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2 (1830) Bo bis C
Entstehung
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354
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354 Cabanis Cabarrus

Cabanis (Pierre Jean George), Arzt, Philosoph und Literator,Cognac 1757, kam als 14jähriger Jüngling nach Paris, wo er sich mit Eifer dmWissenschaften widmete. Im 16. I. ging er mit einem polnischen Magnaten»!-Secretair nach Warschau, war Zeuge des stürmischen Reichstags von 1773,dertzmit Schwermuth und Verachtung gegen die Menschen erfüllte, und kehrte 2Zch,später nach Paris zurück. Seine Übersetzung zweier Bruchstücke aus dem Honmdie ec der franz. 'Akademie vorlegte, blieben zwar von derselben unbeachtet, »bergeschmackvolle Männer urtheilten anders, und er erhielt von vielen Seiten BeWder ihn bewog, eine vollständige Übersetzung derJliade" anzufangen. In da Udicin war Dubreuil sein Lehrer und Rathgeber. Üm seine durch anhaltende Stzdien geschwächte Gesundheit wiederherzustellen, rieth ihm dieser an, aufsLandpziehen. C. wählte das nahe bei Paris gelegene Auteuil. Hier ward er mit Madim-Helvetius und durch sie mit Holbach, Franklin Und Jefferson bekannt, und gen>«»idie Freundschaft von Condillac, Turgot und Thomas. Dieser und Holbach fitzten ihn bei Voltaire, Diderot, d'Alembert u. a. Gelehrten vom ersten Range»Jndeß hatte sich C. ganz seinen Berufsgefchäften gewidmet und den schönenHsenschaften entsagt. In seinem8erment ä'un meckovin" nahm er 1783 f»lich Abschied von ihnen. Bei dem Ausbruche der Revolution bekannte ersi'chz«ihren Grundsätzen, aber er verabscheute die Gräuel, durch welche sie besteckt»kGleiche Meinungen hatten ihn mit Mirabeau zusammengeführt. Das Genie!»ses ausserordentlichen Mannes, der die entgegengesetztesten Eigenschaften in ftvereinigte, bemächtigte sich seines arglosen Herzens und zog ihn in ein Bündnis,über welches er vielfach angefochten wurde. Mirabeau verstand meisterhaft deKunst, sich mit fremden Arbeiten zu schmücken, und bekam von ihm die Schriftüber die öffentliche Erziehung, die nach seines Freundes Tode C. selbst 1791h»ausgab. Eine noch innigere Freundschaft hatte er mit Condorcet geschloffen, li,starb als Mitglied des Senats am 5. Mai 1808. Seine für die Anthropologewichtige Schrift:Uapports ciu pli^oiguo et cku neural <1e 1'ieuneme" (Paris IM!,2Bde., 1805 verb.) ist von Jakob (Halle 1804,2 Bde.) ins Deutsche übertrag»worden. Seine vollständigen Werke sind in 4 Bdn. (Paris 1824) erschienen.

Cabarrus (Franpois, Graf v.), geb. 1752 zu Bayonne, ward von seimVater, einem ausgezeichneten Kaufmann, zur Handlung bestimmt. Nachdem n jzu London und Toulouse unterrichtet worden, schickte ihn sein Vater zu eineni-h»delsfreunde, Galabeet, nach Saragossa, dessen Tochter er wider den Willen beidiiFamilien heimlich 1772 heirathete. Doch übertrug ihm sein Schwiegervater dieLeitung einer Seifenfabrik zu Carvanchel. Die Nähe von Madrid erlaubte ihm,sich mit mehren Gelehrten daselbst, namentl. mit dem Abbe Guevara, dem Her«der Zeitung von Madrid, in Verbindung zu setzen, der ihn mit dem Grafen vonff»pomanes und dem P. Olavides bekanntmachte. So entwickelten sich in ihm chsüchtige, hochstrcbende Plane. Der nordamerikanische Krieg, an dem Spaniensgen England Theil nehmen mußte, beraubte dies Land des Gebrauchs seiner HOquellen in Amerika, und C., der von dem Finanzminister in dem höchsten Drift!der Umstände umRqth gefragt worden, schlug vor, ein Zinsen tragendesPapiM-zu schaffen; Dem gemäß wurden 10 Mill. Piaster in Umlauf gesetzt, und da sie ^besser als baares Geld standen, gewann C. das entschiedenste Ansehen.errichtete er die Bank San-Carlos 1782, deren Director er ward, und eine Hl»lungsgesellschaft der Philippinen 1785. C. wurde Finanzrath. Nach Karls i>iTode, 1788, siel er in Ungnade. Florida Bianca ward Minister; Llerena Wihn sogar an und bewirkte 1790 seine Verhaftung. Erst 1792 ward er freigeWchen, entschädigt und zum Grafen erhoben, und 1797 zum bevollmächtigtenster bei dem Friedenscongresse mit Frankreich ernannt. Bei seiner RückkunftSpanien hatte er vielen Antheil an den Veränderungen, die im Ministerium A