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10 (1830) Schw bis Sz
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Süß Süßkind

Herzog«. S. Hot nie bei dem Parlamente angehallen, ihm aus s. Geldbedrangnifferrz„ helfe», mich hat er me mit seinen Cceditorcn accordirt, sondern er zahlt ohneden mindeste» Abzug. Dazu kommt noch, daß er bedeutende Summen an mildeAnstalten gibt und nicht wenig auf seine köstliche Bibliothek verwendet. SeineSammlung von Bibeln ist berühmt. Er liest die heil. Schrift in den Ursprachen.Eine so zahlreiche und gute Sammlung von Wörterbüchern, als er besitzt, findetman in England sonst nirgends. An seiner Taf. l sieht man täglich unterrichteteMänner aus allen Ständen, besonders eigentliche Gelehrte. 1825 protcsiirtc derHerzog im Oberhause gegen die Verwerfung der Emancipationsbill der Katholiken.Von seiner an Bibelausg. und Handschriften reichen Bibliothek gab TH.Jos. Petti-grew einen beschreib. Katalog: „UiblioiKeimKnskwxi-iim" (Lond.1827,2Bde.,4.)heraus. 62.

Süß (Oppenheimer), einJsraelit, Banguier u. Geh. Finanzrath des HerzogsKarl Alexander v. Würtcmbcrg, wurde s. Bedrückungen wegen allgemein gehaßt,daher nach dem Tode des Herzogs (14. Mai 1737) verhaftet und unter der Admini-stration des Herzogs Karl Rudolf am 4. Febr. 1738 in s. gallonirten Staatskleidegehangen. Wilh. Hauff hat S.'s Geschichte zu einer anziehenden Novelle benutzt.

Süßkind (Friedrich Gotilieb v.), I). der Theologie, k. würtemb. Prälat,Direclor des k. Sludicnraths, Commandeur des k. Eivilvcrdicnstordens und Rit-ter des Ordens der würtemb. Krone, geb. zu Neustadt a. d. Linde den 17. Febr.1767, vormals Prof, der Theol. zu Tübingen, dann k. Oberhofpredigcr, Mitglied( der k. Oberstudiendirection und Feldpropst zu Stuttgart, starb den 12. Nov. 1820zu Stuttg., 62 I. alt. Die Geschichte seiner Bildung findet man in Gradmann's„Gelehrtes Schwaben" (1820). Schon in Tübingen erwarb er sich durch s. „Ge-schichte des Opserfestes vom Abendmahl, vom 1.—6. Jahrhundert", sowie durchs. Fortsetzung des I. F. Flatt'schen „Magazin für christl. Dogmatik und Moral",kincn literarischen Namen. Schelling's Jdentitätssystcm griff er schon in jenemMagazin (Tüb. 1804— 5), späterhin in s. Schrift an: „Prüfung der Schelling'-schen Lehre von Gott, Wcllschöpfung, Freiheit, moralischem Guten und Bösen"(Tüb. 1812). — Groß sind insbesondere S.'s Verdienste um die Organisationder theolog. Seminarien des Landes. Würtemberg war von jeher eine Schule derechten Protest. Theologie und erzog die gründlichsten Gottesqclehrtcn. Es verdanktedies hauptsächlich seinen theol. Seminarien oder den sogen. Kloster schulen, sowie der' musterhaften Einrichtung seiner lat. Schulen und ihrer öffentlichen Eontrole durchda« jährliche Landexamen. In dem ersten Jahrzehend dieses Jahrh. wurde dieOberaufsicht über das Unterrichtswcscn von dem Oberconsistorium theilweise ge-trennt, und für die Hähern Lehranstalten und die Universität eine eigne Studieu-dircctron unter dem Vorsitze des verst. Ministers, Fceih. v. Spittler, errichtet, dielat. Schulen dagegen blieben im Ganzen unter der Oberaufsicht des Oberconsisto-riums, und die 4 nieder» Seminarien wurden auf 2 zurüSgcführt. Schon damalserwarb sich Prälat v. S. als Referent und Visitator der Gymnasien und Scniina-, lien durch seinen strengen Gerechtigkeitssinn und durch die kräftige Unterstützungs der Vorstände das Vertrauen aller Üntcrbehörden, wodurch er viel Gutes stiftete.Noch bedeutender wurde s. Wirksamkeit insbesondere für die theol. Erziehung, als, der jetzige König die Oberstudiendirection in einen königl. Studicnrath abänberte,

, der nicht mehr bloß die höher», sondern auch die nieder» gelehrten Vorbereitungs-anstalken und besonders die theologischen unter seiner unmittelbaren Aufsicht hat.Prälat v. S. wurde zum Director desselben ernannt. Man stellte die Zahl der ehe-maligen niedern theol. Seminarien wieder her, deren jedes s. bestimmten 4jähcigen! Kursus hält, und setzte fest, daß der Reihe nach im ersten Jahre in das Seminar zuBlaubeuern, im andern zu Urach, im dritten zu Schönthal, im vi-rten zu Maul-bronn, 30—40 Zöglinge ausgenommen, und sobald jener Eursus vollendet ist, in