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Byzantinische Kunst
fluß alter Kunstwerke wurde immer geringer, sowie der Mangel derselben dMfeindliche Zerstörungen, abergläubige Vernichtungswuth, Habfircht und zerstöret,Naturgewalt immer größer wurde. Die meisten Werke der ältern Zeit, welch,noch übrig waren, gingen durch die Eroberungen Konstantinopels während d„Kreuzzüge (1204 u. 1261) zu Grunde; und so stand Konstantinopel seiner Msten Zierden längst beraubt, als die Muselmänner es (1453) einnahmcn.
Dies war im Allgemeinen der Zustand der Kunst im byzantinischen ReicheAber diese Kunst übte einen großen Einfluß auf alle neuere Kunst aus. Früher«»es die Verbindung, in welcher die glänzende Residenz des oströmischen Reichs«dem weströmischen blieb, dann der Handelsverkehr und die Kreuzzüge, an welch, >der Einfluß der neugriechischen Kunst auf das Abendland und vornehmlich aufAlien sich knüpfte. Wir wollen diese Verbindung zuerst in Hinsicht auf Baukunstbetrachten. Nach Stieglitz („Von der deutschen Baukunst") war das CharakteGsche der neugriechischen Bauart: Ruhe und Einfalt, ausArmuth entstanden Min Schwerfälligkeit sich verlierend (halbkreisrunde Bogen, die auf den Säulenknäufen, welche eine würfelförmige Gestalt haben, ruhen). Aber durch die neu-griechische Baukunst, welche bis in die ersten Zeiten des Mittelalters, auch«Deutschland zu den Zeiten der sächsischen Kaiser, die herrschende war, wurde dnSame bewahrt, aus dem in spätem Zeiten das Neue und Bessere hervocki«konnte. Konstantinopcl nämlich ward zu einer Schule der Baukunst, aus welch:die Baukünstler in alle Theile des römischen Reichs bis nach Britannien sich kWben, um daselbst Kirchen anzulegen, wobei die genannte Sophienkirche immer deiMuster blieb; ja selbst in die Morgenländer, zu den Arabern, trugen die Neug«chm ihre Bauart — sie erbauten damals Moscheen — sowie nach Spanien zud«Mauren, welche daraus ihren eignen Styl entwickelten. Unvermischt erhielt stder neugriechische oder byzantinische Styl in Italien unter den Langobarden, «unter den Gothen, welche ihre Künstler aus dem Morgenlande zogen, und «deaus ging er unter Karl d. Gr. nach Deutschland und Gallien, wie auch um dichltiZeit mit der christlichen Religion nach England über. Die Baukunst, welche dmtKarl d. Gr. nach Deutschland verpflanzt wurde, war eine ausgeartete griechisch-römische Bauart, woraus sich durch Vereinigung mit dem arabischen und deutsch«Styl die echt deutsche Baukunst, die vom 13. bis 16. Jahrh. blühte (s. Baukunst,Gesch. der) entwickelt hat. Die Basreliefs an den ältesten Kirchen Deutschlackund einige Gemälde in denselben zeigen ebenfalls noch die Spuren neugriechisch»Kunst. Ebenso findet man bei Gori (;. B. „vipt/oi,.", Vol. III, psg. 33 u.270,tsb. IV u. XXIII) und Eiampini(„Vet. nroniment.", k. II, p. 104, tsb.XXIXjAbbildungen von italischen und gallischen Bildwerken, welche in den Gewände«,Verzierungen und in den architektonischen Formen den byzantinischen UrsMverrathen. — Was dieMalerei insbesondere anlangt, so wurde die byzantinisch'Kunst ebenfalls der Herd, welcher die unter der Asche glimmenden Funken derselbe«bewahrte. Sowie in den ersten christlichen Zeiten die griechische und römische^»»?überhaupt wenig verschieden war (denn beide entsprangen gemeinschaftlich auS dinTrümmern der alten Kunst), so läßt sich auch in Hinsicht der Malerei kein aufstlender Unterschied wahrnehmen. Doch wurde derselbe in späterer Zeit immer grist»,je mehr Griechenland und Italien sich trennten. Kurze, dicke Körper, steife, gewcksame Bewegungen, übertriebene und vergrößerte Zeichnung der charakterisirend«Theile, besonders der Augen, kleine Obertheile und breitere Unterthcile desGesMauffallende Fleischfarben im Gesichte, kurze, dicht anliegende Haare, hochgewilb«Augenbrauen, unzweckmäßige, mit ungeordneten Falten überhäufte Bekleid»»-,blasse Färbung mit schwarzen Fleischtönen, zeichnen ungefähr die griechischen Ma-lereien seit dem 5. Jahrh. aus. Die bessern Malereien, die wir besonders inH»»sschristen finden, zeigen eine reinliche, bestimmte und fleißige Behandlung. Als«