§. 413. Die Missionen der kathol. Kirche.
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aus der Insel Reunion oder Bourbon zwei Zufluchtsstätten errichtet. DieMission auf den Sechellen-Inseln wurde 1853 wiederaufgenommen,und der Kapuziner P. TheophiluS ihr als apostolischer Präfect vorgesetzt.Die Katholiken desCaplandes standen unter dem apostol. Vicar der InselMauritius oder Jsle de France. Doch seit 1837 ward ein eigenesapostol. Vicariat gegründet und dem B. Griffiths übertragen, der eine soerfreuliche Thätigkeit entwickelte, daß 1851 ein zweites Vicariat errichtetwurde. Dagegen blieb die Mission in Guinea und Senegambia fastso unfruchtbar wie auf Madagascar. In 11 Jahren wurden 75 Missionärenach Guinea abgesandt, wovon 42 bald starben oder durch Krankheit unfähigwurden, so daß nur auf heranzubildende einheimische Priester größere Hoff-nungen gesetzt werden können. Die Visthümer Fungal auf Madeira, An-gra auf Terceira, Canaria, St. Thomas, St. Jacob re. erfreuensich segensreicher Forschritte.
Wenden wir den Blick nach Amerika, so finden wir dort ein solcheRegsamkeit, daß die kathol. Kirche große Triumphe feiert. Schon zählt siehier über 80 Bisthümer oder apostolische Bicariate und gegen 30 MillionenMitglieder, ungeachtet der Unfälle im verflossenen Jahrhunderte '). Häupterder katholisch gewordenenAlgonkins und Irokesen sandten (1831) eineBinde und Sandalen ihrer Arbeit an den h. Vater, und schrieben ihm ^):„Du, der Hüter aller Gläubigen, hast uns gelehrt, Jesum Christum zuerkennen. Du hast uns den Mann im schwarzen Kleide gesandt. Du sagtestihm: Geh' und suche die Indier; sie sind meine Söhne, eile, ihnen beizu-stehen! — Du bist unser Vater, nie werden wir einen andern anerkennen.Wenn unsere Nachkommen Dich je vergäßen und fehlgingen, so zeige ihnendiese Halsbinde, und sie werden schnell wieder zu Dir zurückkehren." Trotzder ungünstigsten Umstände für die kathol. Missionen im britischen Nord-amerika sind in Untercanada alle Indianer katholisch, und auch unterde» Wilden Obercanada's befinden sich nicht unbeträchtliche christlicheGemeinden. Nach der eifrigsten Thätigkeit mehrerer Bischöfe, apostol.Vicarc und Missionäre wurden sämmtliche Diöcesen von Ober- und Unter-canada durch P. Gregor X V I. in einer Bulle vom 12. Juli 1844 zu einerKirchenprovinz vereinigt, wornach unter dem Erzbisthume Quebeck fol-gende Bisthümer stehen sollten: 1) Montreal, 2) Kingston, 3) To-ronto. Dazu kamen f 1847 4) das Bisthum Bytown auf Ottawa,5) St. Bonifaz für den rothen Fluß und die Hudsonsbay-Länder, 6)TroiS Rivieres, 7) St. Hyacinth, 8) London und 9) Hamil-ton'). — In Neuschottland hatte Burke (-j-1827) seit 20 Jahren fürdie Verbreitung des Christenthums gesorgt; ihm folgten William Frazer(1821—1840) und William Walsch in Halifax, das seit 1842 zum Bis-thum, seit 1852 zum Erzbisthum erhoben worden ist. Demselben sind unter-geordnet die Bisthümer Charlottetown, Archiat, seit 1844 nach Mac-Kinnan transferirt, Fredericktown (St. Johann in Neu-Braunschweig)und Neu-Fundland*). — In Neu-Mexiko (seit 1848 zu Nord-amerika gehörig) mit dem Bisthum Santa - Fö vermehren sich die Katholikentrotz des Priestermangels außerordentlich"). Auch verheißen die zahlreichen
1) Im Allgemein. Wittmann Bd. I. S. 18—253. üb. einz. Länder. *Frclb.Kirchenlex. Bd. XII. S. 34—50. u. GamS Bd. III. S. 644—674.
2> Wittmann Bd. I. S. 250. — 3) Gams, Bd. III S. 644—49.
4) Ebendas. Bd- III. S. 649-50. - 5) Ebendas. S. 670 ff.