Druckschrift 
8 (1830) O bis Q
Entstehung
Seite
917
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! Maurers zu Cluny, wo er in der Freischule der berühmten Abtei von Mönchen um> »errichtet wurde. Die Gemälde, welche er hier täglich sah, weckten s. Talent für die

? Malerei; die Mönche bemerkten es und empfahlen ihn dem Bischof Moreau zu Ma-

^ con, der ihn zu Dijon im Zeichne» unterweisen ließ. Zn Kurzem machte er solche! Fortschritte, daß er den von den bmgundischm Ständen ausgesetzten Preis erhielt^ und nach Rom geschickt wurde. Bei der Bewerbung um diesen Preis half er einemMitschüler, der die Aufgabe darzustellen den Mrrth verlor, bas Bild vollenden, wor-über er das seinige vernachlässigte. Jener erhielt dm Preis gestand aber , daß ihnP. verdient habe. Nun bewilligten die Stände dem bescheidenen P die Pension inRom, 1783. Hier studirte er die Musterbilder Kasael's, da Vinci's, Andr. del Sar»to's u. Correggi'o's. Dem Letztern näherte er sich so glücklich, daß man ihu den scanz.Correggio nannte. 1789 kam er nach Paris Hier lebte er lauge sehr unglücklich,woran eine zu früh geschloffene Verbindung Schuld sein mochte. Dieser Umstandhemmte sein Genie; dessenungeachtet behauptet er unter Frankreichs berühmten Ma-lern einen Ehrenplatz. Einige tadeln s. Zeichnung und die Einförmigkeit s. Köpfe;allein man bewundert s. glanzendes Eolorit, den schönen Ausdruck und die Grazie s.Pinsels: Vorzüge, die nicht der Fleiß, sondern nur eins glückliche Organisation ge-ben kann. P. starb zu Paris den 16. Febr. 1823. S. Voiart'sNotioe instmi-gus «ur lr» vie et le« mrvrsFsn sto 17 ?. i mit s. Bildnis, Paris 182-1).

In der Galerie Luxembourg sieht man sein berühmtes Bild . Iw erimo, pvursuivipar I» fustiee et I» ven^eance eelsste, gestochen von Roger. In der Samml. desi Grafen Sommariva befinden sich s. Klllevemsut <le par i«8 Lepbir« und

s. 2epiiir «isus UN bvesAe, 8S bulangirnt 8ur la surckaee 3«8 eaux. P. gab derKaiserin Marie Louise Unterricht im Malen und stellte ihren Sohn in einem Pal-men- und Lorbergebüsche dar. Seine Asriomptinn >I<- !->. Vierte, 1819, ist gegen-wärtig das Altarbild in der Capelle oer Tmlenen. P.'s letztes Werk ist ein sterben-der Christus. Für bie Prachtausgaben Didot'K des Ält. hat er mehre gute Zeich-nungen verfertigt. 20.

Pruth, ein schiffbarer, aber reißender Fluß, welcher in Galizien in den Kar-pathen entspringt, die Moldau theilt und östlich von Galacz sich in die Donau er-gießt. Zn dem Friedensschlüsse zu Bucharest (28. Mai 1812) zwischen Rußlandund der Pforte wurde der Pruth, von s. Eintritt in die Moldau an bis zu f. Ein-flüsse in die Donau, als die Grenze beider Reiche in dieser Gegend bestimmt; derganze auf dem linken Ufer des Pruth gelegene Theil der Moldau wurde dadurch anRußland abgetreten. 1711 wurde Peteri. (s. b.) »ach dreitägigen nachtheiligenGefechten von den Türken bei dem Städtchen Hüssi (Husch) am Pruth gänzlich ein-geschlossen und genöthigt (23. Juli), den Frieden mit der Abtretung Asows zu er-kaufen. (S. Katharina

Prytaneum hieß in Athen das Gebäude, wo die Prykanen (c>. h. diejenigevon den 10 Classen des Senats, welche der Reihe nach bm Borsttz halte) sich ver-sammelten, während der 35 obre 38 Tage ihrer Amtsführung wohnten und ge-meinschaftlich gespeist wurden. Die Speisung im Prytaneum gehörte zu den höch-sten Ehrenbezeigungen und widerfuhr nur um den Staat hochverdienten Männern.In Paris stiftete Napoleon eine Lehranstalt u. d N, prpcan,';,:, in welcher einigehundert Schüler größtentheils aus Kosten des Staats erzogen und gebildet wurden.Bis ins 12. Jahr erhielten sie gemeinschaftliche Bildung, wurden dann entwederzu bürgerlichen Geschäften (worin 5 Professoren;, oder zu Militairdisnßen (worin3 Professoren Unterricht crtheilten) bestimmt. Mit dem 15. I. traten sie aus die-ser Anstalt, «m zur weitern Bildung in ihre Fächer vertheilr zu werden.

Psalm, im Allgemeinen: Gesang. Das Stammworr (demdeutschen schallen, Hallen, entsprechend, wird von dem Spielen auf Saiteninstru-menten und vom Singen gebraucht. Sonst wurde zuwrjlrp, wie »och jetzt im Nie-