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3. Zeitraum. 2. Periode. 2. Zeitabschnitt. 2. Capitcl.
bei Buddeuü (ff 172!)), welcher der Philosophie keineswegs abhold, dieTheologie ungleich wissenschaftlicher und einfacher, als die andern damaligenTheologen vortrug '), und bei Bengel^), welcher die erbauliche Erklärungder h. Schrift mit einer gründlichen Gelehrsamkeit verband. (Olwinou i>. D)tz. 377. Prcisgebcn des spmbol. Lehrbcgriffs; neuere Philosophie.
Schon während der beschriebenen Bewegungen wurde vielfach Zweistlerhoben über die Verbindlichkeit, an dem Lchrbcgriff der sym-bolisch c u K ü ch c r f e st z u l> a I t en; den» waren dieselben auch vorgeblichauf die h. Schrift gegründet, so waren sie doch mit menschlicher Einsicht undmangelhaften historische» und exegetischen Kenntnissen verfaßt, und darumnicht absolut irrthumSIoS. Dieses hatte übrigens der Verfasser der Augs-burger Confessio» durch seine zahlreichen Abänderungen, worüber Strobelspäter sogar eine Litteraturgeschichte schreiben konnte, offenkundiggenug dargethan; auch schien ja der ausgestellte Grundsatz freier Schrift-sorschung immer zu neuen Untersuchungen aufzufvrdcrn. Als daher Mehrerebegannen, sich vom symbolischen Lehrbcgriffc zu emancipiren, erregte dieseine große Bewegung und den Betreffenden oft harte Verfolgung. Die sym-bolisch gläubigen Theologen und Consistorien hoben, wie Luther am Endeseines Lebens, den Standpunkt der kathvl. Kirche hervor, und suchten diePrediger und Professoren durch Absetzung von ihren Aemtern zum Beharre»in der Lehre der symbolischen Bücher zu zwingen. Aber diese inconseguentcNeaetivu kounteden allgemeinen Abfall von der kirchlichenLehrenichtverhindcru,
Zunächst war der Einfluß verderblich, welchen die neuern Philoso-phen auf die Theologie übten*). Durch Bacv von Verulam (1626)war die Wissenschaft auf Naturkunde und Mathematik geleitet^), aber nochnicht von einer tiefen Religiosität entblößt worden. Darnach aber fand New-ton (ff 1727) bereits in diesen weltlichen Wissenschaften eineO ff cn b a rung,und die unter Protestanten mehr als unter Katholiken auf die Theologie an-gewandte Philosophie des Eartesius, welche sich als ein selbstständigesStreben geltend machte, schien Manchen das Bewußtsein einer sich selbst ge-nügenden Gotteserkenntniß zu erzeuge». Daher bildete sich eine starke Rcac-tion gegen dieselbe,, zuerst in den Niederlanden, wo die Synode von Dord-rccht (1656) die völlige Trennung der Theologie von der Philosophie befahl.Darauf erschienen mehrere Verdammungsurtheilc gegen die neuere Philoso-phie 's). Die Philosophie des Spinoz ck') hatte zwar eine religiöse Grund-lage, war aber durch ihren entschiedenen Pantheismus dem christlichen Geiste
> > Lackte«,'-', institmt. ll>«»l. iloxiimti<-,>«. .Ion. 723.
2) Lene/et. uovum 3'«»tume»I<uu xru>»rv. ln >M> » cnbi., vorss, er mlstu-im.üoi-erlbnnttu'. 'I'ub. 734; seine deut. Ilebcrsctzung des N. T. will das Original mitmöglichster Treue wicdergeben s1753p La«,««« IV. 7'., in grw vx nntiva vorl»»'.ei olinplieltns, >>rcttün litas, > onoinnimr-, »alulirltas ovnsnnm ec>ol>m!lun> >>»6-r:tt»r. '1'nle 759. 4. eü. IV. ,d7e»<tet. 'Iul>. i835) 852
Vgl. die neuere Philosophie. tHist. polit. Blätter. Bd. Vlll.)
3j dinvuiu Organon »elenitiarunn 620. oll. LrÄcck. I,ps. 830. Onora imOorpns pbilosopiwr. eil. (Ikröror. 8tu!.tg. 831 D I. vgl. Ritter, Gesch. derPhilosophie, Bd. VIII B o n n cr Z lsch r. für Philos. u. kathol. Theol. neue
Folge Jahrg. IV. H. 2. S. 188 ff. ^
4l Vgl. oben S. 836. Note 2. dazu Hock, l. r. <L>. 112 ff. u. Freib. Ku-
chcnler. Bd. II. S. 374. . .
5) Opera »innla ,nl. Tärutnm ffen. 802. 2 Sigwart, der SpinoMmshist, und Philos. Tüb- 839. Orclli, Spinoza's Leben u. Lehre. Aarau 842.