im I.J. der15. Olymp. (720v. Ehr.) von den Achäern und Trözeniern (gricch. Völkerschaften) gegründet wordensein», in der 50. Olymp am meisten geblüht haben. DieS yb a riten wurden je-doch in einen Krieg mit den Krotoniatcn verwickelt, worin die erster» 300,000, dieletzter» 100,000 M. ins Feld stellten. Die Einw. von Sybaris waren aber durchÜppigkeit undWohlleben,welche bei ihnen durch die außerordentl.Fruchtbarkeit undMilde ihres Bodens und Himmelsstrichs und durch ihre unglaublichen Schatze be-günstigt wurden, aufs äußerste verweichlicht undentnervt; sic verloren daher (510v Ehr.) die Schlacht, welcheamFlusseTrais(jctztTriunti) vorfiel. DieKrotouia-ten machten von ihrem Siege einen grausamen Gebrauch. Nicht einmal die Gefan-genen wurden verschont, die Stadt Sybaris wurde dem Boden gleich gemacht. Dieentflohenen Sybariten bauten sich (58 I. später) zwar an dem Flusse Laus wiederan, und das neue Sybaris schien sehr blühend zu werden, allein die eifersüchtigenKrotoniatcn vertrieben nach 6 Jahren die Einw. wieder, welche jetzt eine Stad! u.d. N. Thurii anlegten. Allein in einem inner« Aufruhr kamen die altern Sybaritenfastsammtlichum. Die wenigen, welche entkamen, bauten sich am Fluß Trais an,wurden aber bald nachher von den Brutticrn gänzlich vertilgt. — Noch jetzt be-zeichnet man mit der Benennung Syb arit einen Weichling und Schwelger.
Sydcnham (Thomas), einer der berühmtesten Ärzte Englands, geb.1624 zu Windford-Eaglc in Dorsetshire, war der Sohn eines Edelmanns diesi rLandschaft. 1642 besuchte erdieünivcrsitätOrfocd; allein der bürgerliche Kriegzwischen Karl 1. und dem Parlamente brach noch in eben diesem Jahre aus, undS., welcher der republikan. Partei ergeben war, wollte nicht, sowie seine Mit-studenten, für Karl l. fechten; deshalb verließ er Oxford, wo der König eineBesatzung hatte, und ging nach London. Hier machte ec die Bekanntschaft desDoctors Th. Coxe, eines berühmten Arztes, nach dessen Rath und Leitung er sichder Arzneiwiffenschast widmete. Als die Garnison zu Oxford sich dem Parlamentergeben hatte, kehrte S. dahin zurück, wurde 1648 Baccalaureus und darauf zuCambridge Doctor. Er übte seine Kunst zu London mit dem glänzendsten Erfolge(von 1651 bis zu s. Tode, den 29. Dec. 1689) aus. Er war der wißbegierigste undsorgfältigste Beobachter der Natur; er begnügte sich, sie zu beobachten, ohne sienach systemat.Regcln erforschen;» wollen, und wenn die Krankheit keine schleunigeHülfe heischte, so wartete er damit. Schnell gelangte er durch seine Methode zudem Rufe des erfahrensten und geschicktesten Arztes, der bis dahin gewesen war.;Mehre Schriften von ihm sind noch jetzt sehr geschätzt, vorzüglich s. 'Abhandlungüber das Podagra, und Niemand hatte mehr Beruf, über diese Krankheit zu schrei-ben, als er, da sie die Pein seines Alters war. Er hatte übrigens für die meisten me-dicinischcn Schriften s. Zeit so wenig 'Achtung, daß, als ihn einmal ein andrer Arzt