§. 346. Gründung des Jesuitenordens.
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gch ja die dem Schauplatze der Thätigkeit Luther's nahen Bischöfe Hiero-nymus Scultetus von Brandenburg und Adolph von Merseburg sehrentschieden für die kathol. Lehre gegen Luther. Am schwersten rächte sich hierder nicht ohne Romö Verschuldung durch das allzu große Centralisiren ein-aetretene Mangel an Provinzial- und Diöcesansynoden, da beideren Thätigkeit der lutherische Streit schwerlich den Reichstagen zugefallen,und in den Diöcesen nicht eine so große Verwilderung der Geistlichkeit undVernachläßigung der religiösen Bildung und Belebung im Volke eingetretenwäre. Diesem dringenden Bedürfnisse suchte daher nach dem fruchtlosenBemühen der Basler Synode (s. S. 668) das Tridentiner Concil(segs. XXlV. cle reloimnt. o. 2) durch die nachdrückliche Einschärfung zurAbhaltung von Provinzial- und Diöcesansynodcn abzuhelfen; jenesollten alle drei Jahre, diese alljährlich gehalten werden. NachdemCarolus Borromäus dieselben mitso großem Erfolge in seinem Spren-gel von Mailand abgehalten, schlossen sich diesem Beispiele die Erzbischöfeund Bischöfe der übrigen kathol. Länder durch Abhaltung zahlreicher Syno-den an, wovon der Nachweis unten in dem Verzeichnisse der Concilien gege-ben werden wird. Doch erloschen dieselben trotz der wiederholten Aufmun-terung des P. Benedicts XIV.*) gegen das Ende des 18. Jahrhundertsabermals fast im ganzen Bereiche der Kirche. Auch für die Bildungeines neuen Klerus gab das Concil zu Trient (sess. XXIII. de reloi-mat. e. 18) eine wichtige Verordnung. Es sollten in jeder Diöcese Unter-richts und Erziehungsanstalten für Kleriker errichtet werden, und diejenigen,welche Berufzum Priesterstande zeigen, schon frühzeitig einlreten *). CaroluüBorromäus und Vincenz von Paula haben die Anordnung zuerstund am eifrigsten in Italien und Frankreich ausgeführt. Da solche Institutein dem hart bedrohten Deutschland nicht sobald in Aussicht standen, hatteschon der hl. Ignatius in Nom das LollsMum Oe,manicum zur Er-ziehung deutscher Kleriker gegründet, das Gregor XIII. (s. S. 869) aufdauernder Grundlage befestigte und erweiterte.
§. 346. Gründung des Jesuitenordens.
Sclbstbiogr. des h. Jgnat. (LoKsmtL in. 9ul. V. VII. p. 409). Lsbackenerra,vitalgnat. Hbd. V. Xeap. 572. deutsch. Jngolst. 614. MrFei, äs vita st morib.Iznat. I,o^ol«e Koni. 585.4. ff*Genclli, 8.9., das Leb. des h. Jgnat. v.Lopola. Jnnsbr. 847. — O'onstt. regulae, dscreta ennzregatinnuni, eeuau-ras et prascspta c. litteris XpostnI. st Privileg, iim-titutunr 8. 9. ex (le-erst» cougrsg. general. XIV. ?rag. 705. 2 V.) Lolsten.-Lrockre. V. III.p. 121 sg. Ilist. 8. 9. a Mook. Or/anck'no, , /nvenoro « ett.
kvm. stXntv. 615—750. 6 V. I. Hcnrion-Fehr Bd. II S. 92—217.Ärbadoner'r», ^4keAcr»r5s et §otrcek, liidl. ssriptnr. 8. 9. llntv. 643.Tapomarsr-rr tsstimonia viror. illustr. 8. 9. — Zeugnisse für d. Ge-sellsch. Jesu v. Päpsten, Fürsten, gcistl. und wcltl. Gelehrten od. Hi stör.Ehrentempel der Gesellsch. Jesu. Wien 841. Lattav (Protestant u.Bpron's vertraut. Freund), Inst, nt tlis 9es. I,nnd. 816. 2 V. ftci übers,mit viel. Not. u. histor. Erläut. (v. Fr. v. Kcrz). Dusscld. u. Münch.820 ff. 2 Bde. Documentc z. Gcsch. d. Vcrurth. u. Verth, d. Gesellsch.Jesu a. d. Franz. Rcgcnsb. 841 ff. Bartoli's Gesch. des Jesuitcnord.dcut. Wnrzb. 845. Cretincau-Jolp, Gesch. d. Gesellsch. Jesu in rel.
1) In dem Werke äs sznodo diaecssana, welches die Bischöfe zugleich überden Charakter, das Ziel und die Grenzen der Diöcesanspnode belehrte. Vgl.Phillips, die Diöcesanspnode S. 84 ff.
2) Vgl. Freib. Kirchen!er, s. v. Seminarium, klcricalischcS, im Bd. X.