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punkte, vermöge geheimer Instructionen, die Thätigkeit des Fürsten nur noch ne-gativ. Sein Armeecorps blieb bis zum Febr. 1813 in der Position von Pultusk,und der von ihm geschlossene Waffenstillstandsvertrag sicherte den Rückzug derFranzosen. Am 9. Febr. ging der Fürst nach Wien. In diesem Feldzuge erhielt ervom Kaiser Franz, auf Napoleons Wunsch, den Marschallstab. Im April 1813wurde er nach Paris gesendet. „Sic haben einen schönen Feldzug gemacht", sprachNapoleon, als er ihn wiedersah. „Sic!" setzte er lächelnd hinzu. Fast zu gleicherZeit reiste Napoleon zu seinem Heere, der Fürst aber nach Wien zurück. Darauferhielt er den Oberbefehl über das sich in Böhmen versammelnde Beobachtungsheer,welchem im Aug. nach der Kriegserklärung Ostreichs sich ein Thcil der preuß. undrussischen Heere anschloß. Fürst Schwarzenberg ward zum Generalissimus der ge-summten gegen Frankreich bestimmten Armeen ernannt. General Radezky war un-ter dem Fürsten Chef des Generalstabs. Die Aufgabe der Kriegführung war eineder schwersten. Der Fürst löste sie glücklich mit allgemeiner Anerkennung seines Ver-dienstes. Die erste Operation der großen Armee gegen Dresden war indeß nichtglücklich (s. Dresd en im 1.1813), und ohne die Katastrophe des Generals Van-damme bei Kulm (s. d.) hätte der ganze Feldzug eine höchst bedenkliche Wendungnehmen können. S. Russisch-deutscher Krieg 1812—15, Leipzig(Schlacht von) und Paris (Einnahme im I. 1814). Wir bemerken bloß, dassder Marsch auf Paris des Fürsten Vorschlag gewesen ist. Nach der Rückkehr Na-poleons von Elba erhielt er den Oberbefehl über die verbündete Armee am Obcr-rhein, und ging am 22. Juni mit den Russen und Ostreichen, über den Rhein.Aber schon war durch die Schlacht von Waterloo und die zweite Abdankung Napo-leons der ganze Feldzug beendet. Fürst Schwanenbcrg ward nach seiner Rückkehrvon Paris 1815 Präsident des Hofkriegsraths. Sein Kaiser schenkte ihm Güter inUngarn und erlaubte ihm, die Zeichen von Ostreich in sein Wappen zu setzen. Balddarauf nahm eine Anlage zu apoplektischcn Zufällen, welche ein Sturz mit dem Pferdeschon früher begründet zu haben schien, eine bedenkliche Wendung. Am 13. Jan.1817 lähmte ihm ein Schlagfluß die rechte Seite. Vergeblich war der Versuch mitder homöopathischen Heilart. Der Fürst starb am 15. Ock. 1820 in der Stadt,welche durch die vor ihren Thoren gelieferte Völkerschlacht seinen Namen unsterblichmachen wird. An dcms. Tage, wo er 1813 als Sieger einzog, am 19. Oct., wardsein Leichnam 1820 nach Böhmen im feierlichsten Aufzuge abgeführt. Thorwald-sen erhielt den Auftrag, ein Marmordenkmal für ihn zu verfertigen. Seit 1799war er mit der verw. Fürstin Esterhazy, einer geb. Gräfin Hohenfeld, vermählt.Die militairischen Talente des Fürsten im Ganze» sind nur von Wenigen in Zwei-fel gezogen worden; Napoleon allein behauptete, ec habe nicht verstanden, 6000Mann anzuführen. Wohl aber haben einzelne seiner Operationen sowol an sich alsim ihrer Leitung einer gerechten Kritik unterliegen müssen. Zu diese» gehört u. A. diegegen Dresden, bei welcher die ganze verbündete Armee auf das Spiel gesetzt wurde.Auch will man die Dispositionen in den Tagen von Leipzig nicht loben n. behauptet,daß schon hier die ganze franz. Armee habe vernichtet werden können; in den Ebenenvon Champagne, an jenen kritischen Tagen, wirst man dem Fürsten ebenfalls Man-gel an Energie und Zuversicht vor. Man vergesse aber nicht, wie sehr er in demFeldzuge 1813 und 1814 seine Ansichten, obschon er Generalissimus hieß, unter-ordnen mußte, und darin stimmen alle Urtheile überein, daß es wenige Heerführermöchte gegeben haben, die wie er verstanden, durch das angemessenste und versöhn-lichste Betragen die bei einer aus so heterogenen Bestandtheilen zusammengesetztenArmee unvermeidlich verschiedenen Ansichten zu vermitteln und zu einigen. S. desHptm. Prokesch „Dcnkwürdigk. a. d. Leben des Fcldmarschalls Fürsten Schwar-zenberg" (Wien 1823).
Schwarzes Meer (bei den Alten Pontus Euxinus, s. d.), ein