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10 (1830) Schw bis Sz
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870
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870 Sliworoff-RyNniksky

fochten. Auch von dem deutschen Kaiser ward er zum Gencralfeldmarschallundzum Oberbefehlshaber der östr. Truppen ernannt. Ec gewann mehre glänzende iSiege, bei Piacenza, bei Novi rc.,. nahm den Franzosen alle Städte und Festun- igen Oberitaliens und erhielt den Titel eines Fürsten Jtalinski. In Folge des ^abgeändertcn Opcrationsplanes zog ec über die Alpen und den St.-Gotthardsbergnach der Schweiz; allein er kam zu spat, weil die Ostrcicher die Maulthicrc für i

sein Gepäck nicht zur rechten Zeit schickten. Unterdessen hatte Mafföna eine Di- H

Vision Russen unter dem Fürsten Korsakoff bei Zürich geschlagen und zum Rückzüge 'über den Rhein genothigt. Dieser Unfall und das Ausbleiben der von Ostreich cr- (warteten Hülfe nöthigten S., sich unter beständigen Gefechten mit Lecourbe, Me- !litor und Gudin bis an den Konstanzersee zurückzusiehe». In dem Neußthale ei„-geschlossen, warf cr sich in das Schackenthal und führte seine Truppen, Mann für !Mann, auf einem Fußsteige, den nur die Gemscnjäger kannten, über steile Felsen -nach dem Dorfe Mutten (28. Sept.) und vereinigte sich mit dem Korsakoff'schenHeere. Hierauf beschloß Paul, aus Unzufriedenheit mit dem wiener Hofe, die Rück-kehr s. Armee. Vergebens stellte S., der in Böhmen die Winterquartiere bezogen '

hatte, die Nothwcndigkeit der Fortsetzung des Krieges vor. Der Kaiser befahl, derGeneralissimus sollte einen triumphirendcn Einzug in Petersburg halten und i» .

kein kaiserl. Palaste Zimmer, die für ihn eingerichtet wurden, bewohnen. Au l, :

sollte ihn, in Petersburg ein Denkmal errichtet werden. Kaum war aber S. inRußland angekommen, als eine Krankheit ihn uöthigte, auf s. Gütern in Lühanenzu verweilen. Der Kaiser sandte eiligst s. Leibarzt ab und empfahl ihm, Alles an-zuwcnden, um ein so kostbares Leben zu erhalten. Jedoch mitten unter den Vorbe-reitungen mS.'s Triumphzuge fand man Gelegenheit, -hm die Gnade des Kaiserszu entziehen. Paul hatte nämlich vor längerer Zeit befohlen, der Generalissimus s

solle der Reihe nach einen der Generale der Armee zum General du Jour ernennen, s

der von dem Generalissimus die Befehle empfinge und zur Ausführung brächte, l

Allein S. achtete nicht darauf, und Fürst Vagration, der einzige General, de» cr j

s. Vertrauens würdig erachtete, war beständig General du Jour. Darüber Nagle» !

jetzt die mit S. unzufriedenen Generale, der Generalissimus habe ihnen die Gele- !

genheit benommen, sich auszuzeichnen. Als Paul sich von der Wahrheit dieser Ve- ?

schwerde überzeugt hatte, erklärte er zornig, daß die Verachtung seines Befehls eine '

exemplarische Strafe fodere, und ließ vor der Fronte aller Regimenter bekannt»»!- s

chen, daß der Generalissimus, Fürst Suworoff, wegen Hintansetzung eines kaiserl. iMilitairgesetzes Tadel verdient habe. Nun wurden alle Vorbereitungen zu demTriumphzuge eingestellt, und die für S. im Palaste eingerichteten Zimmer dem 'Prinzen von Mecklenburg gegeben. S. erfuhr in Riga s. Ungnade, die ihn sehr i

beugte. Da ihm nicht verboten war, in Petersburg zu erscheinen, so setzte er ,

s. Reise dahin fort und begab sich ohne Aufsehen zu seiner Nichte, die in einem von !

dem Palaste entfernten Stadtviertel wohnte. Niemand wagte es, ihm Achtung ^

zu beweisen. Der Kummer verschlimmerte s. Krankheit, und er ließ sich vom Geis:- i

lichen zum Tode vorbereitcn. Jetzt ließ sich der Kaiser durch einen Kammcrherrn !

nach s. Befinden erkundigen; seine Freunde erhielten Erlaubnis!, ihn zu besuche». ?

Er selbst ließ weder Klagen noch Murren hören. Mit Ruhe erwartete der 70jah- I

rige Held den Tod, welcher 16 Tage nach s. Ankunft in Petersburg den 18. Mai ^

1800 erfolgte. Als der Kaiser ihn erfuhr, sagte cr: „Der Held hat den Tribut ,

der Natur bezahlt; sein Ungehorsam hat mich geschmerzt, weil er seine Lorbern be- !

fleckte". S.'s Begräbniß wurde sehr feierlich, unter Begleitung von 15,000 M. t

Truppen, begangen, und Kaiser Alexander ließ 1801 in dem kaiserl. Garten zu Pc- s

tersburg eine kolossale Statue von S. anfstellen. S. war ein außerordentlicher ,

Mensch. Schmächtig und mager von Gestalt, von Jugend auf kränklich, halte ;

er dennoch durch Abhärtung, besonders durch kal.es Baden, eine feste Gesundheit ^