Czenstochau
Czerny
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! Annahmeder Krone Polens zu bewegen; von hier begab er sich nach Wien und' suchte um die Vermittelung und den Schutz des Kaisers gegen die Absichten Ruß-lands an. Da seine Bemühungen fruchtlos geblieben, und der König Stanislaus-der Conföderation von Targowiza beigetreten war, zog sich der Fürst C. auf seineGüterund nach Wien zurück, wo er während der Unruhen von 1794 lebte, ohneunmittelbaren Antheil daran zu nehmen. Bei dem unglücklichen Ausgange der-selben war er genöthigt, seine beiden Söhne an Katharina H. zu schicken. Seitdemgewann der Großfürst Alexander, nachheriger Kaiser, den jungen Adam C. (geb.1770), ältesten Sohn des Vorhergehenden, besonders lieb. Pauli, hielt ihn in einerArt Verbannung als Gesandten am sardinischen Hofe; Alexander, treu seiner frü-hem Neigung, eilte, ihn nach seiner Thronbesteigung zurückzuberufen, und er-nannte ihn bald darauf zum Minister der auswärt. Angelegenheiten. Er begleiteteden Kaiser auf seinen Reisen in Deutschland 1805. In demselben Jahre hatte derKaiser von Ostreich seinen Vater zum Feldmarschall ernannt. Am 11. April d. I.hatte er mit England ein Bündniß abgeschlossen, dem später auch Ostreich beitrat,und zu dem man auch Baiern ziehen wollte. Um diesen Hof noch enger zu verbin-den, sollte eine russische Großfürstin mit dem Kurprinzen von Baiern vermähltwerden; allein der Einfall der Ostreicher zerstörte die Unterhandlungen, und dieSchlachten bei Ulm und Austerlitz gaben dem Kriege einen unglücklichen Ausgang.Fürst C., der fürchtete, daß man diesen Ausgang der Dinge ihm zur Last legen^ möchte, zog sich vom Ministerium zurück. Im Feldzuge von 1807 begleitete er' den Kaiser, ohne an den Staatsgeschäften unmittelbar Theil zu nehmen. In denletzten Feldzügen war er ebenfalls um den Kaiser und für sein Vaterland thätig.1812 war der alte Fürst C. der Erste gewesen, der in der Eigenschaft eines Mar-schalls des polnischen Reichstags die Conföderationsacte unterzeichnet hatte. Alsauf dem Congresse zu Wien das Schicksal Polens entschieden werden sollte, gingder Fürst an der Spitze einer Gesandtschaft nach Wien und legte dem russischenKaiser die Grundzüge zur Constitution vor. Der Kaiser zeichnete den würdigenFürsten hier und nachher bei seiner Reise durch Polen huldvoll aus und ernannte° ihn zum Senator Palatinus. Adam C. starb zu Warschau den 22. März 1823.Seine Gemahlin ist ebenso berühmt durch ihren Patriotismus als durch ihre Schön-heit und ihren poetischen Geist, welchen sie in der Corrospondenz mit Delille glän-zend entfaltete. Ihre Tochter hatte sich mit dem Oheim des Königs von Würtem-berg, Herzog Ludwig, vermählt, sich wieder von ihm getrennt und lebt nun zuNeapel dem Anschauen der Künste und den Studien. Von ihr erschien zu War-schau ein trefflicher polnischer Roman: ,MaIvina" (1818).
Czenstochau mit Czenstochowka, einem befestigten Kloster vom Or-den d. heil. Paul des Eremiten, in Polen (Woiwodschaft Kalisch), nahe an derWarta und der schlesischen Grenze. Die Mönche hielten in der mit Geschütz wohlversehenen Festung eine eigneBesatzung und wählten den Commandanten aus ihrerMitte. Auf dem Reichstage von 1765 wurde jedoch beschlossen, diese Stelle durcheinen Weltlichen zu besetzen. Zu dem wunderthätigen Marienbilde in der Kirchedes Klosters geschehen häufige Wallfahrten. Am Fuße des Berges liegt Neu-Czen-stochau mit 1300, und eine Stunde davon Alt-Czenstochau mit 1700 Einw. Indem letzten Kriege war C. von den Franzosen besetzt, welche sich in den ersten Mo-naten 1813 an die Russen ergeben mußten.
" Czerny (Georg), s. Ser'bien.
Eonv.-tzer. Siebente Aufl. Bd. II. s
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