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Schwarzenberg (Geschlecht)
des Täufers nach Spagnoletto ist das erste bekannte Blatt des Prinzen. Doch wa-ren die frühsten Blätter rauh und unangenehm. Später brachten eö die Engländeram weitesten in der schwarzen Kunst. Von John Smith, der zu Ende d. 17. Jahrb.lebte, hat man mehr als 500 Blatter; er und George White bildeten eine neueEpoche für die schwarze Kunst, welche der Letztere besonders dadurch vervollkomm-riete, daß er die Platte erst radirte, wodurch sic mehr Geist und Leben erhielt. Inder neuern Zeit beschäftigten sich in England weit mehr Künstler mit der schwarzenKunst als anderswo. Besonders berühmt wurden Mac Ardcll, Houston, Earlom,Pether, Green, Watson, Dickenson, Dixon, Hudson, I. Smith ic. Unter denDeutschen beschäftigten sich vorzüglich Bernhard Vogel aus Nürnberg (geb. 1683,Kest. 1737), die augsburger Künstler Haid und Preißler aus Nürnberg damit.Von den Niederländern zeichnen sich Vaillant, Schuppen, de Brüggen, van Bleeckund Faber aus. Unter den Franzosen sind Sarrabak und Bvper die Einzigen, dieetwas Bedeutendes darin leisteten. — Außer einem Gemälde kann nichts das sanftverschmolzene Fleisch, das wallende Haar, die Falken der Gewänder und die blin-kenden Waffen so gut nachbilden als die schwarze Kunst, aber die Umrisse lassen sichnicht so bestimmt und geistreich darin zeichnen wie mit dem Grabstichel, daher kön-nen sich die besonder» Theile bei zu gehäuften und kleinen Figuren nicht genug her-ausheben. Zu große Lichtmassen gelingen nicht, dagegen thun Nachtscenen großeWirkung, sowie Portraits. Nach Rembrandt, Benedelto, Murillos, Vandyk, Rey-nolds und West hat man die ausgezeichnetsten Blätter. Man kann nicht leicht aufmehr als 200 gute Abdrücke von einer Platte rechnen, wovon die zweiten 50die schönsten sind. Doch kann man der Platte leicht wieder nachhclfcn, und dannbis 500 Abdrücke davon nehmen. — Die schwarze Kunst Hai Gelegenheit zu Er-findung der mehrfarbigen Kupferstiche gegeben, welche die Malerei nachzuahmenstreben. Dieser Farbendruck geschieht mittelst mehrer Platten, welche, einejede besonders, mit ihrer eignen Farbe auf das nämliche Blatt Papier abqedrucktMelden. Die Platten müssen richtig auf einander passen, und auf jeder werden nurdie Partien, die von einerlei Farbe sind, ausgeführt. Alle Farben, die zu dieser Artobzudrucken gebraucht werden, müssen durchsichtig sein, sodaß, wo sie sich mischensollen, eine durch die andere im Abdrucke durchschimmere. Pflanzen, Früchte, archi-tektonische Stücke und anatomische Sachen sind am passendsten dazu. Le Blond,ein geb. Frankfurter, der 1741 starb, war der Erfinder dieser Art von Farbendruck.Gautier, Dagoty in Paris und Robert führten diese Kunst in Frankreich ein undgaben auch Portraits in dieser Manier. L'Admiral in Leyden und der neapolitani-sche Prinz San-Severo brachten cs weil darin; Götz aus Mähren nebst seiner Tochtervervollkommneten sie noch sehr. Bei Letzterm lernte der Veneliancr Franz Bar-tolozzi (s. d.). ^Vi.
Schwarzenberg (die Fürsten v.), ein Zweig der Grafen von Seinshcim,sind eins der ältesten Geschlechter in Franken. Erkinger, Baron v. Scinsheim,kaufte 1420 die Herrschaft Schwarzenberg und nannte sich nach ihr. Als Schwa-ger der Gemahlin des KaisersSigismund erwarb er für seine Herrschaft die Reichsun-mittelbarkeit. Einer von seinen Nachkommen, Adolf, wurde 1509 Reichsgraf, unddessen Enkel, Joh. Adolf, 1670 Reichsfürst. Er erhielt 1674 Sitz und Stimmeim Fürstencollegium. Sein Enkel, Adam Franz, erbte von seiner Mutter, einer Grä-fin v. Sulz, die Landgrafschast Klettgau in Schwaben, und wurde 1723 HerzogvonKrummau in Böhmen, welchen Titel der regierende Älteste führt. Durch denRheinbund wurden Schwarzenberg und Klettgau mediatisirt. Der Fürst trat dieLandgrafschaft Klettgau 1812 an Baden ab. Die Besitzungen deS HauseS find:die gefürstete Grafschaft Schwarzenberg in Franken, 5 IHM. mit 10,000 E., inSchwaben die Grafschaft Jllereicken und Kellmünz, die Herrschaft Neuwaldecku. a. m., unter bairischer, würtemberg. und badischer Hoheit. Die übrigen Güter