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Schwamme
Peridien nennt, cingeschlossen. Das gewöhnlichste Beispiel liefert der Bo »ist,der, einer Kugel gleich, ganz von den feinsten Staubkörnern, die an einem Haar-grwebe hangen, angefüllt ist. Auch diese Geschöpfe kommen auf abgestorbenenStammen, Zweigen und Blattern, bisweilen selbst aufKrähenfedern und Pferde-Hufen, die in Verwesung übergehen, vor.— 4) Eigentliche Schwamme.So nennt man diejenigen Pilze, welche die zartesten Keimkörner in den feinstenSchlauchen enthalten, und wo eine gewöhnlich oberflächliche Schicht als Hautsich ausbildet. Die Schwamme haben einen weit zusammengesetzter» Vau als dievorigen Gruppen. Oft wurzeln sie in die Erde, treiben Knollen, aus diesen Strünke,auf denen sich ein halbkugeliger oder schirmförmiger Hut ausbreilet. Ihr Gewebeist oft schon deutlich zcllig, oft zugleich faserig und röhrig. Die Schlauchhaut bil-det beim AAnrieu« Blätter, beim Lolctilü Röhren, be>m Stacheln u.
s. w. Überall find die zarten Schläuche mit einer bestimmten Zahl von Keimkör-nern, gewöhnlich mit 2 oder 4, oder endlich mit 8 angefüllt. Bei dem Mist-schwamm (AZarieiw ooprin»!,) gewähren die dunkeln, zu 4 stehenden Körner einenangenehmen Anblick, wenn sie bei völliger Reife mit Schnellkraft sich trennen,und eins das andre anziehen, bis die 4, die zusammengehören, wieder in einerEbene liegen. Bekanntlich wachsen die Schwamme überall, besonders im Herbstein schattigen und feuchten Wäldern, und nur wenige von ihnen haben hinlänglicheDauer, um aufbewahrt zu werden. — 5) Kernschwämme (äl)-oloiu)oi Xoer,).Dies find die vollkommensten unter den Pilzen. Sie stellen nämlich geschlosseneBehälter dar, in welchen die Schläuche, gewöhnlich auch mit 8 Keimkörnern an-gefüllt, enthalten sind. Die 4. Gruppe zeigt diese Schlauche in oberflächlicher Haut.Hier aber füllen sie das Innere, und könnten Bauchpilze genannt werden, wenndie letztem nicht die Keimkörner ohne Schläuche in sich enthielten. Zu diesen Kcrn-schwämmen gehören besonders die zahlreichen Phacidien, Sphärien, die Hysterienund die Phacidien, die neuerlich von Fries und Kunze so trefflich erläutert sind.Auch diese Geschöpfe erscheinen auf absterbenden Rinden und Blättern und bildenden Übergang zu den Flechten oder Lichenen. Viele Arten von dem A^nricus sindeßbar und scheinen nach den Versicherungen von Hahncmann, Eullen, VogelsinArnstadt) eine Nahrung zu liefern, die mit der aus dem Thierreiche genommenendie meiste Ähnlichkeit hat. Die bekanntesten Arten davon sind der A^ar. cninpestii«I,., Champignons; vorzüglich im Herbste auf Mistbeeten zu Hause; der ^gur.ckclicivsu« 4,, der Tännling, Reizker, um dieselbe Zeit in Wäldern; derrantarellrw, Pfifferling, den ganzen Sommer hindurch in hohen Wäldern ; ,kj-ar.inouooron, Brätling, einer der kleinsten Schwämme ic. Aber auch von demLoletus gibt cs einige eßbare Arten, worunter namentlich derL»>. boviurw, Stein-pilz, in luftigen Eichenwäldern gegen den Herbst hin wachsend, bezeichnet zu wer-den verdient. Dagegen wirken mehre Agaricus - und Voletusarten, als Speise ge-nossen, wenn auch nicht an allen Orten, als heftiges Gift. Hierher gehört derPfefferschwamm, AZerr. piporatus 4,., der nur in Kurland und Preußen ge-nossen wird, bei uns wie das stärkste drastische Mittel wirkend, und der Flieg cn-schwamm, iiiusearius 4-., der in mehren Gegenden Sibiriens zu Berei-
tung eines berauschenden Getränks benutzt wird, und auch bei uns, zufällig genossen,erst tolle Lustigkeit, dann aber Betäubung und tiefen Schlaf hervorbringt. Daeßbare Schwämme immer ein fchwerverdauliches Gericht sind und oft mit giftigenzusammenwachsen, so ist ihr Genuß nur sehr vorsichtig zu gestatten. — Mit allendiesen Schwämmen dürfen nicht die sogen. Badeschwämme (8pon^i<r) verwech-selt werden, über welche man insofern noch nicht einig ist, ob sie in das Pflanzen-oder Thierreich gehören. Gewöhnlich werden sie unter den Pflanzenthieren aufge-führt. Es gibt von ihnen wol 50 Arten, welche auf dem Boden des Meeres, beson-ders des mittelländischen, gesunden werden, und von den kleinen im Gewebe