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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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906
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8. Zeitraum. 1. Periode. 5. Capitel.

(cle articrilm rsli^. intsr (mtlrol. et ?>ots8tant. solitr<zv6r8>8 g«j inrjwrg-tores bX-. !. et 5Iaxim. II. oonsiiitgtio). Die Schrift war mehr als ge-mäßigt, indem Cassandcr die h. Schrift und Tradition mit so subjectiverWillkühr deutete, Laß er sogar den Papst nicht als das von Christus ange-ordnete Oberhaupt der Kirche anerkannte. So großes Befremden dies beiden Katholiken erregte, so genügten solche Zugeständnisse den Protestantengleichwohl nicht. In gleicher Absicht beurtheilte schon früher der von denLutheranern zu den Katholiken zurückzetretene Georg Wizel') die 2lArtikel der 'Augsburger Confessio» (repia vis 8. «Io euiitrovsrmij rolchwnisvspitilttm soix'iliniiclm 8sntsntiaj; doch blieb auch dieser Versuch, so wieder des ConvcrtitenFr i edr. Staph plus, früheren Professors zu Königs-berg, und des Adam Contzen zu Coln (clmmii'mitii» lbsologico-politieo-riim libb. XIII.) ohne allen Erfolg. Ebensowenig hatten die vom Mark-graf Jacob von Baden zu Baden (1589) und zu Emmendingen(1599) veranstaltetenReligionsgcsprächcgefruchtet. JnFrankreich betriebbesonders der Cardinal Ri ch eli eu im Interesse seiner Politik die Vereinigungder Religionspartcien. Auf seine Veranlassung besprach sich der Jesuit Ande-bcrt mit dem reformirten Theologen Amprau t, und machte bedenkliche Zuge-ständnisse; doch scheiterte der Vcreinigungsversuch noch zeitig genug an derTranssubstantiation, um nicht noch größere Störungen herbeizuführen. Aufgleiche Veranlassung hatte der zeitweilige Jesuit Fr a nz V er vn einen neuenVcreinigungsplanvorgelcgtiXIollwekm in)vt>,lncili8 6t8o!ii>a Iuwrc>8s8 sx knn-«limmuto 968ti,io,nli /5/eH, Lessen Grundgedanke war: man

solle von den Protestanten verlangen, daß sie ihre Lehrsätze wörtlich aus derh. Schrift Nachweisen sollten. Die Abhandlung war außerdem zugleichgegen Schulmeinungen der Katholiken wie gegen Mißverständnisse derProtestanten gerichtet * *).' Verwandt hiemit ist die Schrift des Pariser Theo-logen Heinr ich Holden (ft um 1605; L»-iIv8i8 liäsi). Natürlich führteauch dieser Versuch eben so wenig zum Ziele als jener des zur kathol. Kirchezurückgetretenen B erth. N i hus (st 1057), der in seiner ar8 »ovo die Be-weisführung Tertullian'ö von der Verjährung gegen die Protestanten an-wandte. In Pole n suchte der treffliche König Wladislaw > V., dem sichdas zukünftige Unglück seines Landes deutlich vor die Seele stellte, eine Ver-einigung der Katholiken mit den Dissidenten herbeizuführen. Seine Hoffnungauf die Möglichkeit derselben war durch den Zurücktritt der protestantischenGelehrten Berth. Ni h u s,> C hristo p h Besold und des Predigers B ar-tholom. Nigrinns zur kathol. Kirche, sowie die Aeußcrungen desHugvGrotius und des Georg Calirt zu Helmstädt, welche die Nothwendig-keit einer fortdauernden Kirchcntrennung in Zweifel stellten, belebt worden.

1) Außer obiger Schrift Lolon. um 564. Ilslmst.. 650. 4. be-

fand. zu beachten: 'IJinw sssl. sutliol. Form u. Anzeigung, weicher Gestalt dieheil, apostol. u. kathol Kirche Gottes vor >000 mehr od. wenig. Jahren in derganzen Christenheit regiert ». geordnet gewesen, in 5 Thl. Cöln 548. 4. s. Del-ling er Bd. I S. >8 ff.

*) Z>«uro«i0» Ksronri Uspnln bäilsi s. ossist.io oruw, gun<> ennt äs tiü«catliol. ab iis, gunn non sunt, äs liäs. kar. 644. n. oft. t'nion. 778. slgnisgrinii842. in 12. V. Smets latci». n. deutsch. Elbcrs. 843. v. dems. Verf t.'unkes-8i» tiäsi. Verwandt hiemit eie spät. Werkchen v. rsnnla üäsi salb,

st solle, t.io ckogllintmu sröäenävrnn, äsnu». zvirei'l». 855- u. von

exi>u8iti»u äs In. äuetrins sntbollgno in viel. Edition. ». llcbcrseßungen.Znsanimcn in -Vrann, bibliotlreen rsZnlaruin tiäsi. Lvnnas 644 stc. 2 7'.