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.1. Zeitraum. 2. Periode. I. Zeitabschnitt. 2. Capitel.
den Tanz und die Rangordnung, wandten sich an keinen Richter, verklagtenauch keinen Beleidiger. Willia m P e n n (ff 1718), der von England undvon den Indianern das Land am Delaw are kaufte, und dort einen Staatbildete, bevölkerte denselben zur Hälfte mit Quäkern. Holland und England,wo sie seit 1686 die Rechte der Dissenters haben, zählten einzelne Gemein-den, die im Abnchmen sind; eben so seit 1791 Friedrichüthal bei Pyrmont,indeß sic in Norddeutschland nur zerstreut leben. Im Ganzen mögen sie200,000 betragen. Ihr Name Quäker, Zitterer (von gnolia, zittern),rührt wohl daher, daß in der ersten Zeit ihrer Entstehung die Begeisterungbei ihren Andachtsübungen sich durch Zuckungen und Zittern ankündigte undzu Vorträgen aufforderte.
h. 680. Die Herrnhuter.
Zinzcudorf, gcgcnw. Gestalt des Kreuzes Christi in fr. Unschuld, Lp;. (745).
4. >i-°- od. naturelle Rcflcriones >746) 4. — Jeremias, eine
Predigt der Gcrechtigk. neue Ausg. Brl. 830. Kleine Schriften. Frkf. 740.
Spangcnberg, Leben des Grasen von Zinzcudorfi Barbv > 772 ff 8Bdc.
— Barn ha gen von Ense, Lebe» des Grafen Zinzcnd. «Biograph.
Denkmale. Bd. V. t Tholuck, vermischte Schriften. Hamb. 839. Bd. 1.
Möhler, Symbolik. Buch ll.
Die Herrnhuter verdanken ihre Entstehung den mährischen Brüdern, demGeiste Spener's und Frankc's. Jene hatten sich als Flüchtlinge auf demGute des Grafen Ludw. v on Zinzcudorf (1700—1760), Bcrthclö-dorf, niedergelassen, und legten an dem Hutbcrgc den Grund zur Gemeindevon Herrnhut (1722). Der Graf und seine Freunde Fri edrich vonWatteville und Spang enberg, in der pietistisch-spener'schen Schule zuHalle erzogen, brachten durch strenge Zucht, durch die Blut- und Kreuz-theologic Einigkeit in die sich anfangs bekämpfenden Gegensätze der mäh-risch-husitischen und lutherisch-reformirten Gemeinde, die übereinstimmend inden „fürnehmsten Artikeln" von ihm in drei Tropen, indiemäh-ris ch e, resormirte und luth eris ch e eingetheilt wurde. SeparatistischerHochmuth blieb der Grundtypus, und der blutige Kreuzestod Christi derMittelpunkt ihrer Vorträge und Schriften, welche voll sind von auffallendenRedensarten und bildlichen Bezeichnungen oft phantastisch komischer, sogarunzüchtiger Natur"). So vom Ganzen nur die eine Seite auffaffend,schöpften sie aus ihr sittliche Bildung und Kraft für ihr eigenthümlichcs Mis-sionswesen; es fehlte aber die freie geistige Entfaltung. Die Gemeinde,welcher Diakone, Aelteste und Bischöfe (Spangcnberg ff 1792) vorstehen,zerfällt in Chöre nach Alter, Geschlecht und Stand, und soll nur aus Er-weckten bestehen; unverbesserliche Mitglieder werden entlassen. Jede ein-zelne Gemeinde in ihrer Niederlassung wird durch die Beamtenconferenz, dieBrüderunität durch die Aeltestcnconscrenz geordnet. Eine von 4—5 Jahrenzu berufende Generalsynode beschließt die wichtiger» Maßregeln. Der reli-giöse Sinn der Gemeinden ist später durch den eingedrungenen Handclsgeistgeschwächt worden. In der Zeit des immer mehr überhandnehmcndcn Un-glaubens waren diese Brüdergemeinden eine stille Zufluchtsstätte, in welcher
1) Eine Zusammenstellung bei I. Stinstra, Warnung vor dem Fanaticism.a. d. Holländ. Bert. 752. Einst sang Zürzcnd. seiner Gemeinde vor: „Du Räth-sel der Vernunft — Du Thohu vchabvdu «Finstcrniß, Chaos) — Bon der ge-sammtcn Zunft — Der Blutlichtschcucn Uhu —; Du Wunder aller Wunder —blixturu incemtüsu — Du bist's, der mir gefällt, — Dein Guadcnstuhl fraß Ufa."«.2 Kön. 6, 3.)Buchmanu, Pvputärspmbölik 2. A. Mainz 844. Bd. I. S. 8—lO.