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10 (1830) Schw bis Sz
Entstehung
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869
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Suwoioff-Rymniksky

Rußland und der barer Conföderalion in Pole» wegen der Dissidenten ansgcoro-chenen Kriege eine» Theil der russ. Truppen, zerstreute die Heere der beiden Pu-l.m'Ski, nahm Krakau mit Sturm ein und erfocht noch mehre Vortheile, wofür er,vo» der Kaiserin zum Generalmajor ernannt, mit dem Alexander-Newskyorden be-lehnt und zu Petersburg mit großer Auszeichnung empfangen wurde. 1773 dienteer gegen die Türken unter dem Marschall Ruwjanzvff, wo er in 3 verschiedenenTreffen die ihm gegenüberstehcnden Türken schlug und, nachdem er sich mit demGeneral Kamenskoi vereinigt hatte, einen vierten entscheidenden Sieg über dent Reis Effendi bei Kasladgi erfocht. Nach dem Frieden mit der Pforte stillle er imi Innern Rußlands die Unruhen, welche Pugatscheff's Empörung veranlaßt hatte,unterwarf 1783 die Tataren von Kuban und Budziac der russ. Krone, und nöthig-te sie, der Kaiserin zu huldigen, welche ibm dafür den Wladimirordcn schenkte undihn zum General en Chef ernannte. Im Treffen bei Kinburn 1787 ließ er alsOberbefehlshaber die Infanterie ihre Patrontaschen ablegen und mit gefälltem Va-jonnct auf die verschanzten Feinde losgehen; die Angriffe wurden zurückgcschlagen,S. selbst ward in den Leib geschossen, und dennoch setzte er sich zu Pferde, sprengteseinen fliehenden Kosacken nach, stürzte sich mitten unter sic vom Pferde herab und. rief: „Lauft nur, lauft, und gebt euern General den Türken preis!" Bei derBelagerung von Oczakow, zu welcher ihn der Fürst Potemkin commandn'te, ließ ersich siinen Muth zu weit verleiten, und würde mit 660 Mann, die ihm folgten,

- verloren gegangen sein, hatte nicht der Fürst Rcpnin ihn gerettet. Nachher cr'ocht, ec in Verbindung mit dem Prinzen von Sachsen-Koburg bei Fokzam! sl. Aug.

! 1789) einen Sieg über den Seraskier Mehmed Pascha. Noch höher stieg seinRuhm, als er auf die Nachricht, daß der Prinz von Koburg von den Türken um-ringt sei, ihm zu Hülfe eilte und mit ihm zugleich im Sept. 1789 an dem FlusseRprrmik das große türkische Heer aufs Haupt schlug. Kaiser Joseph erhob ihn da-i für in den deutschen Reichs- und die Kaiserin Katharina in den russ. Grafenstand.

Beide Monarchen machten ihm große Geschenke, und Katharina erkheilte ihm den! Namen: Rymniksky. Die starke Festung Ismail hatte lange den russ. Waffen^ widerstanden, und der Oberfcldherr, Fürst Potemkin, befahl dem Grafen S., sie! sofort zu nehmen. Da der Commandant von keiner Eapitulation hören wollte, ioj ließ S. stürmen, versprach den Siegern die Plünderung der Stadt und erlhcilte! zugleich den Befehl, keinen Pardon zu geben. Die Russen wurden 2 Mal mit gro-> ßcm Verluste zurückgcschlagen; doch endlich erstiegen sic die Wälle und brachen in^ die Festung ein. 33,000 Türken wurden getödtct ober schwer verwundet undl 10,600 nach dem Gemetzel zu Gefangenen gemacht. 8 Tage Zeit waren nöthig,um die Gefallenen zu begraben. Von der ganzen Beute nahm S. nichts als eineinziges Pferd für sich. *) Stach dem Frieden von 1791 ernannte Katharina dent General S. zum Chef des Gouvernements von Katharinoslaw , der Krim und! der eroberten Provinzen am Ausflusse des Dnicster. S. wählte Cherson zu se!-l nem Wohnsitze, wo er 2 Jahre lang blieb. Als 1794 die Polen zu den Waffeni griffen, erhielt er Befehl, dem Ausstande Einhalt zu thun. Cr gewann wehre Sie-i ge über die Patrioten und nahm das befestigte Praga <s. d.) nach einem 4stündi-i gen Kampfe mit Sturm. Hierauf zog er am 9. Nov. i» Warschau ein; seine^ Kaiserin ernannte ihn zum Generalftldmarschall und schenkte ihm einen goldenenj Commandostab, nebst einem Eicbenkranzc, woran bloß die Diamanten auf 60,000Rubel geschaht wurden. 1799 übertrug ihm der Kaiser Paul den Oberbefehl über' die Truppen, welche mit den Östreichern vereint in Italien gegen die Franzosen

: H Den Abend vor dem Sturme von Ismail sagte S. zu s. Soldaten: „Morgen

, früh, eine Stunde vor Lage, werde ich aufstchen, werde beten, mich waschen, mich! anzichcn, werde dann krähen wie ein Hahn, und man stürmt nach mrincr Disposition".

: Erlhat dies wirklich. —krähte wie ein Halm, und man stürmte. Sein Rapport von JsmaisIpso „Ehre Gott und Ehre Euch; die Festung ist genommen, und ich bin darin",