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2 (1830) Bo bis C
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Cadet de Vaux Cadiz

man sonst vornehmlich in gewissen galanten Musikstücken den Schlußfall aus-schmückte Hier siel der Sänger oder Solospieler, während der Schlußfall in die.Haupttonart mittelst einer ausgehaltenen Note (s. Fermate) aufgehalten wurde,nach einer kleinen Pause ein, und entwickelte entweder einen Hauptgedanken desTonstücks oder legte die Hauptgedanken desselben nochmals in gedrängter Übersichtvor. Hierauf näherte er sich der Vorbereitungsnote des Schlusses und siel miteinem Triller wieder in den Grundton des Stücks ein. Diese Act von Cadenz nenntman figurirte Cadenz, oder Cadenz in der Melodie. (S. Clausel.) Man ist aberdieser oft sehr langweiligen, abschweifenden und unförmlichen Auswüchse in derneuesten Zeit überdrüssig geworden, und die sigurirten Cadenzen kommen daherjetzt nur selten oder in abgekürzter Form vor. «ick.

Cadet de Vaux (AntoineAlexis), Chemiker, Mitgl. des franz. cvllexsde plisrinsoie und vieler gelehrten deutschen Gesellsch., geb. in Paris den 13. Sept.1743, war anfangs Apotheker, dann erwarb er sich durch das von ihm gegründetelournnl de knris" eine unabhängige Lage und lebte als ein glücklicher praktischerLandmann, bis in sein hohes Alter thätig durch chemische, garten- oder landwirth-schaftl. Versuche, die Erde und die Fabriken seines Vaterlandes einträglicher zumachen. Für Frankreich.wirkte er auch im Staatsdienste. Er war einer der Haupt-redactoren deslournal d'eoonomis rurale et domestigue" von 1803 an, unddesOours eomplet d'axrieulture pratigue". Seine wichtigsten Schriften be-treffen die Abnahme des Wassers in den Thälern, wenn ihre Höhen abgeholzt wer-den, Verbesserungen der Production in der Landwirthschaft und aller Zweige derGesundhcitspolizei, sowol in den Städten als aus dem Lande. Selbst ein großerWeinbergsbesitzer zu Argenteuil, lehrte ec praktisch, wie man durch sorgfältigereCultur edlere Weine erzielen könne, als die Weinberge bisher lieferten. Uber alleZweige der Gärtnerei und Landwirthschaft verbreitete er gemeinnützige, neue oderbisher unbeachtet gebliebene Kenntnisse. Er rieth, die Hochwälder auf Corsica bes-ser zu schonen, nach Überschwemmungen die durch Wasser beschädigten Gebäuderasch wieder auszutrocknen, empfahl die Rumford'schen Suppen, Knochengelees,Vernichtung der Maulwurfe, das Reinigen der Wäsche durch Dampfe, Wegschaf-fung alles faulenden Gewässers in der Nähe von Städten und Dörfern, die Ma-lerei mit Milch, die Acclimatisirung des Caffeebaums und des Tabacks, die Ver-edlung der Gartenbäume, die Vermeidung gewöhnlicher Fehler beim Baumfchnittund die Krümmung der Zweige der fruchttragenden Bäume, damit sie nach einerdargelegten Erfahrung größere und zugleich mehr Früchte tragen, ohne sich dadurchzu erschöpfen; femer die Benutzung des Kartoffelmehls zu Brot bei Getreidetheu-rung, die bessere Militairverpflegung durch gesündere Kost; endlich die Mittel,durch welche hohe Theurung der ersten Subsistenzbedürfnisse in Gegenden, die einesehr starke Bevölkerung haben, abgewendet werden kann. Er starb zu Paris1828, 85I. alt.

Cadiz oder Cadix, im Königreich Sevilla, die reichste Handelsstadt undeine der schönsten Städte Spaniens, seit dem 21. Febr. 1829 ein Freihafen, liegtauf dem westl. Ende der 3 engl. Meilen langen und 60 Fuß über dem Meere liegen-den Erdzunge einer Insel, welche Leon heißt. Der südöstl. Theil dieser Insel warehemals durch die alte Brücke Suapo mit dem festen Lande verbunden. Die Stadtist mit einer Mauer und unregelmäßigen Bastionen umgeben, wie es die Beschaffen-heit des Erdbodens zugelassen hat. An der Südseite kann man ihr wegen der hohenund steilen Ufer nicht bcikommen, an der Nordfeite ist eine Landung wegen der Sand-bänke und Klippen, welche sich unter dem Wasser befinden, gefährlich. An der Süd-westjpitze ist eine Reihe von Felsen, die zum Theil, wenn das Wasser hoch geht, mitWasser bedeckt sind, und auf der Spitze St.-Sebastian ist ein starkes Fort zur Ver-theidigung angelegt. C. kann also nur von der schmälsten Seite der Erdzunge angc-