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Curs
Wenn aber auf Petersburg der Rubel mit 10 Stüber gekauft werden kann, so sinh100 Rubel nach amsterdamer Rechnung ä 12 Stüber nur 834 Rubel. Der >
Preis solcher Papiere steht dann entweder »I pari (s. d.) oder über oder unterpari. — Was die Geldkurse betrifft, so wird 1) Gold gegen Silbergeld oder um-gekehrt verkauft, und es wird also in den Cursen angegeben, wie viel die Gold-münzen gegen Silbermünzen gelten. Um diese Preise beurtheilen zu können, mußman a) wissen, wie sich Gold und Silber, als bloße Waare betrachtet (in Barren-form) , gegen einander verhalten, und I>) wie viel reines Gold und Silber in denMünzstücken, welche gegen einander verwechselt werden, enthalten sei. Stehe»z. B. die Gold- und Silberbarren in dem Werthverhältniffe gegen einander wie z1:15, oder kann man mit IS Pfund Silber auf dem Markte 1 Pf. Gold kaufen,und sind auf dem Markte die Goldmünzen, welche 1 Pf. reines Gold in sich ent-halten , nicht unter einer Anzahl silberner Münzen zu haben, welche 154 Pf- reinesSilber in sich enthalten, so kann man wissen, daß das Gold in dieser Münzsormthcurer ist als das Gold in Barren «. s. w. 2) Es wird die eine Sorte Silber-geldes oder Goldgelbes eines und desselben oder verschiedener Länder gegen andreSorten verkauft. In diesem Falle müssen die Quantitäten feines Gold oder Sil-ber, welche in der Einheit dieser Geldsorten enthalten sind, mit einander verglichenwerden, um zu wissen, ob die eine dieser Geldsorten theurer oder wohlfeiler ist alsdie andre. Ist z. B. in den Curszetteln angegeben, daß in Hamburg 150 preuß.Thaler für 300 Mark Banco zu haben sind, so muß ich erforschen, wie viel beideSummen in feinem Silber enthalten. Erfahre ich nun, daß 300 Mark Hambur-ger Banco gerade so viel fein Silber enthalten als 150 Thlr. in preuß. Courant, *so weiß ich, daß beide Summen einander in feinem Silbergehalte vollkommen gleichsind, und daß der Curs in Hamburg auf Berlin al pari stehe. Sind in Hamburg300 Mark für 149 verkäuflich, so steht der Curs in Hamburg auf Berlin unter,muß ich 151 Thlr. Preuß. dafür bezahlen, so steht er ük> er pari. Zur Anstellungdieser Vergleichung wird durch Herkommen und Gebrauch in jedem Wechselplatzeeine Münze als bleibend und unveränderlich angenommen, und deren wechselnderPreis wird in der andern mit ihr zu vergleichenden Geldart angegeben. So istz. B. in den Hamburger Curszetteln in dem Curse auf London ein Pf. Sterling alsdie stets bleibende Einheit angenommen, und die Zahl, welche im Curszettel notirlwird, gibt den veränderlichen Preis desselben in Schilling Flämisch an; bei demCurse auf Berlin sind 300 Mk. Banco die fixe Einheit, und im Curszettel wirdderen Preis in preuß. Courantthalern bemerkt. In dem Curse auf Petersburg ist *ein Rubel in Bancoassignationen die Einheit, und der Curszettel zeigt dessen Preisin lübischen Schillingen an u. s. w. Will man nun beurtheilen, wie hoch oderniedrig der im Curszettel angegebene Preis einer Geldsorte ist, so muß man sich zu-nächst um den innern Feingehalt des Goldes oder Silbers, 1) der Münze, die alsEinheit angenommen wird, 2) der Quantität des feinen Goldes oder Silbers be-kümmern, welche in der Summe derjenigen Münze enthalten ist, welche für jeneEinheit geboten wird. Dieses erfährt man, wenn man vorher das pari erforschthat. Das pari besteht nämlich in der gleichen Quantität feinen Goldes oder Sil-bers , welche in einer bestimmten Menge verschiedenartigen Geldes oder Münzeenthalten sind. So ist in 14 Thalern preuß. Cour, eine Mark Kölnisch feinesSilber enthalten. Ebenso viel ist aber enthalten in 134 Thaler Conventionsgeld, »in 27 Mark 12 Schilling Hamburger Banco u. s. w. Wenn daher nach dem Cursefür jede 14 Thlr. Preuß. oder 134 Thlr. Sächs. 27 Mk. 12 Schill, in Hamburgzu erhalten sind, so steht der Curs »I pari. Wird mehr dafür gezahlt, so steht daspreuß. und sächs. Geld über, wird weniger dafür gezahlt, so steht es unter pari.
Um aber das pari zweier Länder gehörig zu erforschen, muß man wissen, in wel-chem Gelde beide Länder zahlen. So zahlt z. B. England in Golde, und die bin-