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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 360. Die Monophysiten und Nestoriancr.

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beit zu benutzen, den Jesuiten A n t. P osscvino') zu ihm; cs kam zu einemRcligionsgespräche, an dem der Czar selbst disputirend Theil nahm. Daaber der Friede sür Rußland ungünstig ausgefallen war, blieben die Bemüh-ungen ohne Erfolg. Besser gelang die Bereinigung in den russischen Pro-vinzen, die mit Ätthauen an Polen gefallen waren. Die Metropole vonKiew konnte bei dem nichtswürdigen Treiben des Patriarchats von Moskwaunmöglich Neigung zeigen, sich demselben auzuschließen. Der MetropolitRahosa von Kiew, obendrein noch durch die Patriarchen Jeremias undHiob freventlich verletzt, berief die Bischöfe seiner Metropole behusö einerBereinigung mit Nom zu der Synode nach Brecze, wo diese Union ent-worfen ward (2.Dee. 1593). AusBeschluß einer abermaligen Synode wurdeeine Gesandtschaft nach Rom entlassen, wo auf der Grundlage der Verhand-lungen des Concils zu Florenz und mit möglichster Schonung der herkömm-lichen Gebräuche die Einigung geschlossen wurde. Clemens VII!- ver-kündete dieselbe in der Buüe«iimpmi8 l)»»um>8 ot Ismlulnliü ^),» und be-stätigte darauf dem zeitige» Metropoliten den Besitz seiner hergebrachtenJurisdictionsrechtc (23. Febr. 1596), die Wahl und Bestätigung der Bi-schöfe se.ner Diöcese u. A.; nur der Metropolit selbst sollte seine Bestätigungdurch den päpstlichen Nuntius von Polen in Rom nachsuchcn. Unter demMetropoliten Jos. Belamin Rudski (161335) wurde die Unionselbst unter der harten Verfolgung des ruthenischen Patriarchen befestigt, undPaul V. crtheilte dem Metropoliten das Vorrecht, 4 ruthcnische Jünglinge,»das e»I>nchm» ,u>i>eum zu Rom zu schicken (1615).

?j. 360. Die Monovb » sitc n u n d N e st oria n e r.

Aeimnälut, In nt. .Ilkx-iii.Ii'»«>'. Unirli'i-i-ln»'. .6u o6>t,»>-. Vurln. 712. 4.

diesent. (in 8x>"8 öiNtO.m-xoi. >k. .ul unu. 1553. »e.

43 eg: on. 1562. >ir. 28 sg. s. Morgenland, Zahrg. V. 842.

Die Sekten, welche sich zufolge des nestorianischen, mvnophysilischcuund inonothelctischen Streites von der griechischen Kirche getrennt hatten,schleppten sich bis jetzt in einem trägen Dasein dahin. Die Gemeinden derMouophysiten, Jacobitcn genannt, sind sehr zahlreich über Syrien,Mesopotamien und Babylonien verbreitet und stehen unter einem eigenenPatriarchen, dem ein Primas und mcbrere Erzbischöfe und Bischöfe unter-geordnet sind. Außerdem gibt eS noch Jacolnten in Aegypten, welcheKopten heißen, in Aby s sini en ') und unter den Ar in e n i er n. Auchdiese suchte die kathol. Kirche bei verschiedenen Gelegenheiten nicht ohne Er-folg mit sich zu vereinigen; am besten gelang dies bei den Abyssin i ern,als in Folge der Dienstleistungen der Portugiesen gegen die Muhamedancr(1525 ) eine Annäherung an die abendländische Kirche ftattgcfunden hatte.Durch die Bemühungen des Pater Bermudcz und des Jesuitenordenssagte sich der Kaiser Seltam Segh ed (s. 1607) vom koptischen Patriar-chen in Alexandrien los, und bekannte sich mit seinem Stiefbruder und denGroßen des Hofes feierlich zur kathol. Religion (1626). Auch nabm er denJesuiten Alfons Mendcz als Patriarchen an, und anerkannte den römi-

1) Noncoviu. Viln. 586 änrv. 587.

2) Bgl. öÄ-MV/a, x sednxeii Istoseiulu Oonozo p«d seduz-m ?N8tia-

üein: > (> 6,-e,dcwin i llusleiem nd tos jednasei odstupieniu (Slglsm. 111. dc-dicirtl. IVui-er. 590. u. Thcincr, Th I. S. 95 ff. u. Th. II. S. 12-36.

3) Ta OoLs, Iiiut. du 6br. d'^Iivsniiije. IIa;«739. Danz. 740.

öe oeel. Narvnitieu. Tnli. 810 8g. I'. II. 4. Rcligionsfrc»»d 841. S. 7Z0.