§. 412. Die Missionen der kathvl. Kirche.
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Salvador mit den 8 Bisthümern: Rio Janeiro oder St. Sebastian»,Belam vd. Para, Cuzaba, Olinda od. Fernambnco, Goyas, Lu-dovico in Maranhao, Marianne, St. Paolo u. St. Petro in derProvinz Rio Grande di Sul, worin sich i. I. 1852 zusammen 6,300,000Katholiken befanden. In Chil i und Peru') wurde daS kirchliche Lebenverhältnißmäsiig besser gepflegt als in den übrigen Staatentrümmcrn desehemaligen spanischen Amerika'ö, besonders in Peru, dessen Hauptstadt Limaja die erste Blüthe der Heiligkeit in der hl. Rvsa von Lima erzeugt undden hl. Erzbischof Turib ins gehabt hat. Doch haben auch hier die langenBürgerkriege und der entstandene Priestermangcl der kathol. Lebcusentwicke-lung sehr geschadet. Die Republik Peru besitzt das Erzbisthum Lima mitden Bisthümern Areguippa, Cuasco, Trurillo, Maynas oderChachapoyas, Gu «mancha od. Ayacucho. Für die Republik Chili bestehtdas Erzbisthum St. Jago mit den Bisthümern Conceptivn, Serena,Carlo di Ancuo. In W e st i n d ie n^) ist der Zustand in Len einzelnenTheilen ein sehr verschiedener. Im Moorenstaat Haiti trotz der Bemühun-gen der Päpste Gregor's XVI- und Pius' IX. sehr hoffnungslos zumalbei der gehässigen Agitation der Protestanten, die sogar in Europa ihrenWiderhall gefunden hat (s. S. 1009). So blieben die Versuche zur festernBegründung der kathol. Kirche in der Hauptstadt Port-au-Princc ohne Erfolg,und auch an dem erzbischöflichen Sitze SanDomingo (der ehcmal. Haupt-stadt) zeigen sich keine merklichen Fortschritte. Besser ist der Zustand derkatholischen Kirche auf den zu Spanien gehörigen Inseln Cuba mit demErzbisthum St. Jago de Cuba und dem Bisthum Havanna, und PortoRico mit dem Bisthum Juan de Portorico, sowie auf der zu Englaud ge-hörigen Insel Jamaika mit dem apostol. Vicariate gleichen Namens.Doch verhältnißmäßig am blühendsten ist der Zustand der kathol. Kirche auf* den kleinern Antillen, deren Mittelpunkt Trinidad ist. Das dort be-stehende apostolische Vicariat wurde 1850 in ein Erzbisthum Port d'Es-pagna (Hauptstadt auf Trinidad) verwandelt, und ihm das BisthumRoseau ans Dominica untergeordnet. Den Katholiken auf St. Lucia er-theilte der protestantische Richter Msgr. Talbot ein glänzendes Lob über ihreSittlichkeit. Die beiden apostol. Präfekturen v o n M a r t i n i g u cund Guadeloupe umfassen die französischen Antillen mit 140,000 kathvl.Einwohnern.
InAustralien ^) , wo das Treiben der Methodisten den kathol. Mis-sionären in den Weg tritt, ist das auf der Inselgruppe der Philippinenbefindliche Erzbisthum Manila (s. 1621, Bisthum s. 1525) mit dcnBis-thümcrn Neo-Caceres, Ccbu oder vom Namen Jesus, und Neu-Se-govia in gedeihlichem Fortschritte begriffen. Auf Austral-Land (Ncn-holland, Van Diemensland, Norfolkiusel), bestand (s. 1835) das aposto-lische Vicariat zu Sidney unter dem Vicar I>i. Polding^). Da sich durchdessen und des uncrmüdeten Priesters N llathorne Eifer die Katholikenmehrten, so wurde 1842 vom Kirchenoberhaupte S id ney zur Metropole
1) Wittmann Bd. I. S. 157 ff. u. Gams Bd. III. S. 707 ff. — 2,GamsBd. III. S. 715-22. — 3, Vgl. ?. Karl v. hl. Alops. S. 104—1,7.
4) „Kathol. Missionen in Australien." (Hist, polit. Blätter Bd. IV. in3 Artikeln.) ff*Ed. Michelis, die Völker der Sstdsee u. die Protest, u. kathol.Missionen, Miinst. 647. vgl. Katholik 1848. Missionsblatt Nr. 18. 21. 22. 25.27. 28. 29. 30. 52 u. 23. Gams Bd. III. S. 745-58.