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3. Zeitraum, 1. Periode. 4. Capitcl.
Gemeinde, das Abendmahl als beständige Erinnerung an den Tod Christi. —Nachdem die Socinianer dieses ganz rationalistische System lange unange-fochten verbreitet hatten, wurden sie in Folge der Gcgenbestrebungen derJesuiten 1638 aus Nakow und 1658 aus ganz Polen vertrieben.
An in. Nachdem die Entstehung und die charakteristisch wichtigsten Erscheinun-gen des Protcstauiismus nunmehr vorgcfnhrt sind, dringt sich die Reflexion überden Werth und die Folgen desselben wie von selbst auf. lieber Beides findensich im Bisherigen bereits viele Andeutungen; vollständig ist diese Betrachtungnach verschiedenen Gesichtspunkten durchgcsührt in den tz. 298 angegebenen Wer-ken von Villers, Robelot, Kerz und besonders von Do l ling cr in der Geschichteder Reformation nach den eigenen Geständnissen der Protestanten, sowie in denneuesten Arbeiten von Pcrronc, Balmes, Niclas u. in den Studien überden Protestantismus. Schaffh. 857. ss. W. 842. t Die Betrachtung hat zunächstauszugehen von der Uebercinsiiniinung der neuen Lehre mit mehreren filtern Häre-sien. Darnach erscheint der Protestantismus von, katholisch kirchlichen Stand-punkte als Häresie, „ja als offener Rahmen für alle Häresien"; vompolitischen Standpunkte dagegen ans Grund des westphfilischen RcligionsfriedcnSals gleichberechtigt mit der kathol. Kirche.
Viertes C n p 1 l r 1.
Geschichte der katholischen Kirche.
j». 342. Ucbcrsicht.
Die kathol. Kirche war durch diese Ereignisse tief erschüttert worden;man dachte ernstlich daran, die ihr geschlagenen Wunden zu heilen. DerGlaube war mannigfach angegriffen und entstellt worden, so daß Viele daranirre geworden sind. Das erste Bedürfnis war nun , besonders jene Lehrenin klares Licht zu stellen, die vorzugsweise verunglimpft worden; sodann muß-ten mancherlei offenbare Mißbräuche entfernt, die Ordnung neu gegründetwerden. Alles dieses geschah in der kathol. Kirche, und sie entwickelte geradein dieser Zeit schöne und reiche Kräfte. Der Glaube wurde zunächst nachalter Sitte durch ein Concilium gesichert, und durch eine großartigeWissenschaft später erläutert und geschützt; die Sicherstellung nach außenbesonders durch den kräftigen Jesuitenorden bewirkt; das religiöse undkirchliche Leben durch andere ältere und neuere Orden zu erfreulicherHöhe emporgehoben; für den Abfall der zum Protestantismus übergegange-nen Kinder gewannen heldcnmüthige Missionäre in andern Welt-theilcn einen reichen Ersatz : „die Eroberungen der römischen Kirche in derneuen Welt, gesteht Macaulay, haben das, was sie in der alten einbüßte,mehr als ersetzt." Hiemit ist zugleich der Hauptinhalt dieses Capitels be-zeichnet, der eine der großartigsten Partien der Geschichte der kathol. Kirchebildet.
§. 343. Das Concil zu Trient.
Karzii (R 8uuvo kol.), Istoria ckel Oouo. cki flrenlo. leinst. 619; ins Franz,übers, mit histor. dogniat. Noten v. Co«rr«i/er, deutsch v. Wintercr.Mergentheim 840 ff. 4 Bdc. Dieser Serviten-Mönch u. Theologe der Re-publik Venedig schrieb mit Verstimmung gegen die Hierarchie, Satyre u.Hinneigung zu Protestant. Grundsätzen. Er wurde a. d. zuverlässigen Quellentheilwcisc widerlegt v. d. Jesuit, u. nachherig. Cardinal Rakkamcmr. Ist. fielOono. cli 'Ir. Rom. 652. 2 fl. t. cklustrutu en» unnotuöiooi flu kr. tl»t.Zaccaria, Rom. 833 4 Vol. 4. lut. reckst. (ri'atti'no. eint. 673. 3 fl. l>!unvollst. deutsch nbcrs. v. Klitsche. Augsb.835ff. 3 Bde. Vgl. stBrischar,Beurthcil. d. i histor. u. dogmat.) Controverse» Sarpi'Su. Pallavicint»
- in d. Gesch. d. Trident. Concils Tüb. 843 ff. 2Thlc. ;ks Rk-it, monumovtsxour ssrvir ü I'Ilistoirs cku Lone. cke Ironie 781. 6 fl. iutin. llovuu.