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I. Zeitraum. I. Periode. 4. Capitel.
klärte aber zugleich in der Einleitung , was er später auch in seinem Testa-mente wiederholte: daß er den Inhalt des Werkes dem Urtheilcdes apostolischen Stuhles unterwerfe^). Dasselbe bestand aus3 Theilen: in dem ersten wird untersucht, inwiefern die Behauptungen derPelagiancr uud Semipelagiancr mit denen der Molinisten übereinstimmen;der zweite beweist, daß die Lehre von der Gnade sich nicht aus dem Lichteder Vernunft erkennen lasse, sondern aus der h. Schrift, den Concilien undKirchenvätern geschöpft werden müsse. ES wird dann noch gehandelt von derGnade, dem Urzustände des Menschen vor und nach dem Sündenfalle; derdritte Theil verbreitet sich über die Besserung des Menschen und die Un-widerstehlich keit der Gnade, welche Alles wirke, da derMensch nichts vermöge. Die Jesuiten wollten schon den Druck desBuches verhindern und beschuldigten es des Calvinismus in der Prädestina-tionölehre. Als ses dennoch nach Janscnius Tode erschien (1640), veran-laßte es einen heftigen Schriftwechsel. Die Jesuiten sammelten die anstößi-gen Stellen, so wie auch Alles, was Jansenius gegen die Väter, Scholastikerund besonders gegen sie selbst gesagt haben sollte.^.Urban VIII. untersagtedas Lesen dieses Werkes durch die Bulle In «minenti (1642). Als aberdie Jesuiten darzuthun suchten, daß alle von Pius V. und Gregor XIII.schon verdammten Sätze sich genau in des Jansenius „Augustinus" wicder-fänden, so wurden besonders auf Betrieb des Syndikus Cor net zu Paris7 Sätze der theologischen Facultät vorgelcgt (1640). Die Verhandlungenreducirten dieselben jedoch auf fünf'), die nach stürmischen Bewegungenund Appellationen an das Parlament und nach Nom wirklich verdammt wur-den (1563). Einzelne dieser Sätze waren in der ausgestellten Fassung dein„Augustinus" des Jansenius wörtlich entnommen, die andern aber lagendem Systeme nothwendig zu Grunde, oder bildeten, wie Boffuet sagt, dieSeele desselben. Dennoch opponirten die Anhänger des Jansenius dagegen,weshalb die Gegner die Angelegenheit an den P. Jnnocenz X. brachten, der,wie bereits angedeutet, jene 5 Sätze durch die Bulle «min, oocmmons» (31.Mai 1653) verdammte. Diese wurde in Frankreich, nach dem Vorgängeder Sorbonne, fast allgemein, selbst von Vertheidigcrn der 5 Sätze auskirchlichem Gehorsam angenommen. Doch wollten Viele diese wirk-lich häretischen Sätze nicht als dem Janscnius angchörig oder in seinem Bucheenthalten anerkennen. Daher war der Streit hiemit nicht beendet; er tratvielmehr in der folgenden Periode mit noch größerer Heftigkeit hervor.
1) XuAU8tiuu8 8. eloeti'iua XuKustiiü eie Iiumimae uaturuo mmitate, aexri-tuelius, weäiaina ackv. koluAisuos st Na.88ilien868.
2) I. Xlüjua voi pim6espm lwmiiiibu8,iu8tis, volentiku8 st aouantibus secuu-
Oum i>raS8eu«.S8, gman balieut virö8, 8uut iu>p088ibilia; elss8t illi8 guasgue xmtiii,gua. p 088 ibilia tluut. — II. luteriorl tz'ratias iu Motu ualuras Iai>sas uuugmuarseietitur. — III. Xel msrsueluiu' et elemereuelum in 8tutu naturue lapnae u»»reguiritur iu bomius Iibsrtu 8 a. uso68sitatv (von innerer Nöthlgung)xsci euLcit lil, srta.8 s. c o a o t. i » u s (von äußerem Zwange). — IV. 8em>-pslugiaui uelmittsliuut praeveuieutie xrutiae iutvrivria uess88itatem ml niugu-los uctu8, etism all iiiitium ticksi; st iu live erunt Iiasrstisi, guoel vslleuleum Zratiam talsm 6888, cui po88it llumans. voluutaa re8istera vc> vbtom-perure.^— V. Lemipsia^iauuiu S8t ilicere, Obrietum pro oumibus ouiniuoIlovüuibu8 moutuum tüi88v uut 8UuAuiuvm ttuli88S. Die päpstl. Bulle dagegenin d. Lcipz. Stereotppausg. d. Trident. Cvnc. pux. 278—80. Hist, eie proposi-tion8 ele ÖLU8SU (pur. Ma» e Dtturas). InsZs 699. llesvoux 702. 3 Vol. 12.