3. Zeitraum, l. Periode. 4. Capttcl.
834
wurde (1566), den Canisischcn Katechismus aber nicht verdrängte'). Mehrcompendiöse polemische Werke schrieben die Jesuiten Gregor von Va-lencia (f 1603), Franz Coster (f 1619) oiwIlli iOioii o«,iln,vo»i,no!,Iri lornjurr. und Martin Becanus ;nm,mi,!o oonteov. gpix vgvon denen besonders die beiden letzter» großen Beifall ernteteten; der letztereauch noch wegen seiner an.-Oucha V. >>t >i. Einzelne Dogmen bearbeitetenNievle und Arnanld zur Vertheidigung der kathol. Abendmablslehrc ge-gen die rcsormirten Theologen Jumpötmtö <!o In 6,i ont!uüi(>,,a^.
Für die Bearbeitung der M oral war die Zeit der dogmatischen Con-trovcrse eben nicht günstig; gleichwohl fehlte cs nicht an Versuchen hiefürdie wie früher in der Form der Scholastik und Easnistik, oder Mystik undAskese zu Tage traten. Außer einigen Abhandlungen von Eras mu s undLudwig Vivcs sind besonders die Bestrebungen des Jesuitenordenszu erwähnen für die Darstellung der gesammtcn Moral oder einzelner Trac-tate daraus: von Toletus (f 1596), Sanchez HP 1610), Suarcz(f 1617), Laymann (f 1635), Escobar (f 1669) und Buscnbauin(f 1668), der in seiner inculliüa lliooloyiao moraliu !äei!> ue >>ein;,icuzmutlio'io cumm ronueiontiao oto. )Iona-,t. 1645. das verbreitetste
Lcbrbuch der Moral lieferte. Der Bearbeitungen in der Form der Mystikund Askese wird unten gedacht werden.
In derExegesc wurde jetzt in Folge der durch das Tridcntinmn gegebe-nen Verordnungen («ou». V. «1e lokormut.) und nach den Hilfsmitteln dercom-plutensischen Polyglotte Vortreffliches geleistet. Es erschienen nun hebräischeSprachlehren von Pel iean, Reuchlin, Bellärmin, SautesPag-niuusff 1541), der auch ein hebräisches Wörterbuch ausarbeitete undüber Schrifterklärung schrieb"). Auch die von Erasmus gebotenen exege-tischen Hilfsmittel in Verbindung mit seiner Anweisung zum Studium derTheologie übten mehrfachen Einfluß; Sixtus von Siena"), ein Domi-nicaner ff 1569), verfaßte eine sehr brauchbare Einleitung zur Kenntmßder biblischen Bücher und der vorzüglichsten Hilfsmittel zum Verständnissederselben. Für das letztere aber leisteten das meiste die Polyglottenvon Antwerpen (1569), deren Hauptredaeteur der Spanier MontanuSwar, und von Paris (1645), mit den verbesserten und erweiterten lexika-lischen und grammatikalischen Hilfsmitteln.
Nur behinderte die freie Entfaltung der Exegese der oft zu weit aufgc-faßte Begriff von Inspiration. Diesem Uebelstande begegneten zuerstdie Jesuiten Hamelius und Less in Löwen. Sie vertheidigten 3 Sätzeüber d i e Ins p ir ati o n des Inhaltes: daß keine wörtliche, ja nichteinmal eine Inspiration aller Gedanken erforderlich sei, um ein Buch fürgöttlich und kanonisch zu halten; man könne sogar annehmen, daß ein Buch,wie z. B. I I. Maccabäer, blos mit menschlicher Erkenntniß uiedergeschriebensei, wenn nur nachher der göttliche Geist bezeugt habe, daß nichts Unwahresin demselben wäre. Die theologische» Facultäten von Löwen und Douay rüg-
1) 6atoeb. eoiuauus ox lleeroto 354,1. all oii. i»'6tt fliom blrmutmimin-r
1566 e,l. Ät/tee. Vrat. 837. od./Zmel« lat. vt Zerm. Illslet'. 844 8>>. oil. Rom. 845,
2) Isac-a^o ad saeras littoras ll!>. uuus; ImcKoKuo a>1 lozslieoe smr. scr>I>'turaa sensus. 66. 18. 65llon. 540 1'
3) öddiotlioea Lanetu. ox graueflmm eatluO. ooelesiav auewrib. cotloetaete.Vmwt. 566 1. Riet. 575 k. 6ol. 626 n. oft.; Iibor 111. enthält: -ws iuteri-ie-taucli sacras seiipturas absolutissima, bcsond. hcrauSg. 6olon. 577. 589. M 9