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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 847. Die Thätigkcit des Ordens.

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Kenntnisse, welche die Jesuiten so thätig verbreiteten, der Kirche außer-ordentlich geschadet worden war. Von dieser Zeit an war die kathol. Kirchein Bayer» gegen alle Angriffe von außen befestigt. Dasselbe geschah auch-uLöln (1556), Trier (1561h, Mainz (1562), Augsburg undDillingcn (1566), El lwangcn und P adcrborn (1585), Würz-ling (1586), Asch affcuburg, Münster und Sal zburg (1588)in Bamberg (1595), zu Antwerpen, Prag, P o se n (1571) undin andern Ländern, wo von der Gesellschaft Jesu Evllegien errichtet wurden;überall waren sie ein Bollwerk der kathol. Kirche.

Und wie Ausgezeichnetes die Jesuiten in allen Fächern der theologischenund der philosophischen Wissenschaften geleistet haben, sollte billig in weiternKreisen gckanutund anerkannt sein. Nicht leicht wurde damals für dic lateinischeund griechische Sprache mehr geleistet, als durch Tursell in ieM i-nitioiilmImguae Intinno) und Niger selo iclwtmmi« lingiino zruaemue) in der Gram-matik; von Joh. Perpiinan (s- 1566), Pontanus, VcrnuläuSu. m. A.') für den lateinischen Styl. Bon dem erstercn sagt Ruhnken inseiner Ausgabe der Werke Muret's: „er würde dem Muret dic Palme derEloquenz streitig gemacht haben, wenn er nicht mitten in seiner Laufbahn ausdieser Zeit geschieden wäre." In der Poesie zeichneten sich aus Jae. Balde,Sarbiewski, Juvcnci, Vanierc, Spee, Avancini u. A.^);in dcr Mathematik und Astronomie Clavius, Hell, Scheinen, Schall,deBrll, Poezobüt in Wilna u. A.; in der Naturgeschichte Kircher,Nicrembcrg, Raczynski; in der Geographie Acunha, Charle-voir, Dobrizbofcr, Gerbillon u. A.; in der StaatswissenschaftAquaviva, Marianä, N ib a d cn e i r a ^). Daß der Unterricht derJesuiten höchst methodisch, durch stete Verbindung der Religion und derWissenschaft und den hiebei erstrebten äußern Anstand wahrhaft erziehendwar ^), ist stets vdN den einsichtsvollsten Männern anerkannt worden. Nurspecula t ive Thevlog ie n n d tiefe p h ilo sop hisch e Un tersu ch-nngcn vermißt man bei den Mitgliedern dieses Ordens. Dabei zeichnetesich derselbe noch durch Beförderung strenger Sitte aus.

Das Beispiel, welches Ignatius gegeben hatte, konnte auf die Seinennur vortheilhaft wirken. Sehr nachdrücklich hat er in Italien, besonders inRom den geschlechtlichen Ausschweifungen rntgrgcngearbeitet, eine große An-zahl gefallener Personen ausgesucht. So stiftete er dir Gesellschaft derheil. Martha- die solche beschädigte Personen aufnahm. Das Klosterder h. Katharina wurde dagegen auf seinen Betrieb für diejenigen gestiftet,deren Keuschheit in Gefahr war. In Portugal haben die Jesuiten der über-hand nehmenden Ueppigkeit und dem Lurus so sehr entgegen gearbeitet, daß

1) Tom?. Imsitiwi opzi. limn, 749. 4 1'. Am berühmtesten seine 18

Reden, dic er in Rom, Lyon und Paris gehalten hat. Dic ausgezeichnetsten sind:ikstoeiointis äenu MmmrÄis; de xert'evts. clootoris < bristinui tormu; cks Nev Driuoetssiioi ,l>> r,-din«-ui>n v,.-!er> reliDnne uil I-UMluusnLos ol IMrisiousvs. — Dcmkattr«schrieb peogzrimamuütii, die in gUtem Stplc in stufcnweiscm Fortschritte zu wich-iigcrn Gegenständen übergehen. — st'erm/7as»>«, olagi-r m-uton» besond. über diebeiden des älljähr Krieges; Volumen kingulnne orntlonum s.xiarum.

2) stürm,Sku> 8. ,1. i ;,<mwata stntrum 8. ,1. 1-x t. 654. 2 '1. 4.

3i Sin cts: Was that der Jcsuitcn-Orden für dic Wissenschaft? Aachen 884.

4) Dic Jesuiten u. ihre Schulen, l Pass au er Kathol. KZ. 1842 > Karl,du alte u. der neue Schulplan. Mainz 846. Klcutgcn, d. Theologie b. Vor-Mt, Rünst. 853 ff. 3 Ldc.