Swanlewit Swedenborg 873
qäb und derselben nach Holstein folgte. Bon Kummer und Noch entkräftet, kehrtc-cr indcß nach Amsterdam zurück und starb 2680. Einen große» Tbeil seiner Hand-schriften hatte er aus Armuch an Thevmot für eine unbedeutende Summe verkauft.Einige Zeit vor seinem Tode vernichtete er st noch übrigen Papiers. Jene Schriften:kamen ein halbes Jahrh. nachher in Boerhaave's Hände, der sie ,'n Holland, undlatem. Sprache u. d. T.: „Hidlia natrir-ro. sivo llistori» inseotornm in oert.ariclasse» reckucta, nov no» oxomplis er nnntoiiiico vnrioruiu sniinnlouloi »n,exonrino ill»8tri»t-l, insertm numoroaiü rarioiilurs naturse observatioiribus"( (1737, 2 Bde., Fol., m. Kpfrn.) herauSgab. Dieses ins Deutsche, Engl, und
Franz, übersetzte Werk ist ein bewundernswürdiges Denkmal der angestrengtestenund genauesten Beobachtung, in welcher Eigenschaft Sw. vielleicht nie von einem-andern Naturforscher wird übertroffen werden. Es ist in 4 Theile nach Maßgabeder 4 Arten von Veränderungen ge'.heilt, welche der Vers, bei den Insekten bemerkthat, und enthalt einen Schatz der wichtigsten Entdeckungen. Die Geschichte d:rBienen ist besonders vortrefflich und wird als das Meisterstück dieses Schriftstellersbetrachtet. Auch die Kupfer sind ausnehmend schon. S/s Leben ist, von Boer--haave beschrieben, dem Werke vorgedruckt. Außerdem hat man noch von ihm:„Iraet. pliz-nico-meck. <le > «»Pirat, et usu pulmonum" (3. Aust., Leyden 1738).
Swantewit oder Swantcwiz, eine der vorzüglichsten guten Gott-heiten der slawischen Volker. Der Name soll so viel a!6 heiliges Licht bedeuten;er wurde überall in Deutschland, wo Slawen wohnten, verehrt. Man opferle-/ ihm einen Honigkuchen, der so groß war, daß man das Bild des Gottes davorl kaum sehen konnte. Zu Arkona, auf der Halbinsel Wilto bei Rügen, war einberühmter Tempel des Swantewit, wo ein ihm geweihtes, weißes Pferd unterhal-ten wurde, dessen man sich bei wichtigen Unternehmungen als eines Orakels be-diente. Wenn das heilige Pferd ein bestimmtes Ziel mit dem rechten Fuße zuersterreichte, so war es ein gutes Zeichen, schritt es aber mit dem linken zuerst vorbei,so bedeutete cs Unglück. Der König von Dänemark, Waldemar 1., der Rügeneroberte, ließ auch 1168 den Tempel zu Arkona zerstören.
Swcaborg, das nördliche Gibraltar, Festung, Hauptwaffenplatz, Sta-lion der Scheerenflotte des russischen Finnlands, mit 2 vortrefflichen Hafen, im^ Gouvernement Finnland, Krins Helsingfors, liegt in der Nahe von Helsingforsi und deckt den Hafen dieser Hauptstadt Finnlands. — Als nach dem Frieden zu
> Abo 1743, durch den Verlust der schwedisch - sinnländiscken Festungen die Grenzenach Rußland zu offen und unvertheidigt war, trug der König Adolf Friedrich 1740dem Frldmarschall Grafen Ehrenswärd auf, diesen durch die Natur unüberwind-lich sich darstellenden Punkt zur Vrrtheidigung einzurichten So entstand ans den7 Eilanden, den nyländischcn Skären, eine vortreffliche Festung, deren Kern ansWarqöe, wo ein Schloß und vor demselben Ehrcnswärd's schönes steinernes Denk-
^ mal sich befindet. Auf den übrigen Eilanden, die zu dem Befestigungsspstem ge-: kören und zum Theil durch Brücken mit Wacgöe in Verbindung stehen, sind die! Magazine, Werste, Docken und alle zum Seewesen gehörige Einrichtungen, einel Kirche und Garnisonschule. Bon den 3400 Einwohnern sind die meisten Hand-
> Werker und Kaufleute, welche sich zu den Gilden von Helsingfors halten.
, Swedenborg (Emanuel v.), der merkwürdigste unter den Theosophen, des 18. Jahrh., war i.689 zu Stockholm geb. Von seinem Vater, dem Bischof^ von Wcstgothland, Jasper Swedberg, in der den Schweden eignen strenglutheri-schen Orthodoxie und Frömmigkeit erzogen, nahm sein im Glauben und Liebens gleich starkes, Phantasiereiches Gemüth bald die Richtung zur Religiosität. Seinei Studien umfaßten Theologie, Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften,i Seine ersten poetischen Versucke erschienen u. d. T.: „O.-irmiir» misvollane-r"1710 zu Skara. 1710—14 brachte er aus wissenschaftlichen Reisen in England,