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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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918
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3. Zeitraum, I, Periode, 6, Kapitel,

borc» war, und seit 1000 als Laie verschiedene Stellungen zu Rom beklei-dete ; doch blieb sein Nnterncbmcn wie das vieler Anderer fruchtlos. DerGrund davon ist wohl in dem ganz verschiedenen Entwickelungsgange beiderKirchen zu suchen

h, 359, Die gricch.-russische Kirche unter eigenen Patriarchen,

bitter, s, vor tz. 357, InKIro^ »ne los aln, 08 äivlns üo !','Aicha >>'Oi^oiu,deutsch v, Mur alt. Lpz, 8:8. Russische Studien zur Theologie u. ckesch.ln Sg, v, M. B r ü h l, Miinst. «58 ff. ffHe inr Schlosse r, die inorgeuländ.orthodore Kirche Nußl, n, das curop. Abendland, Hcidclb, 845.

D-e russische Kirche, eine Pflanzung der griechischen, theilte mit deren Op-position und Feindseligkeit gegen d>e katholische Kirche auch ihre völlige gei-stige Erschlaffung. Aber die verschiedene, sa feindselige Gestaltung der po-litischen Verhältnisse Rußlands gegen das griechische und spätere türkischeReich erzeugte bald das Bestreben, eine von Ct. unabhängige Kirche zu bil-den. Daher wurde schon der vom Großfürsten ernannte Jonas (,1448) aufeiner Versammlung sämmtlichcr Bischöfe zu Moskwa als MetropolitvonRußland anerkannt. Zwar blieb die russische Kirche noch einige Zeitin Abhängigkeit von dem Patriarchen von Ct., doch war bereits ein bedeuten-der Schritt zu ihrer Trennung geschehen, und der Fall Cvnstantinopels (1453)konnte nickt ohne Einfluß daraus bleiben. Aber in dem Maße, als der Ver-band mit dem Patriarchen von Ct. loser wurde, begann sich das Ansehenund der Einfluß des Großfürsten auf die russische Kirche zu heben. Daherversuchte der Czar I w a n o w i e z im l Oten Iahrh. der russichen Kirche dievöllige Unabhängigkeit zu verschaffen, und ihr zu diesem Behufe die Patri-ar chcnwürdezu verschaffen. Diese Absicht wurde bei dem gcldbedürftigenJeremias 1!,, Patriarchen von Ct., leicht erreicht. Als er nach Rußland kam(1585), genehmigte er auf einer Synode, daß Hiob von Rostow alsPatriarch von Mostkwa eingcsept, und die ganze russische Kircheaußerdem von 4 Metropoliten, 0 Erz- und 8 Bischöfen verwaltet werde(1588). Dasselbe erklärten gleich daraiss die Patriarchen von Alexandrienund Jerusalem, 05 Metropoliten und 11 griechische Erzbischöfe. Doch hol-ten die moskowitischen Patriarchen ihre Bestätigung von Ct. bis zum I.>057 ein. Aber bald darauf (l OOO) erhielt der russische Gesandte vom Pa-triarchen von Ct. Dionysius II. und den andern griechischen Patriarchendie urkundliche Erklärung: daß der russische Patriarch von seiner Geistlichkeitgewählt werden könnte, ohne der Bestätigung der griechischen Patriarchen zubedürfen. Die neue Stellung und Wirksamkeit der Patriarchen zu Moskwaist in politischer wie in religiöser Beziehung für Rußland von großemEinfluß geworden. Am Ende des 17ten Iahrh. flößt dieselbe sogar Peterd. Gr. Besorgnisse und Neid ein. Vgl. unten K. 385.

An Versuchen, die russische Kirche mit der römischen zu verbinden, fehltecs nicht; namentlich dachten Loo X., Elcmens VN. und Gregor Xkll. ernstlichdaran'). Als der Czar I w an IV. Wassiljewicz st 153384) eineNiederlage gegen die Pole» erlitten hatte, stellte er eine Vereinigung mit derrömischen Kirche in Aussicht (1581), so lange er die Hilfe des Kaisers undVermittelung des-Papstes suchte. Gregor XIII. schickte, um diese Gelegeu-

ll Vgl, Freib. Kirchenler. Bd. I, S, 108 ff. », PG engl er, das Glau-bcnSprincip der griech, Kirche. Bamb. 829. s. Tüb. Q.-Schr. 83l.

2> Die neuest. Zustande der kathol. Kirche bcid. Ritus i» Pole» u. Rußt, sKatharina II, v. ein. Priest, des Orator. (Augustin Theincr) Angsb.84l.2Bdc.