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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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3. Zeitraum. 1. Periode. 4. Capitcl.

Vincenz die Krone der Gerechtigkeit jenseits (27. Septbr. 1660) und durchdie Canonisatiov Clemens XU. (1737) auch diesseits.

Z. 349. Die auswärtigen Missionen.ck'Tibdc/i lux ealutarm IE. 662 8g. MkMae/tü autiguit. dir. Iil>. II. p. IIo. 2831. Ne/lre.-- al >uriouso8, verlies cles Nissieus vtran-

Nvres i>»r guelguvs Älissioualros ». daraus (Illaix cke lettres eckiünutes

eie. >s. S. 5. Note I.) Hazart, 8. .1.. KG- d. i. kathol. Christcmh.durch die Welt auSgebreuet. Wien 594 ff. 5 '1?. t. ittman», dieHerrlichkeit der Kirche in ihren Missionen seit d. GlaubcnSspalt. 841 ff.

2 Bdc. ffHcnrion, allgcm. Gcsch. der kalhol Missionen Bd. II.

Nicht allein innerhalb der Kirche offenbarte sich die aufopfernde Liebe

und Kraft ihrer Bekenner, sondern auch bei den entfernten heidnischen Völ-

kern, wo sic sich oft als todeöfreudige Heldenhaftigkeit zeigte. Kein Orden lzeichnete sich hierin mehr aus als dieIesuitcn; Viele aus ihnen kanntenkeinen böbern Ehrgeiz, als in den Missionen um der Liebe Christi willen !

sterben zu können. Durch die Entdeckungen der Portugiesen und Spanier -

mar die Veranlassung zu denselben gegeben worden, und die bald unternom-menen Bekehrungsversuchc erhielten durch das von Gregor XV. gegründeteInstitut (cnngreuntio de piopii.vnnd.'i Ode 1622) einen Einheitspunkt*).

Es bestand aus 15 Cardinälen, 3 Prälaten und 1 Sekretär. Die vielenBeiträge frommer Katholiken erhielten durch sic eine zweckmäßige Verwen-dung. Urban Vlll. verband mit diesem Institute (1627) ein großes Ge-bäude seedlepimi! de propner. Ode), welches zu einem Seminarium vonMissionären bestimmt wurde; andere Große folgten dem Beispiele. Baldwurden Jünglinge aus allen Nationen zu Missionären ihres Vaterlandesgebildet, die am Sonntage nach dem heil. Dreikönigsfeste zuRom das hehre Schauspiel des Pfingstfestes wiederholten,den Herrn in vieler Völker Zungen zugleich verherrlichten.

Die Bekehrung der Hindu's hat von jeher großen Schwierigkeiten un-terlegen, obschon sich in ihren ReligionSansichteu manche Anknüpfungspunktefür das Christenthum vorfinden. Sic führen ihre religiösen Ansichten aufheil. Bücher, VedaS, zurück, haben in ihrem Urwesen, das sich alsBrahma, Wishnu und Schnva manisestirt, cineArtTrinitätSlehrc, undbekennen in Betreff Wishuu's eine Incarnation (s. S. 42 ff.). DiesReligionsspstem aber, durch Weise und Dichter wunderbar ausgeschmückt,hatte sich in dieser Form dem Volksglauben zu tief eingeprägt, als daß dasEvangelium hätte leichten Eingang finden können. Wiewohl das Volk fast1000 Jahre unter der Knechtschaft der Moslemin stand, so hat es dochstets mit seltener Kühnheit seine Hdligthümer vertheidigt. Erst der jetzigenZeit war cs Vorbehalten, diese Schwierigkeiten durch den Jesuitenorden zuüberwinden.

F r an z i scu s T a v er, ein zweiter Apostel Paulus, ging auf Empfeh-lung Johann's I II. von Portugal und mit päpstlicher Bewilligung nach Goa(1542) , wo die Portugiesen bereits Bekehrungsversuchc gemacht (s. 1510)und die Vereinigung mit den Ncstorianern oder Thomas-Christen bewirkt Hal-len. Doch fand Franziscus unter den dortigen Christen kein Christenthum,

*) blreeliv 8. Omißr. do kille earli. Propaganda. (Lullar. Kam. 7. III.p. 421 8g.) Vgl. Na5rrc/r lux. salut. p. 566 8g. Constikt. .Vpvstvlicae 8.(longr. de prep. Ode. 11 een. 642 k. L'ar/err. bist. Longregat. Lardiualüiw äePropaganda Ode. Ilegioin. 670. 4. Vgl. Hclpot Bd. VIII. Cap 12. S. 81

100. von den verschied. Scminaricn zur Verbreit, des christl. Glaubens.