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2 (1830) Bo bis C
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Cursiv Curtius Rufus

heit ihres Geldes, nämlich ein Pf. Sterl., bedeutet 42 einer Guinee oder 20 Gold-schillinge. Da nun fast in allen übrigen europäischen Staaten das gewöhnlicheZahlmittel Silber ist, so muß man, um das pari eines Pf. Sterl. in London mitandern Münzsorten zu berechnen, erst wissen, wie viel der Gehalt von 42 einerGuinee daselbst für Silber zu haben ist. So viel feines Silber, als nöthig ist, umin London 42 Guinee oder so viel feines Gold zu kaufen, als in 42 Guinee enthal-ten ist, wird das pari eines Pf. Sterl. sein. Sind z. B. 14 Thlr. in preuß. Cou-rant oder so viel feines Silber, als darin enthalten ist, nöthig, um in London 42einer Guinee zu kaufen, so wird das pari eines Pf. Sterl. 7 Thlr. sein, und wennich in Berlin ebenso viel für diese Quantität fein Gold zahlen muß als in London,so ist das Pf. Sterl. in London nicht theurer als in Berlin, und der Curs stehtvollkommen im pari. Ein andrer Umstand, der bei Berechnung des pari zu be-rücksichtigen ist, besteht darin, ob eins oder beide Länder in Papiergeld zahlen, dennin diesem Falle ist das Papiergeld auf das Silbcrgeld zu reduciren, welches imLande, wo es Zahlmittel ist, gilt, und das pari ist sodann nach diesem Silbergeldezu berechnen. Wenn z. B. der Curs von Berlin auf Petersburg 28 Thlr. für100 Rubel angegeben ist, so sind unter letzter» Papierrubel zu verstehen. Ichmuß also wissen, wie viel ich in Petersburg für 100 Papierrubel Silberrubel kau-fen kann, und wie viel reines Silber in diesen Rubeln steckt, um zu beurthcilen,wie viel 28 Thlr. Preuß. in Petersburg werth sind. Nun enthalten 26 Silberrubelgerade so viel feines Silber als 28 Thlr. preuß. Courant. Der Curs würde alsobei 28 pari stehen, wenn 100 Rubel in Assignationen 26 Silberrubeln in Peters-burg gleich wären, oder wenn der Silberrubel in Petersburg 3 Rubel 69 Kopekenin Papier stände. Im Nov. 1825 stand aber z. B. der Curs von Berlin auf Pe-tersburg 294, und der Silberrubel in Petersburg 370, folglich war der Curs an5 Procent über pari. Der Wechsel curs (s. d.) bestimmt die Preise der ge-genseitigen Gelder in Wechseln. (Vgl. d. und Diskont.) Die kleine Schrift:Über Curs-Pari" (Frkf. a. M. 1823) belehrt über den für den deutschen Han-delsverkehr mit Frankreich so wichtigen Wechselkurs von Frankfurt auf Paris.

Cursiv (Schrift), s. Schriften.

Kursus (lat.), der Lauf; dann der zusammenhängende Bortrag der ver-schiedenen untergeordneten Theile einer Wissenschaft, welcher ein für sich bestehen-des Ganzes bildet; in dieser Bedeutung sagt man: ein Cursus über die Mathema-tik u.s.w., oder diese Wissenschaft selbst, oder eine gesetzlich angeordnete Prüfungin derselben. Auch bezeichnet man damit die Abtheilung der Zuhörer oder Schü-ler, welche einen Cursus hören, und sagt daher: ein Schüler vom zweiten Cursusu. s. w. Noch bedeutet es die Zeit eines bestimmten Studiums.

Curtius (Marms), ein edler römischer Jüngling, bekannt durch die hel-denmüthige Art, wie er sich, der Sage nach, freiwillig für das Wohl s. Vaterlandesaufopferte. Im I. Roms 392 (362 v. CH.) hatte sich auf dem Marktplatze vonRom eine Kluft geöfftret, aus welcher schädliche Dünste aufstiegen. Das Orakelantwortete, die Kluft werde sich schließen, sobald man Das hineinwürfe, was dieHerrlichkeit des römischen Volks in sich enthalte. C. fragte, ob Rom etwas Köstli-cheres habe als Waffen und Tapferkeit? und da die Antwort verneinend war, legteer s. Rüstung an, bestieg ein kostbar geschmücktes Roß, weihte sich vor den Augen desVolks feierlich dem Tode und stürzte sich in den Schlund, welcher sich alsbald schloß.

Curtius Rufus (Quintus), der Vers, einer Geschichte Alexanders d. Gr.in 10 Büchern, wovon jedoch die beiden ersten verloren gegangen sind, war derSohn eines Fechters, empfahl sich aber durch seine Kenntnisse dem Tiberius, so-daß er unter diesem die Prätur und unter Claudius das Consulat und die Erlaubnißzu einem Triumph, und endlich das Proconsulat von Afrika erhi >lt. Hier starber 69 nach Chr. in hohem Alter. Wir würden ausführlichere Nachrichten über ihn