Caliber Caligula
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stellung in Gehler's „Physikal. Wörterbuche" (in der ältem Bearbeit.), Bd. II,S.724sg.; und das Geschichtliche findet sich ziemlich vollständig beisammen im7 Bde. von Busch's „Handbuch der Erfindungen" (Eisenach 1814, S. 152 fg.),und in Gebclin's „Uistoire du caleiiilrier" Man hat auch astronomische Ca-lender, wohin das berl. „Astronom. Jahrbuch" vom Prof. Bode gehört, von wel-chem er 1826 den 54. Band für 1829 vollendete, und welches noch fortwährenderscheint. Dahin gehören ferner die pariser „Oonnoisssnne des teius", der lond-»er „bilautical nlmanse" (die „I.pbemerid. Vindvli." find mit d. I. 1806 ge-schlossen worden) u. s. w. Unter den gemeinnützigen Ealendern verdienen vor allenAndrö's „Nationalcalender für die deutschen Bundesstaaten" (6. Jahrg.1828,4., m. Kpf.) und das gothaische „Tägl. Laschend, f. alle Stände" rühmlicheErwähnung; unter den sogen, hundertjährigen Ealendern (d. h. denjenigen,die eine hundertjährige Ealenderüberficht gewähren) ist der von Fritsch (Quedlinb.1801) ausgezeichnet.— Normal-, immerwährende oder allgemeineCalenderendlich nennt man Calcndcrtabellen, welche die Data zur Calendcrconstruction fürbeliebige Zeiten, und Anweisung zur Lösung der bei dieser Calenderabfassung vor-kommenden Probleme enthalten. Gehler's schon erwähnte Anleit. zur Calenderbe-rechnung macht sie ziemlich entbehrlich. Vgl. Chronologie, und Jdeler's treffli-ches „Handb.d. mathem. und techn. Chronol." (2Bde., Berl. 1825 fg.); auch dieSchriften von Steinbeck und Pilgram, und als Volksschrift: Thcod. Frredleben's„Lehrb. d. Chronologie, oder Zeitrechnung u. Calenderwescn" (Franks. a.M. 1827).
Caliber, Caliberstab, Visirstab, Artillerie-Maßstab,ein vierseitiger messingener Maßstab, welcher die Durchmesser der Kugeln von 1bis 100 Pfund zeigt. Auf einer Seite sind die steinernen, auf der andern diebleiernen und auf der dritten die eisernen Kugeln verzeichnet. Auf der vierten sinddie Kubi von verschiedenem Gewichte des Pulvers und die Durchmesser der Boh-rungen des Geschützes angegeben. Georg Hartmann aus Eckelsheim, Mathema-tiker in Nürnberg, hat ihn 1540 erfunden. Caliber wird auch für den Durch-messer der Mündung eines Geschützes und den einer Kugel von allen Arten ge-braucht. So sagt man: „Geschütz von schwerem, von leichtem Caliber". — Inder Schiffkunst ist Caliber das Modell eines zu erbauenden Schiffs. Ferner einWerkzeug bei verschiedenen Handwerkern, ja bei einigen überhaupt jedes Modell.
Caligula (Cajus Cäsar Augustus Gcrmanicus), Sohn des Germanicusund der Agrippina, geb. 12 n. Chr. im Lager, wahrscheinlich in Deutschland, undunter den Legionen auferzogen. Hier bekam er von den Soldaten, gleich welchener sich derO-llix»«, einer Art kleiner Stiefeln, bediente, den Beinamen Caligula.Er wußte sich beim Kaiser Tiberius so einzuschmeicheln, daß er nicht nur dem grau-samen Schicksale seiner Altern und Geschwister allein entging, sondern auch mitEhrenstellen überhäuft wurde. Ob er den Tiberius durch ein langsames Gift, wieEinige berichten, aus dem Wege geräumt habe, ist ungewiß. Als derselbe sich sci-nem Tode näherte, setzte er, nach Sueton, den Caligula und des Drusus Sobn,-ibenus Nero, zu Erben des Reichs ein. Allein Caligula, um seines Vaters Ger-mamcus willen allgemein geliebt, konnte ohne Schwierigkeit sich des Thrones alleinbemächtigen. Rom nahm ihn freudig auf, und die entfernter» Provinzen deseich lauchzten ihm entgegen. Auch waren seine ersten Handlungen gerecht undmV Er bestattete auf daS ehrenvollste die Überreste seiner Mutter und seinesI^te alle Staatsgefangene in Freiheit, rief die Verbannten zurückund verbot ,ede Anklage wegen Hochverraths. Den Obrigkeiten erthcilte er freie
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