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10 (1830) Schw bis Sz
Entstehung
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Schwarzholz Schwarzwald 15

Meer, welches zwischen Europa und Asien liegt, gegen Abend an Romcmien undBulgarien, gegen Mitternacht an die russischen Staaten, gegen Morgen anMin-grelien und Guriel, gegen Mittag aber an Natolien stößt, und nur durch den Bos-porus mit dem mittelländischen Meere in Verbindung steht, von dem cs eigentlichnur ein Theil ist, der mit dem asowschen Meere (dem großen nördlichen Busen deSschwarzen Meeres) die zusammenhängenden Gewässer des mittelländischen Meeressä,ließt. Die Größe des schwarzen Meeres mit dem asowschen Meere beträgt über14,000 HsM. Das Wasser desselben ist nicht so hell wie das Wasser des mittellän-dischen Meeres, und, vermuthlich wegen der vielen großen Flüsse, die hineinfallcn(Donau, Dniester, Dm'eper, Don und Kuban), süßer, daher cs auch leichter ge-feiert. Die Stürme auf demselben sind fürchterlich, weil cs rings umher verschlos-sen ist, wodurch eine Art von Wirbel entsteht. In den Sommermonaten ist es imGanzen ruhiger als andre Meere, in den Wintermonaten hingegen, vorzüglich längsder Küsten zwischen den Mündungen der Donau bis zur Krim hin, selbst für die ge-schicktesten Schiffer kaum zu befahren. Die Hauptströmung zicbt sich beständig,selbst aus dem seichten Meer von Asow her, von Norden gegen Südwesten, nachder thrazischen Meerenge und dem Hellesponk hin. Das schwarze Meer zeichnetsich auch dadurch aus, daß es gar keine Inseln hat, außer in der Meerenge (der kim-merische Bosporus), welche das asowsche Meer mit demselben verbindet. Die Fi-scherei im asowschen und schwarzen Meer ist nicht unbedeutend; cs fehlt nicht anmancherlei nutzbaren Gattungen von größern und kleinern Fischen, worunter auchmehre Arten von Stören sind. Man fischt an diesen Küsten hauptsächlich mitSack-netzen, in welchen zuweilen auf einen einzigen Zug, der etwa 6 Stunden dauert,bis auf 60,000 Fische, worunter aber nur immer wenige große, gefangen werden.Man bereitet hier auch Kaviar, Fischleim, Thran, und aus dem Rogen dcrMeer-äschen Botargo , diesen letztem aber nur in geringer Menge. Die gesalzenen undgeräucherten Makrelen sind ein wichtiger Handelsartikel der Krim. Über die merk-würdigen griechischen Alterthümcr am Nordgestade des Pontus hatRaoul-Rochette(Paris 1822) ein Werk herausgegeben, das von dem russischen Hofrath Peter v.Koppen (Wien 1823) berichtigt und ergänzt worden ist.

Schwarzholz, s. Nadelholz.

Schwarzwald, ein Gebirge im Großherzogthum Baden und KönigreichWürtemberg. Es läuft an der Westseite Schwabens in gleicher Linie mit demNbeinstromc nach seiner großen Beugung bei Basel, und oft nur wenige Meilenvon demselben entfernt, von S. nach N. hinab, ist gegen S. von dem Rheine, ge-gen N. von der Ebene zwischen der Enz und dem Einflüsse des Neckars in den Rheinbegrenzt, und begreift in seiner größten Länge etwa 18, in der Breite von Ost nachWest aber südlich 68 und nördlich kaum 4 Meilen. Auf der Abendseite ergießensich die von dieser Gebirgskette kommenden Gewässer in den Rhein, und auf derMorgcnseite zum Theil in die Donau, welche hier ihren Ursprung hat und die FlüsseWiesen, Elz, Kinzig, Murg, Neckar, Nagold, Enz rc. aufnimmt. Seine größteHöhe erreicht der Schwarzwald östlich von Freiburg zwischen Todnau undSt.-Mär-gen, in der Gegend, wo der Ursprung des Wiesen und der bekannte Paß, die Hölle,sich befindet. Das Gebirge besteht mehr aus Plänen als isolirten Bergspitzen, un-ter welchen der Feldbcrg (4610F.), der Belchen (4335F.), der Katzenkopf, auf des-sen Spitze der Grenzstein zwischen Würtemberg und Baden steht (4085 würkemb.F.), und der Kandel (3908 F.) die bedeutendsten sind. Diese Berge erscheinen mei-stentkeils nur von der Milte des Juni bis Anfang Sept., und da oft nicht ganzvollständig, ohne Schnecbedeckung; beinahe die ganze übrige Zeit des Jabres leuch-ten ibre beschneiten Spitzen den entfernten Rheinbewohnern entgegen. Der Abfalldes Schwarzwaldgebirges gegen den Rhein ist steil, jener gegen die Donau undden Neckar sanft und nur allmälig sich verlierend. Reißend stürzen sich die Gewässer