Swi'ndm
Swindcu'n
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herausgegeben. Letzterer ist mehr Lobredner als Biograph. Deutsch sind seineSchriften zum größten Thcil (Hamb. 1756 in 8 Bdn.) erschienen.
Swinden (Jan Hendrik van), ausgezeichnet durch umfassende Kennt-nisse und tiefen Forschungsgeist, ward geb. im Haag d. 8. Juni 1746. In frühe-ster Jugend zeigte er entschiedene Neigung zum Studium der Mathematik und Na-turwissenschaft. Nach vollendeten Studien (zu Leyden) erhielt er 1766 den Doktor-grad der Philosophie, und schon im folg. I. ward ihm an der Universität Franekerdie Professur der Naturkunde, Logik und Metaphysik erthcilt. Hier stellte er 13Jahre lang zu jeder Tagesstunde über die Abweichung der Magnetnadel sorgfältigeBeobachtungen an, deren Ergebniß er in den „Uvelierclics «„r los aizuilles ai-mrmtöes et loiir» Variation»" niederlegte. Diese Schrift, ein Denkmal seltenenFleißes, voll neuer und scharfsinniger Bemerkungen, erhielt von der pariser Akad.der Wissensch. den Preis. Ein Jahr später krönte die Münchner Akademie s. Ab-handlung : ,,t1naIoFio dc I'cleotricitc et «tu niaFnötisnie". 1785 ward S. alsPros, der Philosophie, Naturkunde, Mathematik ».Astronomie an das AthenäumzuAmsterdam berufen. Zum Mitglieds einer Eommission ernannt, die sich mit derVerbesserung des Seewesens beschäftigen sollte, schrieb S. einen Schiffsalmanach,eine Abhandlung über den Gebrauch der Oktanten und Sextanten, und über dieBestimmung der Meereslänge. 1797 ward er Präsident des SanitätscollegiumSund verfaßte mehre trcffl. Schriften über öffentl. Gesundheitspflege. Als 1798das franz. Institut eine Bersamml. auswärt. Gelehrten berief, um mit ihnen ein^ allgcm. System der Maße und Gewichte zu berathen, ging S. als Abgeordneterder batav. Republik nach Paris. Hier ward ihm der ehrenvolle Auftrag, dem In-stitut über die Grundlagen des neuen Systems Bericht zu erstatten; auf Befehldes korps leFislstik erschien dieser Bericht im Druck. Bei der Rückkehr nach Hol-land schrieb er die „Vorliandclin-y o ver volniaaikte Platon en KcrviAten" (2Bde.,1802), ein klassisches Werk. Später wirkte er zur Einführung des gegenwärtig indenNiederlanden geltenden Systems der Maße, Gewichte und Münzen sehr thätigmit. 1798 ward S. Mitglied des Vollziehungsdircctoriums der batav. Republik;1817 ernannte ihn der König zum Staatsrath im außerordentl. Dienst. Als Mit-glied des Oomite central VAN dvn>Vater»taat leistete ec große Dienste, und seinemthätigen Eifer verdanken die Navigationsschule und das Blindeninstitut zu Am-sterdam ihre zweckmäßige Einrichtung. Nachdem er 53 Jahre den Lehrstuhl ein-genommen, vielseitig gewirkt, und stets nach Vollendung und Einheit des Wissensgestrebt, starb S. am 9. März 1823. — Er war ein sehr reicher Geist und vor-trefflicher Mensch. Unter den vielen Schülern, die er gebildet, befand sich auch derberühmte Peter Nicuwland. Uber Mathematik und Naturwissenschaften hat S.zahlreiche Werke in holländ., franz. und latein. Sprache hinterlassen; die interes-santen Denkschriften, welche er verschiedenen fremden Akademien zusendete, sind! »nzahlig. Wir zeichnen unter seinen Werken noch aus: ,,3'cntamcn tlroorisc! »mtimdae pIiaenonieniamaAnctici"; „Ilecueil de dilierena memoire» »urUelee-> vielte et le ma^netisme"; „OaAitationes de varii» pliilosopliiso vapitibu»";I „liellexivn» nur le mar-neti»me animal".
Swlndercn (Theodor van), Prof, der Philosophie und der Naturgesch.m der Universität Groningen, ist ged. zu Groningen am 14. Sept. 1784. 1806Mach ihm seine auch ins Deutsche übersetzte „I)i8»ertatio elnmieo-pli^'sioa de»tmoeyliacra, ejasgne in colore» actione" den Doktorgrad der Philosophie,^in Jahr später bewies s. Dissertation „Ile IvFibus", daß er in dem Studium der!Rechtswissenschaft nicht geringere Fortschritte als in Philosophie und Naturge-schichte gemacht hatte; er ward hierauf I). der Rechte. Bald nachher zeigte einedritteAbhandlung, daß er umfassende Kenntnisse auch in veralten Literatur besaß,lvcitdem legte er die Frucht unermüdcter Forschungen in zahlreichen Schriften nie-Eenv.-Lcx. Siebente Aufl. Bd. X. st 50