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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
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3. Zeitraum. I. Periode. 4. Capitel.

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rühmlicher Weise wetteiferten '). Der Orden würde durch den SpanierIo scp h C al asanzc(s 1648) gegründet. Dieser hatte sein Amt als Gc-neralviear des Biöthums Urgel niedergclegt und bxgab sich nach Rom, woer ein asketisch erbauliches Leben fübrte, sich bei einer grassirenden Krankheitdurch Darbringung geistlicher und leiblicher Hilfe aufs vortbeilhafteste auözeichnete, und stets der verwaisten Kinder sich väterlich annabm. Mit Gleichgesinnten stiftete er unter Approbation Clemens V UI. (1606) eine Cvngregation von Weltpriestcrn ziini Unterricht der Knaben. Dupch Akt-günstig,nngen Paul'S V und Grcgor'ü X V. erhielt die Congregation den vollstän-digen Charakter eines religiösen Ordens ivril» putinm selnämn,,, pinnntl!,welcher sich von Italien, ip Oesterreich, Polen n, g. Ländern auöbrc.tete, nndsich Erziehung zur Frömmigkeit neben der Wissenschaft zur Aufgabe machte.

,13) D i e B r ü d c r d c r ch r i st l i ch e n L, i c h c grü nd ete d er PortugieseJobauncS v on Gott. Er war 1495 geboren und in einem vielfach be-wegten Leben bis zum 45. Jahre hcrumgeirrt. In,Granada widmete er sichdann neben der ernsten Sorge für sein Seelenheil der Pflege der Kranken(s. 1540). Da.er Gott besonders nach seiner,Barmherzigkeft nachzüahmenstrebte, unterstützte ihn der Bischof von Granada und der Bischof von Tuegab ihm den Namen Iohann von Gott. Als er bei seiner Armutb seinpeicheS Leben vollendete (1550) ,, vereinten sich seine Freunde zu einer engenVerbuchung unter Heu drei Klostergelübden und der Verpflichtung der uncntgeltlichpii Krankenpflege. P a u l V. genehmigte den Orden (1617) z fedesHgspftal sollte nur e i n,e » P r,i e st e r zur Befriedigung der religiöse» Be-P.ürftnM. babrzi,)).. .Dsr Ördeu .bewies sieb in allen kathol. Ländern höchstwohlthucnd, besonders, da seine pflegende Hilfe sich gesetzlich auch ans Nichtk.atch ölikpu, auödchntc,, ,Jn Frankreich hießen di.cNiitglicder Brüder der. christlichenLiebe, in Deutschland barznherzige Brüder. Urban VIII.sprach .ihren Stister selig (1630), und Alexander VIII. versetzte ibn 1696unter die Heiligen. , . .. .. -

14) Die Priester der Missio.neich). Äer. Skistcr ist Vincenzvon, Paulas), der im Dhrfe Pony am Fuße der,Pyrenäen von armenaher fromme» Eltern, geboren (1576), in esncm>Franciskan,erkloster erzögenward,, wo er den geistlichen Stand süx seinen Beruf erkannte. In seinerweiteren Ausbildung bezog er, die Univcrsitgt zu Toulouse. Nach empfange-ner. Priesterweihe ( 1600) würde er Leßrcr. d er Jugend zu B u; et. Nebendieser Beschäftigung lag. er auch den .hoher» Wissenschasten ob Und wurdeBaccalaurcus (1604). Um eine Reise von Marseille nach.Toülousc abzukür-zen, schickte er sich zur Seefahrt, an (.1605)da, wurde er mit seinen Gefähr-ten von Seeräubern gefangen und als Sklave nach Sums w,erkauft,, Seine»dritten Herrn, einen Renegaten aus Nizza, bekehrte Vincenz wicher )umEhristcnthume, und wandte ihn sogar in Nom einem Klöster der barmherzi-gen Brüder zu, als er ihn nach seiner Heimath begleitet, hatte. Von Nomaus kehrte er nach Frankreich zurück, wo er Pfarrer zu Clichy und später §r-

. 1) 3 . VI. p. 439 m,, Hclpot Bd. IV. Cap. 39. .G. 331 lf-

Vgl. Leben u. Wmidcrtpaten Jos. Calasanzc's; a. d. Ztal. Wien 748.

2) V. VI. p.264 sg. Hclpot Bd. IV. Cap. 18. E. 15b st.

Vgl. Freib. Kirchenler, Bd. il. S. 175 ff. 3),Helpot Bd., VIII. Cap. l>.

4) MdeKM. vio .ilo 8t. Vjueont do duulo, instituteur ul prämier superieorKÜuöral do. In yoyN'öK ilo In Mission, l'pr. 66). ftZp. L. Stofb erg, Leben desh. Binccnz von Paula. Miinst. 819. In Frankreich mehrere Lebensbeschreibungen ivon ftOrsini, deutsch von Steck. Tüb. 843. Henri on-Fchr, Bd. II-S. 328ff.