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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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3. Zeitraum. 1. Periode. 4. Capitel.

einsichtsvoll den Mittelweg: die Verhandlungen über beide mit einander zuverbinden, daher alle Sitzungen ein doppeltes Decret über die Lehre zumeistin der auSführlichern Form der Capitel und in derkürzern derCanoneswie über die Disciplin (de i esormatione) enthalten. Erst mit derSitzung s8. Apr. 1546) schritt man an das bedeutungsvolle Werk, undmit Rücksicht aus die willkürlichen Annahmen der Protestanten in Ansehungder Bestandteile der h. Schrift, wurde zuerst der Kanon der Bibelbestimmt, die Vulgata unter den vielen damals gebrauchten lateinischenUebcrsctzungen für authentisch , d. i. als diejenige erklärt, welche in derGlaubens, und Sittenlehre mit dem Urtexte völlig übereinstimme, das V er-hält« ißderh. Schr ist zurKirchen lehre und die Art ihrer Aus-legung in Nebcrcinstimmung mit den Grundsätzen der Kirche durch alleJahrhunderte angegeben'). Damit wurden Verordnungen für die Heraus-gabe der h. Schrift verbunden. In der V. Sitzung wurden die einzelnenSätze in der Lehre von der Erbsünde behandelt, doch beigefügt: daß dieseligste Jungfrau Maria darunter nicht begriffen sei, und hierüber die Ver-ordnungen Sixtus IV. in Kräft bleiben sollten; das Reformationsdecret han-delt von der Errichtung eines Lehrstuhles für die Erklärung der h. Schriftund der freien Künste und von der Predigt des Wortes Gottes. Die VI.Sitzung (13. Jan. 1547) ergab die vortreffliche Abhandlung vonderRecht-fertigung * *), ein wahres Muster kirchlicher Lehrentwickelung, und imReformationSdccrete Verordnungen über die Residenzpflicht des Klerus und

1) Ist nemo suse pruäentise innixus, ,'n retrres Fckei et mor«»r sacramscripturam sims konfus contorgusns contra suni ssnsum quem tenuit et to-net ssncts mstcr ecclssis. cujus sst suäiesre äs vsro sensu et intsrpretstionescriptursrum sscrsrum, aut etiani contra unsnimein coussnsumkstrumipsamsacram scripturam interpretari auäsat. Bgl. sxplicatio 6atbo)icor. s^ste-

matis äs interpretat. litterarnm sacr. lllonastsr. 835. Vgl. oben S. 225. Note2.

*) Im Gegensätze zu Luthcr's Rcchtfcrtigungslchre (f. oben S. 747) wirddie .justillcatio dclinirt als translatio ab so statu, in guo bomo naseitur bliusprimi ^äas, in statum Gratias et aäoptionis üliorum I)si per sscunäuin Väam.Icsum tllrristum, salvatorsm nostrnm. Nach der bestimmteren Beschreibung istdiejustiäcatio dann non solum ladolitio) remissio peccatorum, ssä st saueti-ticatio st rsnovatio interinris lrominis per voluntariam susceptionsm gratiaeet äonorum. Und das Verhältiüß des Glaubens zur Rechtfertigung wird da-hin bestimmt: träes est lnimanao salutis snstruni, /itirckainonkr«» et racktw om-nrs )nst//rcatro»s«, sine nun impossibilk sst placsrs Deo et üliorum ejusKonsortium venire (sess. VI. cap.8) im Gegensatz zuLutber, dem derGlaubetastigium omnis justillcationis ist Gegen die mit der Rechtfertigung zusam-menhängende Lehre Luthers von der Unfreiheit ward erklärt: 8i gnis liberumlrominis arbitrium post ^äas peccatum amissum et extinctum esss äixcrit:aut rsm esse äs solo titulo, immo titnlnm sine re, ügmentum äsniqus a sa-tana invoctum in eeelesiam: anatkema sit. jssss. Vl. can. 5.). Ebenso warddie aus Luthers Theorie conscquent folgende Ansicht von der gänzlichen Ohnmacht». Verkehrtheit des Heidcnthums nachdrücklich zuriickgcwicscn: 8i guis äixorit,opsra omnis, fitere a»te Fr«nt, guscumpie rstions kacta siut,

uers esse pecoata. vel oäium De! mersri; aut guanto vsbementius guis niti-tur ss äisponsrs gratiam, tanto sum gravius psccsre: anstlrsma sit Unddiesem entsprechend nahm dann die rsgula VII. unter den regulas äscsm äelikris prolrilntis gegen Luther u. A. die heidnischen Classiker in Schutz: antiguivero ab stlinicis conscripti lidri proptsr sermonis slegantiam et proprietatswpsrmitluntur; nulla tsmsu rstions puei'i« praslsgenäa sunt. Das letzterebezieht sich nach dem Contcxte auf libri, gui res lssoivss seu odscoenas ex pra-sssso trsctsot, narrant aut äocsnt etc.