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10 (1830) Schw bis Sz
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Schwäbische Dichter Schwamme

bischen Mönche veranstaltet, uns aber ihrer ursprünglichen Form nach nicht mehrbekannt, da das Werk an vielen Orten sehr abgeänderl wurde. Er wird eingctheiltin das schwäbische Land- und Lehenrccht (gus provinciale et keuckale slemannieuiu).

Das Ansehen des Sachsenspiegels (s. d.) hat er nie erhalten, auch nie Ge-setzeskraft bekommen. Der praktische Gebrauch des Schwabenspiegels erlosch zuEnde des 15. Jahrh. und im 16. fast gänzlich. Er ist am besten abgedruckt in Sen-kenberg'sLorp. ^ur. 0«rm.".

Schwäbische Dichter, s. Minnesänger. <>

Schwäbischer Bund, s. Landfriede.

Schwäche ist der Zustand eines physischen oder sittlichen Unvermögens.

Das letztere rührt meist aus Scheu vor sittlicher Anstrengung und Übung in freierThäligkeit her. Daher rühren die sogenannten Schwachheitssünden. Es gibtaber auch Schwachheiten des Menschen, welche bei einem sonst sittlich kräftigenWillen staltsinden; Mängel, welche eine scherzhafte und belustigende Seite habenund daher von dem komischen Dichter geschildert werden.

Schwägerschaft, Affinität, heißt die Verbindung, welche aus demBeischlafe einer der Personen, welche ihn vollziehen (Concubent) und den Verwand-ten der andern entspringt. Unrichtig nennt man also im gemeinen Leben die Verbin-dung zwischen den beiderseitigen Verwandten beider Eoncubircnden Schwägerschaft.Rechtmäßige Schwägerschaft heißt diejenige, welche durch rechtmäßigen, unrecht-mäßige, welche durch unrechtmäßigen und außerebclichcn Beischlaf geschieht. Eiegentliche Schwägerschaft entsteht aus wirklichem Beischlaf; uncigcntliche hingegen pschon aus dem bloßen Verlöbnisse, und ist das Verhältniß, welches zwischen einemVerlobten und den Verwandten des andern Verlobten durch die Verlobung entsteht.

Der eine Eoncubent ist in eben dem Grade mit den Verwandten des andernEoncubcnten verschwägert, als dieser andre mit ihnen verwandt ist. Also der ersteGrad der Verwandtschaft mit dem einen Eoncubcnten ist erster Grad der Schwä-gerschaft mit dem andern Eoncubcnten u. s. f.

Schwalb ach (Langenschwalbach), ein Herzog!, nassaui'sches Amt und einFlecken (1706 Einw.) mit einem Bade, in der vormals kurhessischcn Nicdergraf-schaft Katzenelinbogen, liegt in einer reizenden Gegend. Der zu den alkalisch-erdigen Slahlwassern gehörige Brunnen dieses Orts ward 1568 vonTabernämon-tanuS bekanntgemacht, obschon man sich seiner bereits seit 1509 bedient hatte.

Die 16 Sauerbrunnen entsprudeln der Erde etwas von Schwalbach entfernt; die <->vorzüglichsten sind: der Wein- und der Stahlborn. Das Wasser des erstem istbell, von scharfem lieblichem Geschmack, einen geistigen Dunst verbreitend. Esbenimmt den Weinrausch, und hat daher wol seinen Namen bekommen. DerStahlbrunnen ist weniger schön gefaßt, aber von den schönsten Anlagen umgeben.

Er ward vor ungefähr.40 Jahren untersucht; jetzt ist er die Hauptquelle. DasWafferist hell, geistig, von angenehmem Geschmack; aber wenn der Brunnen-geist verflogen, wird cs trübe und gibt einen gelben Niederschlag. Man versendetjährlich vom Weinbrunnen 250,000, vom Stahlbrunnen 150,000 Krüge.

Schwämme oder Pilze nennt man im Allgemeinen die einfachsten Er-zeugnisse des Pflanzenreichs, die entweder ganz aus Keimen bestehen, oder wenig-stens an einem großen Theil ihrer Fläche solche Keimkörner Hervorbringen. Dabeibaben sie weder eine grüne Oberfläche, noch eine blattartige Ausbreitung, wederBlüthen noch Befruchtungstheile, noch eigentliche Früchte, und entwickeln imSonnenscheine keine Lebenslust, sondern gehen größtenteils sehr schnell in Fäulnißüber. Zwar enthalten sie gleich den übrigen Pflanzen oft Farbcstoffe, harzige Be-standthcile und Kleber, aber ihre Mischung nähert sich doch sehr der thierischen. Esist lange darüber gestritten worden, wie sich die Pilze forlpflanzen, und wiewol esnun von den vollkommneren Pilzen, die man auch Schwamme nennt, entschieden