§. 357. Dic gricch. Kirche unter de» Türken.
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Rom begünstigt haben soll, für welche die als Missionäre in Ct. wohnendenJesuiten thätig waren. Als Cyrill nun mit seinen calvinischen Ansichtenbestimmter hervortrat, wurde er aus die Insel Rhodus verbannt, wußte aberdurch große Geldsummen seine Rückkehr zu bewirken, und versuchte dieses soerprobte Mittel in noch andern Beziehungen. Zu sicherer und schnellererDurchführung seines Planes begründete er zu Ct. eine Buchdruckerei (1627),und ließ durch die Perfidie seiner Freunde die ihm hinderlichen Jesuiten fort-schaffen. Dagegen sandten ihm die Genfer den reformirten Prediger An-ton Leger zu Hilfe (1628), der mit mächtigem Eifer und schwachem Er-folge an der Calvinisirung der Griechen 8 Jahre arbeitete. Cyrill verfaßtenun erst in lateinischer Sprache eine eonlessio licke! (1629), dic er nachmehrfachen Verhandlungen öffentlich in griechischer Sprache verbreitete(1631) , obschon sie ganz calvinisch war. Das bereitete ihm neue Ver-folgungen und Verbannung (1634) ; doch half ihm auch fetzt das Mittelder Bestechung. Er ward restituirt (1637), zeigte sich aber nicht geneigt,die Lehre des „allerheiligstcn" Calvin zu verlassen. Da wuchs die Er-bitterung des Volkes wie des Klerus gegen den Mann, der es gewagt,seine Privatmeinungen fälschlich als Kirchenglauben anszugcben , und denalten Ruhm der griechischen Orthodoxie zu vernichten. Eine Synode zu Ct.richtete den häretischen Patriarchen ; und da er nun auch noch bei dem Groß-herrn politisch verdächtigt wurde, als habe er die seiner Kirche angchvrigenKosaken zu einem Einfalle ins türkische Reich verleidet, ward er erdrosseltund ins Meer geworfen. Die kurz darauf zu Ct. versammelte Synode(Scpt. 1638) censurirte das Glaubensbekenntniß Cyrill's und sprach denBann über ihn aus. Unter den Verurthcilten war auch der von Cyrill nachEngland gesandte Metrophanes, nun Patriarch von Alexandrien. Dochwucherte der durch Cyrill ausgestreute Same der Zwietracht noch fort. Esmußten daher seine Nachfolger und mehrere Synoden, von denen dic des Pa-triarchen Dosithcus von Jerusalem (1672) die wichtigste ist, die calvi-nischc Ketzerei des Cyrillus wiederholt verdammen '). Um ähnliche Verei-nigungSversuche mit den Reformirten zu verhindern, entwarf der ErzbischofPetrus Mogila von Kiew ein Glaubensbekenntniß, das von allen grie-chischen Prälaten unterschrieben wurde. Dasselbe hebt bestimmt die unver-änderte Grundlage der griechischen und lateinischen Kirche hervor, und ver-schieden von der frühern, meist spekulativen Richtung, leitet es bestimmt zumPraktischen hinüber, da es den Glauben in die Form der drei theologischenTugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe kleidet').
Wiewohl zwischen der griechischen und kathol. Kirche nach den früherentraurigen Erfahrungen eine gewisse Kälte cingetreten war , so wurden dochneue Vcrcinigungsversuchc gemacht, veranlaßt durch den Uebertritt einzelnerGriechen und die Gründung des Collegiums für den Unterricht junger Grie-chen von Gregor XIII. (s. S. 869.), die nach ihrer Rückkehr ins Vaterlandihre Landsleute zum Uebertritt in die kathol. Kirche bewegen sollten. Unterdiesen zeichnete sich besonders Leo AllatiuS aus, der 1568 zu Chios ge-
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^lem. IInv,. 708. 4. Dagegen schrieb der Xlckw Neuanckor.- coiitre Iss eolomuisset ümsoetss clu Ilvrs iulituls: ,.mc>numsnts." Unr. 709. Vgl. Hcfclc S.570 ff.2) Ortbocloxn Uonk. entli. ntgus apast. lücelss. orieut. sä. TtoFman», Vrntisl, 751.