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10 (1830) Schw bis Sz
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Schweden und Norwegen, Geschichte

Sie wurden von germanischen Völkern höher nach Norden gedrängt. Unter denLetztem erhielten die Gothen und Schweden bald das Übergewicht und unterwarfensich die übrigen Stämme. Sie hatten Richter aus dem fabelhaften, angeblich voneinem Sohne Odin's abstammcnden Geschlechts derV nglinger zu Oberhäuptern,die im 5. Jahrh. den Titel Könige von Upsala annahmen und bis 1068 in Schwe-den regierten. Eine feste Regierung führte zuerst Olaf l. 994 ein, der zum Christen-thume überging. Noch blieben Gothen und Schweden getrennt, und Jahrhundertelang zerrüttete diese Trennung das Reich. Erst 1250, als das mächtige Geschlechtder Folk» ngen den Thron bestieg, vereinigten sich beide bisher feindliche Volks-stämme in eine Nation. Zugleich wurde die Erbfolge genau bestimmt. Schwedenreichte damals nur bis Helsingland. Erich XI. eroberte 1248 das innere, und B!r-ger's Vormund, Torkel Knutson, 1293 das äußerste Stück von Finnland, Karelien,wodurch Schweden Rußlands Grenze berührte. Magnus Smek erwarb 1332, durchMats Kettilmundson, Schonen, Blekingen und Holland, welche Provinzen aber1360 wieder verloren gingen. Seiner Bedrückungen endlich müde, empörten sich1363 die Schweden und gaben die Krone seinem Schwestersohne, Albrccht v. Meck-lenburg. Dieser aber, der ebenfalls die schweb. Stande nicht befriedigte, unterlag1388 in dem Treffen von Falköping gegen die Dänen, bei welchen s. UnterthanenHülfe gesucht hatten, und 1389 vereinigte die früher von Albrecht verspottete Köni-gin Margaretha v. Dänemark und Norwegen mit diesen beiden Neichen auchdas schweb, durch die kalm arische Union (12. Juli 1397), jedoch so, daßjedcsReich s. Verfassung beibehielt. Unruhen und Empörungen, endlich vollkommeneAnarchie wa. en die Folge dieser Vereinigung, denn schon 1448 wählten die Schwe-den und Norweger sich ihren eignen König, Karl Knutson, und trennten sich von derUnion. Nach Karls Tode regierten u. d. T. Rcichsvorsteher, aber mit wahrhaft-nigl. Gewalt, mehre Glieder aus der Familie Sture nacheinander, bis 1520Christian II. v. Dänemark in einem Frieden als König von Schweden anerkanntwurde. Aber Christian empörte durch s. Tyrannei die Schweden. Noch währendder KrönungSfeierlichkeiten ließ er, trotz der versprochenen Amnestie, zu Stockholm94 angesehene schweb. Männer auf öffentlichem Markte enthaupten und hierauf inverschiedenen Provinzen mit ähnlicher Blutgier wüthen. Gustav Wasa, der ausdänischer Gefangenschaft entkommen war, stellte sich an die Spitze der Mißvergnüg-ten (1521), ward von ihnen zum Reichsvorsteher und 1523 nach Christians Ver-treibung zum Könige gewählt. Er führte die Reformation ein, schlug die geistlichenund Klostergütcr zu seinen Domainen, beförderte durch kluge Bündnisse mit Eng-land und Holland den Handel und die Schifffahrt der Schweden und sicherte (1544)seiner Nachkommenschaft die Erblichkeit der Krone. Sein Sohn und Nachfolger,Erich XIV. (reg. 1560 68), brachte Esthland an Schweden und ertheilte zuerst1551 bei s. Krönung mehren Familien die bis dahin noch nicht übliche gräfl. undfteiherrl. Würde. Sein mißtrauischer Charakter und daher entsprungene tyrannischeHandlungen machten ihn verhaßt. Er ward des Thrones entsetzt und nach 9jährigerGefangenschaft im Kerker vergiftet. Ihm folgte von 1568 92 s. Bruder, Jo-hann II., der 1570 im stcttiner Frieden Schonen, Holland, Blekingen, Herjedalenund Gothland an Dänemark überließ und 1580 zur katholischen Religion übertrat,auch f Sohn Siegmund in derselben erziehen ließ. Siegmund, der zugleich die poln.Krone annahm, wurde 1602 in Schweden von s. ehrgeizigen Oheim Karl, einem eif-rigen Lutheraner, entthront, der sich 1604 förmlich als Karl IX. krönen ließ. Dieschweren Fehden mit Rußland, Polen und Dänemark, worein er verwickelt wurde, en-digte glücklich nach s. Tode (1611) der große Gustav AdolfII. (s. d.), der 1632bei Lützen für die Freiheit Deutschlands siel. Unter s. Tochter Christine (s. d.)ward der deutsche Krieg ehrenvoll fortgesetzt und beendigt. Im Laufe desselben wardSchweden von Dänemark bedroht, aber Torstenftn's Siege und die franz. Vermitke-

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