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10 (1830) Schw bis Sz
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Swammcrdam

Das große Collegium zu Bukarescht verdankte ihm s. neue Einrichtung und die da-mit verbundene Schule des wechselseitigen Unterrichts. Auch hatte er die Absicht :de» Wallachen ein Gesetzbuch zu geben. In der Ausführung s. Plane stand ihn!Spiridion Valetas (aus einer angesehenen Familie auf der Insel Jos, einer derCykladcn) zur Seite, ein Mann voll Kenntnisse und Verdienste, dessen u. d. N.Aristomenes herausgeg. Übers, von Nousseau's „Abhandl. über die Verschiedenheitder Stande" in Griechenland für ein Muster desgricch. Stylsgilt. Spater warman mit S.'s Verwaltung sehr unzufrieden, weil er sich Bedrückungen und Geld-erpressungen erlaubte. Im Sept. 1820 erschienen in Bukarescht geheime Unter- ",Händler der gricch. Hetairie in Rußland, um im Namen Alex. Ppsilantis's die Ge- jsinnungen der Hauptleute der Arnauten (oder Schypetars) in der Walachei zu er- !forschen. Diese wurden fammtlich, bis aufdcn Epiroten Sava, für die griech. Sachegewonnen. Der Hospodar wußte darum, allein er schwieg. Seine'Absicht war,sich mit s. Schätzen, wie s. Vorgänger in der Regierung, Karadja, in das Auslandzu flüchten. Allein er starb d. 1. Febr. 182 l. Sein ältester Sohn, Nicolaus, ist 'ausgewandert. Schon hatte die Pforte Konstantin (oder Karl) Kallimachi, de»Bruder des ObcrdragomanS der Pforte, Joh. Kallimachi, zu S.'s Nachfolger bc- 'stimmt, als der Aufstand des Theod. Wladimiresko ausbrach. Dadurch ward die iWalachei (s.d.) der Schauplatz des innern Kriegs und türkischer Plünderung. -In der Moldau regierte damals Michael S., Schwiegersohn des nach PUa ge-flüchteten Fürsten Karadja. Dieser Hospodar nahm an dem zu gleicher Zeit in derMoldau durch 'Alex. Vpsilantis und dessen Hetairistcnschar erregten 'Aufstand in ,

Jassy thatigen Aniheil; allein nach Ppsilantis's Niederlage flüchtete ec sich auf !

das russ. Gebiet und hielt sich zu Kischeneff in Bessarabien auf, um Familienange- s

legenbeiteu in Ordnung zu bringen. Es ward ihm jedoch gleich anfangs von der !

russ. Regierung kein bleibender Aufenthalt gestattet. Als nun die Pforte s. Auslie- j

ferung verlangte, so erhielt er Befehl, das russ. Reich unverzüglich zu verlassen. j

Er reiste daher im Jan. 1822 ab, uni sich mit russ. Pässen, die auf Pisa gerichtetwaren, durch die östr. Staaten nach Livorno zu begeben, wurde aber in Brünn ar-gehalten, und die östr. Regierung erthciltc ihm den Befehl, s. Aufenthalt in Görzzu nehmen. Vgl. des griech. in Marseille lebenden Arztes Markos Zallony«uv los l'unariotoi" (Marseille 1824). 20.

Swammerdam (Johann), ein berühmter Anatom und Naturforscher,geb. zu Amsterdam 1637, zeigte früh Neigung zur Naturkunde, welcher end-lich sein Vater, der ihn zum Theologen bestimmt hatte, nachgab. Zu Leyden sm-dirte er Arzneikunde und zeichnete sich durch seinen Fleiß und seine Geschicklichkeitin anatomischen Versuchen und Präparaten ungemein aus. Einer seiner Freunde iwar der berühmte Anatom Nie. Stenonius, bei dem er zu Paris, welches er k664zur Erweiterung seiner Kenntnisse besuchte, lebte. 1667 erhielt er zu Leyden die !

Doktorwürde. Zu dieser Zeit machte er die für die Anatomie wichtige Ersindime, ^

die Gefäße mit einer harzigen, durch die Hitze flüssig gemachten Materie auszufül- !

len, welche, wenn sic kalt wird, jene Gefäße ausgedehnt erhalt. Außerdem verdankt ^

man ihm die Erfindung eines Thermometers zur Erforschung des Grades der :

Wärme in den Thieren. 1669 gab er eine „Allgemeine Geschichte der Insekten" i

(Utrecht, 4.) heraus, viele wichtige Bemerkungen über die Veränderungen enthal-tend, welchen diese Classe von Thieren unterworfen ist. 1672 erschien sein berühm-tes anatomisch-medicinisches Werk: sEii'-iculuin iiatur.ao uou utori »niliebri« kr-drica notis in 1. v. Ilorne I'roilionmni illustr-atuin", welches baufig wieder auf-gelegt worden ist. Durch s. anhaltendes Studium und mancherlei Widerwärtigkei-ten war er hypochondrisch geworden, und in diesem Zustande machten die Schwär-mereien der Antoinette Bourignon so tiefen Eindruck auf sein Gemüth, daß er alle ,seine bisherigen 'Arbeiten, als unwürdig den mcn''chlichen Geist zu beschäftigen, aus-