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Oheim, in die Lehre gegeben. Paul machte unter der Anleitung dieses gesWy,Lehrers Fortschritte; aber da die veronesische Schule bereits herrliche Künstler OForbicini, Giolsino, Ligozzi, Brusasorci und Farinato, zahlte, so hatte er in den ersten Jahren nur wenig Ruf. Er ging nach Mantua und Vicenza, und in der Foh,nach Venedig. Anfangs bemühte er sich, in die Fußstapfen Titian's und TintorMzu treten, aber zugleich schien er sie durch eine gesuchtere Zierlichkeit und durch reichenMannigfaltigkeit der Verzierungen übertreffen zu wollen. Man erkannte bald«seinen Werken, daß er die nach Antiken geformten Gypsabdrücke und die gchi«,Blatter von Parmesan und Albrecht Dürer studirt habe. In seinen ersten grchWerken, welche zu St.-Sebastian in Venedig sind, erscheint sein Pinsel noch st,Hsam; später erregte eins seiner Frescogemälde in derselben Kirche, die Geschichte-«Esther, allgemeine Bewunderung, und man glaubte, ihm wichtige ArbeitenÄ»,tragen zu müssen, worunter viele Bilder gehören, mit welchen er die MarcusWthek schmückte. Hierauf begab er sich mit dem venetianischcn Gesandten Grin»nach Rom, sah hier mit Begeisterung die schönen Muster Rafael's und VW!Angelo's, und malte nach seiner Rückkehr seine schöne Apotheose Venedigs. Bi,^trefflicher noch sind seine verschiedenen Gastmähler. In Venedig befinden sich dmwenigstens sechs in den Refectorien der Klöster. Am berühmtesten ist seine HochD'von Eana mit 120 Figuren, worunter viele Portraits, und. sein Gastmahl ElHbei Simon. An jenem tadelt man mit Recht die unpassend angebrachte asiatisch,Pracht, die Vereinigung der verschiedensten Personen und Trachten, an diesem»Zug von Stolz, der statt einfacher Hoheit in dem Christusgesicht ausgedrüiktP,die Versetzung der Hauptperson in einen Winkel des Gemäldes und das Jmi»Verlaufen der weißen Tischtücher und der Architektur. In seinen Pilgrimen»Emaus verletzt Paul Veronese alle Einheiten der Zeit, des Orts und derHandimg.Aber neben allen diesen Mängeln, welche glänzende Vorzüge, welche Fruchld»keit der Ideen, bei deren Ausführung er sich um so ungebundener gehen ließ, Mi-cher Geist in den Physiognomien, welcher Adel in den Portraits und welcher Gla»jdes Colorits! C. starb 1588. Seine Schüler waren Carlo und Gabriele, sei«,Söhne, und Benedetto, sein Bruder, femer Michele Parrasio, Naudi, Masse! Berona, Francesco Montemezzano.
Cagliostro (Graf) ssein eigentlicher Name war Giuseppe Balsamos, geb.den 8. Juni 1743 zu Palermo, wurde, da sein Vater frühzeitig starb, von mütterli-chen Verwandten erzogen und in den Orden der barmherzigen Brüder gebrachtBalsame fand hier Gelegenheit, sein Talent für die medicinischen Wissenschaft»,mit denen er in der Folge so vielAussehen machte, zu entwickeln, zeigte aber zugleichgroßen Hang zu Ausschweifungen. Man sah sich genöthigt, ihn wieder aus d«Orden zu entfernen. Er kehrte nach Palermo zurück, täuschte daselbst einige leichtgläubige Personen mit Zauberkünsten und Schatzgraben, spielte noch andre Mirgereien und benutzte besonders seine schädliche Geschicklichkeit, alle Handschrift»täuschend nachzuahmen. Er wollte sich durch Verfälschung einer Urkunde in draBesitz eines streitigen Grundstücks setzen, ward aber entdeckt und sah sich gemWheimlich die Flucht zu nehmen. Jetzt wollte er sich nach Rom begeben; auf seimReise durch Calabrien lernte er die schöne Lorenza Feliciani, die Tochter eineslers, kennen. Diese schien ihm zur Ausführung seiner Betrügereien vorzüglich ge-schickt. Er verband sich daher mit ihr und zwang sie bald darauf, seine schändli-chen Absichten mit dem Verlust ihrer Tugend befördern zu helfen. Nun nahm,»seine Wanderschaften, auf welchen er sich hohe Titel beilegte, erst unter dBNamen des Marchese Pellegrini und dann des Grafen Cagliostro auftrat, ihn"Anfang. Er durchzog mehre Länder Europas, verweilte in den Hauptstädten usgewann bald durch seine chemischen Mischungen, bald durch seine Betrügen«,bald auch durch die Galanterien seiner Frau beträchtliche Summen. Wir M»