349. Die auswärtigen Mlssioucu.
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der Missionen, lind als noch ein minderjähriger Prinz Kaiser wurde (101,1),l'eiml'tcn dessen Stellvertreter seine Jugend zum Nachtheile der Christen,mid,liehe» die christlichen Missionäre verhaften. AlsKhanghi jedoch selbstdie Regierung übernahm (1069), kamen die Jesuiten wieder zu Ehren; dembereits verstorbenen Ad. Schall wurde ein Denkmal gesetzt. Seme Stellebatte vcr Niederländer Verb iest eingenommen, der sogar dem Kaiser Unterricht ertheilte. Durch seine Erfindung' einer bequemen Art von Kanonenund vie Vermittelung eines Friedens zwischen China und Rußland (1089)durch den Pater Gerbiklon wurde die Gunst für die christlichen Missio-näre »och erhöbt, so daß die Ausbreitung des Christenthums immer mehr ge-lang. Vei der geringen Anzahl von Missionären zählte man bereits 20,000Christen in China. Zur Beseitigung dieses Mangels schickte Ludwig X I V.noch 0 Jesuiten, sehr geschickte'Mathematiker: jetzt wurde zur Freude derChristenheit bier die Verkündigung des Evangeliums gesetzlich gestattet (1092).
In Amerika (s. S- 732) stand auch jetzt noch der schnellen Verbrei-tung des Christenthums die geringe Fassungskraft der Indianer entgegen, sodaß man zuweilen sogar an ihrer m c nschl i ch c n Würd e zweifelte ^), wo-gegen sich jedoch Paul I!!. sehr entschieden erklärte (1537). Zudem bewie-sen die meisten spanische» Dominicaner hier nicht mehr den früher» Bekch-ruugsciscr. Da bewährte sich aber auch hier die Hingabe und Ausdauer desJesuitenordens. Sechs Jesuiten, worunter EManuel Nobriga war,begaben sich nach Brasilien (1549), erlernten die Landessprache undbrachten cs so weit, daß einzelne Stämme jener Wilden, die sogar ihreFeinde fraßen, und in Folge des Mangels aller sittlichen Begriffe ein aus-schweifendes Leben führten, sich zur Enthaltsamkeit nach christlicher Sitte ent-schlossen. Für diese Ncubekehrten wurde das Bisthum St. S al vad orerrichtet (1551). Die bedeutendste Mission der Jesuiten ward jedoch P a-raguayDieses Land am la Platastrome war 1510 von Spaniern ent-deckt und in Besitz genommen worden (1530). Die ersten Versuche zur Be-kehrung hatten die Franziscaner gemacht (1580—82) ohne besonder» Er-folg. Glücklicher,waren 3 Jesuiten, die nach der Provinz Tueuman kamen(1580), und bald mehrere nach sich zogen. Als feine Menschenkenner be-schlossen sie, nach dem Vorbilde der Kirche im MA. unter den germanische»Völkern, mit der Bekehrung dieses ganz uncivilisirten Volkes zugleich diebürgerliche Bildung und die Cultivirung des Landes zu verbinden, und ausden christlichen Gemeinden in Paraguay allmälig einen unabhängigen Staatzu bilden. Sie erhielten von Philipp III. von Spanien dazu die Erlaubnis11K10) in d e,r Ausdehnung, daß ohne den Wissen der Jesuiten kein Spanierdie neu gestifteten Rcductionen betreten sollte. Sie bildeten' unter denIndianern Handwerker und Künstler, übten sie im Feldbau, selbst in derKriegskunst, und verschafften ihnen Waffen und Geschütz zür Vcrtheidigunggegen die Nachbarn. Durch derartige Thätigkcit ward das Volk an Mäßigung
1) Vgl, Rvbertsoii's -Gesch. von Amerika, übers von Friede. Schiller.l!pZ> 777. 2 Bdc, besoud. Büch Vill,, vorzüglich XotWüw i-mrolu« ^morau,M Ooi, ck.. x Dem cke 1/cka«, six-uiliis » .InnZx-r van Vuv. Narr?/,Ovnll. 826. W l t t m a n n Bd. I. S. 18 ff, Preseotl, Gesch. der Erob. vonMexico, deutsch. Lpz 845.
2> Mtrator», clirisOunisuiv tolieo „alle imssü-ui uvl I'urugimi. Von 743 4.<Aar/«vo,a.>, lüsi. kurnK. Our. 765 3 11'. 4. beut. Wien 834. 2 Bde. Witt-»leinn Vd. I. S. 29-117. I'orzirit »los loü liv. II. eliup. 6.