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Sufsop
Stelle einer andern Sache, die nicht vorhanden oder schwer zu erlangen ist, ersehtoder ersetzen soll. Eicheln, Möhren, Cichorie, Runkelrüben, Erdmandeln u. st w. sindSurrogate des Caffees; Zucker aus Runkelrüben, Weintrauben, Möhren u. st w.Surrogate des indischen Zuckers; auch für gewisse Arzneien, z. B. Rhabarber undChinarinde, hat man Surrogate gefunden. Das Surrogat ist, der Natur der Sackenach, von geringerer Güte als das Product, das es ersehen soll.
Susscr (August Friedrich, Herzog v.), der 6. Sohn des Königs von Gros-britannien Georg III , geb. d. 27. Jan. 1773. Er studirte mit st Brüdern Einübenland und Cambridge in Göttingen und reiste dann nach Italien. In Nom, wo ersich 4 Jahre aufbielt, heirathete er im April 1793 die Lady Augusta Murray Ame-land (4. T. des I. Murray, Grafen Dunmore, schott. Ursprungs). Die Trauungwurde in der londner St -Gevrgenkirche abermals vollzogen. Aus Rücksicht für dieFamilie Murray änderte die Lady diesen Namen mit Erlaubniß des Königs im Lei.
1806, und nannte sich Ameland. Zwei Kinder waren die Frucht dieser Ehe, aber sWater, der König, erklärte sie durch das bischöfl. Gericht (Orerogzativo Court) fürungültig, weil sie dem Staatsgesetze (12. Georg III., o. 11) zuwider war, indemkein im brit. Reiche befindlicher Nachkomme Georgs ll. sich in eine Eheverbindungeinlassen darf, wenn er nicht des Königs Erlaubniß dazu hat. Die Lady starb zuLondon den 5. Marz 1830. — Der Herzog besuchte die ital. und deutschen Höfe,und hielt sich eine Zeit lang in Lissabon auf, wo ec mehre Jntriguen des franz. Ge-nerals Lannes Hintertrieb. Damals, 1801, wurde er zum Pair des brit. Reichsernannt und erhielt Len Titel eines Herzogs von Sussex. Außer der Apanage ve»18,000 Pf. St, welche er wie die andern känigl. Kinder vom Lande genießt, hat rrkeine Einkünfte. Da er nun die Schulden seiner Gemahlin bezahlen und dieselbenebst den Kindern erhalten mußte (welches einen jährlichen Aufwand von wenigstens5000 Pf. St- erfodertc), so waren des Herzogs ökonomische Umstände nicht die -besten. Er halt sich zurOppositionspartei, geht mil den Oppositionisten vertraut umund verthcidigt bei vielen Gelegenheiten die Meinung dieser Partei im Parlamente.
'Als warmer Freund der irischen Katholiken hielt er für deren Gleichstellung mitden Protestanten 1812 eine berühmte Rede im Hause der Lords. Man erstaunte daüber seine Belesenheit in den Kirchenvätern und Eoncilien. Der Herzog v. Sussexbesitzt nämlich keine gemeinen Kenntnisse; er hat eine ansehnliche auserlesene Bi-bliothek und benutzt sie, besonders da Engbrüstigkeit, woran er oft heftig leidet, ihnnöthigt, viele Zeit aus seinem Zimmer zuzubringen. Ec ist ein fertiger, gutecundangenehmer Redner, deßwegen hat man ihn auch zum Vorsteher vieler milden Stif-tungen gewählt, und bei den jährl. Versammlungen und Gastmählcrn der dazu bei-tragenden Wohllhäter glänzt hine Beredtsamkeit allezeit und thut große Wirrung.Wenn die berühmte Societat zur Aufmunterung der Künste und Manufacturenihren Jahrcsverein hält, so vertheilt der Herzog, als Präsident derselben, die Prä-mien, und hält eine immer gern gehörte Anrede an eine der achtungsrverthcslenVersammlungrn der brit. Hauptstadt; es sind da größtentheils Männer und Frauen,Jünglinge und Jungfrauen aus den gebildeten Mittelständen und den kunstreichenVolkselasftn gegenwärtig, welche nicht Worte genug finden können, die berzgewin- ,nende und verständige Art zu beschreiben, womit dieser Prinz die so wohlhabendeund einflußreiche Gesellschaft zu leiten weiß. Man bestrebt sich daher bei allen sol-chen öffentlichen Vorfällen, den Herzog v. S. zum Wortführer zu erhalten. Er istauch Großmeister der engl. Freimaurerlogen. Da der Hof (mit welchem er gespanntist) ihm nichts weiter als eine Reihe von Zimmern im Kensingtonpalasie gibt, somacht es dem Herzoge große Ehre, daß er mit den 13,000 Pf. (nach Abzirg der ge-dachten 5000 für s. Familie) so gut gewirthschastet hat. Um nämlich s. Schulde» 'z» bezablen, welche sich vor wenig Jahren auf 100,000 Pf. St. beliefen, schränkteer sich ein und wendete die Ersparnisse zur Befriedigung feiner Gläubiger an. Der ,