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10 (1830) Schw bis Sz
Entstehung
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868
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866 Süßmeycr Suworoff-Nymniksky

dieser Reihe wieder entlassen und nach überstandener Prüfung in das höhere Sr- > ?minar oder in das rheol. Stift zu Tübingen befördert werden sollen. Auch in den !Innern Einrichtungen dieser Bildungsanstalten erblickt man S.'s zweckmäßige und ! ^folgerechte Sorgfalt. Die Seminaristen werden zu gründlichen Exegeten vordere!- 'tet, an einen geordneten Fleiß und an eine zurückgezogene Lebensart gewöhnt. Ua>den hebr., griech. und lat. Sprachunterricht in den nieder» Schulen zu befördern,ist > idie Zahl der Visitatoren oder Padagogarchen verdoppelt und denselben die strengste !Aussicht bei den Prüfungen zur Pflicht gemacht worden. Das jährliche Land- Iepanien zu Stuttgart, bei welchem alle der Theologie sich widmende Jünglinge »ein ^ i12.—14. Jahre 3 Jahre nach einander als latentes, l'.xspeetanteo prima viceund als dixspcctaiiten aeeunila viee erscheinen müssen, hat ebenfalls eine verbes-serte Einrichtung erhalten, wodurch die Fodcrung bis auf den bestimmtesten Gradgesteigert und die möglichste Unparteilichkeit der Examinatoren und Ernscren ge-sichert worden ist. So gewann die Leitung deS gestammten Unterrichtswesens w,-sentlich an Einheit, festem Zusammenhang und sichern, Überblick. — Über die Ver-änderungen in der Einrichtung der evangcl. theolog. Seminare durch die k. Verord-nung v. 15. Noo. .1.829 s. Paulus's „Sophronizon" (Hdlb. 1830,12. B. 3.H s

Süß meyer (Franz Taver), ein zu s. Zeit beliebter Componist in Wien,Schüler Salieri's, seit 1795 beim k. k. Operntheatec in Wien als Eomponist,»:-gcstcllt. Unter s. Opern haben den meisten Beifall gehabt „Moses", „Der Spiegelvon Arkadien" (1794), „Soliman II oder die beiden Sultaninnen" (1800) und„II 'larca in Kapoli". Am berühmtesten ist er geworden durch die Ausführmig (derjenigen Theile des Mozart'schen Reguiems, welche der große Meister unvollendethinterl-eß. Hierauf bezieht sich der von Gfc. Weber erregte Streit über die Echtheitdieses Werks. S. starb als Hofthcater-Eapellineistec 1803 schon im 37. I. chhatte ein sehr gefälliges Talent, was ihm auch Mozart's Freundschaft verschaffleiaber er wendete es selten <u ernstem Zwecke an.

S ü ßmil ch (Johann Peter), ein verdienter Gelehrter und Schriftsteller inBerlin, geb. daselbst 1707, studicke zu Halle und Jena anfangs die Rechte nachdem Willen seines Vaters, dann die Medici» aus Neigung, endlich Theologie,war einige Zeit Feld-, darauf Landprediger und seit 1742 Propst und Obcreonsiste-rialrath in Berlin, wo er 1767 starb. Er besaß eine scharfe Beurtheilungskraft,ward Mitglied der Akademie, und stiftete sich in der gelehrten Welt ein bleibendesAndenken durch das mit Philosoph. Scharfsinne geschriebene Werk: „Die göttlicheOrdnung in der Veränderung des menschl. Geschlechts, aus der Geburt, dem Todeund der Fortpflanzung erwiesen" (Bcrl. 1740; 4. Ausg., von E. I. Baumami,

3 Thle., 1775). Auch bat sich S. als Schriftsteller um die Geschichte und Ver-gleichung de: Sprachen sehr verdient gemacht.

Suw oroff-Rymniksky (Peter Alexei Wasiliowitsch, Grafv.), Fl'ustJtalinski, Feldmacschal! und Generalissimus der russ. Heere, einer der berühmtestenFeldherren des 18. Jahrh., war d. 13. Nov. a. St. 1729 zu Suskoi, einem Dorfein der Ukraine, geb. Sein Vater war Ofsicicr und brachte ihn auf die Crdctten-schule in Petersburg. Von s. 1.7.1. an diente S. als gemeiner Gardist und bewiesin dem Kriege mit Schweden in Finnland vielen persönlichen Mulh. Seit 1751Lieutenant, zeichnete er sich noch mehr aus in der Schlacht von Zorndorf, wo er ,trotz s. Wunden auf den, Schlachtfelde blieb und seine sehr zusammengcschmclzeneMannschaft aus dem Treffen führte. Ebenso muthvollen Antheil nahm er an derSchlacht von Kunersdorf und an dem Sturme von Schweidnitz. Nach der Ein-nahme von Kolberg ward er zum Platzmajor von Königsberg mit dem Range eineSObristlieutenants ernannt, und 1763 sandte ihn der Graf Panin mit einem Em-pfehlungsschreiben a» die Kaiserin Katharina II., welche ihm ein von ihr eigen-händig geschriebenes Oberstenpaleut schenkte. 1768 befehligte S. i» dem zwischen